Thema Verkehr


Schwach schwächer Mobilitätsstudie. So muss man das am 26. Juni im Ötzer Gemeinderat Präsentierte kurz und bündig zusammenfassen.

 

Was soll aber auch herauskommen, wenn bereits vor dem Start der Verkehrsstudie das Ergebnis feststeht (hier nachzulesen)? Insofern wurde der großspurig angekündigte "Masterplan" seinem Namen doch noch irgendwie gerecht: Die Auftraggeber unsere Master haben tatsächlich das bekommen, was sie wollten.

 

Man hätte die Augenauswischerei auf dem Rücken der Bevölkerung aber wenigstens besser verschleiern können! Aber der Referent, von Bgm. Falkner als "Verkehrsexperte" geadelt,  schreckte nicht einmal davor zurück, die Ergebnisse einer Verkehrszählung von zwei Wochentagen (!) aus der Zwischensaison (!) und zu Pendlerzeiten (!) in den Vordergrund zu stellen und daraus allgemeingültige Erkenntnisse abzuleiten. Seine Schlussfolgerungen: Es sind natürlich die Einheimischen, welche die Probleme verursachen (58 %), auf keinen Fall die Urlauber ...

 

Lösungsansätze? Fehlanzeige! (Sieht man einmal von der Einrichtung von E-Tankstellen, der widersinnigen Förderung von E-Bikes und dem Lukrieren von weiteren Geldern für weitere Studien ab ... )

 

Fazit: Schon wieder hinausgeschmissenes Geld, und das einzig und allein für den Zweck, sich erneut ein paar Monate über die Zeit geschwindelt zu haben (O-Ton Falkner: "Wir nehmen viel Geld in die Hand um das Problem zu lösen").

 

Nur zur Klarstellung: Kein Mensch wird etwas dagegen haben, wenn sich herausstellt, dass auch unter den Einheimischen Optimierungsbedarf in Sachen Mobilität herrscht. Die Touristen allerdings zumindest als Mitverursacher der Verkehrsmisere auszuklammern, das ist mehr als nur fadenscheinig und von unserer Seite aus natürlich nicht zu akzeptieren. Das ist beileibe keine zukunfts-gerichtete Verkehrspolitik, wie man sich die als Ötzerin oder Ötzer wünscht! Deshalb: So nicht, werte Master!