Dorf Ötz verkehrsmäßig mit Stadt Wien gleichauf

 

Die Stadt Wien hat im Jahr 2015 eine Straßenverkehrszählung in Auftrag gegeben. 

Die dort ermittelten Werte sind recht interessant für einen direkten Vergleich mit dem aktuellen Verkehrsaufkommen mit Ötz (Touristen-Dorf vs. Stadt).

 

In der Bundeshauptstadt schauen die JDTVs (Jahresdurchschnittlicher täglicher Verkehr) so aus. Beispiel, die bekannte Friedensbrücke:

 

 

Zst.Nr.: 214.W Friedensbrücke

JDTV [Kfz/24h Mo-So]

 

Ri Franz-Josefs.-Bhf. | 9733 |

Ri Wallensteinstraße | 5927 |

Gesamtquerschnitt | 15660 |

 

 

Ötz liegt an Werktagen mit seinen ca. 15.000 Kfz/24h fast gleich auf mit der Friedensbrücke.

 

An den An- u. Abreisetagen wird Ötz aber mit ca. 22.000 Kfz/24h belastet. Das entspricht in Wien etwa dem Verkehrsaufkommen "Rautenweg bei Ostbahn (nördliche Linie)" oder "Laxenburger Straße zw. Raxstraße und Oberlaaer Straße".

 

 

902.229 Rautenweg bei Ostbahn(nördliche Linie)

JDTV [Kfz/24h Mo-So]

 

Ri Breitenlee | 11538 |

Ri Leopoldau | 11131 |

Gesamtquerschnitt | 22669 |

 

 

902.230 Laxenburger Straße zw. Raxstraße und Oberlaaer Straße

JDTV [Kfz/24h Mo-So]

 

Ri stadtauswärts | 11884 |

Ri stadteinwärts | 10807 |

Gesamtquerschnitt | 22691 |

 

 

Weit haben wir es gebracht! Und: Wo soll das eigentlich noch hinführen?

 

(mane, 15.11.2019)


Die Mitfahrbanktafel "mitgehen" lassen?

Die Informationstafel der Habicher Mitfahrbank fehlt. Das bringt eine lustige Konstellation.
Die Informationstafel der Habicher Mitfahrbank fehlt. Das bringt eine lustige Konstellation.

Derzeit fehlt die Beschriftung bei der Habicher Mitfahrbank. Nachdem diese eine sinnvolle Einrichtung darstellt, sollte das Schild wieder angebracht werden. Abgesehen davon, ergibt sich gerade dadurch im Dialekt eine lustige Konstellation. Man stelle sich einmal vor, einer oder eine habe einen Diebstahl begangen: Nocha hot´ar (odr se) decht glott di Mitfoortofla mitgiahn lossn! Sachen gibt`s! Man glaubt es kaum. (best, 22.10.2019)


Schwacher Andrang beim 1. Abend in Längenfeld

Gerade einmal etwas mehr als 50 Besucher haben sich zum 1. Mobilitätsabend der größten Ötztaler Gemeinde, von Längenfeld, eingefunden. Das zeigt, und zwar ganz genau wie erwartet, dass sich Ötz von anderen keine großartige Hilfe bei der Lösung des Verkehrsproblems erwarten darf. Längenfelder stört zwar der Stau durch Ötz, man wundert sich über die vielen Zebrastreifen und auch über die Kreisverkehrsgestaltung, durch welche die Einsehbarkeit verloren gegangen sei, das war es dann aber auch schon. Ötz, hilf dir selbst! Das ist die wohl die einzige brauchbare Botschaft aus dem mittleren- und dann erst recht aus dem hinteren Ötztal. (LÖ, 29.10.2019)  


"Die Einfahrenden aus den Seitenstraßen lassen"

Ötzerinnen und Ötzer sollten die aus den Seitenstraßen auf die Hauptstraße wollenden Mitbürgerinnen und Mitbürger einfahren lassen. Dies regte der langjährige Vizebürgermeister Lois Amprosi beim 1. Verkehrs-Bürgerabend an. Man würde sonst zu lange warten müssen. Er erinnerte auch daran, dass bereits vor vielen Jahren eine Anhebung der Entschädigung für die Timmlfahrten eingefordert worden war. Vergeblich, wie er betont. (best, 21.10.2019)


1. Verkehrs-Bürgerabend hat nicht allen gefallen

Zum Ablauf des 1. Bürgerabends am 17.10. melden sich einige Bürgerinnen und Bürger kritisch zu Wort. Sie vermissten die Möglichkeit, Probleme, Wünsche und Ideen einem breiteren Publikum mitteilen zu können. Einer von ihnen ist Reinhard Meitinger aus Au, der enttäuscht bilanziert: "Nächstes Mal werde ich nicht mehr hingehen, wenn das so ist. Solch ein Geblödl interessiert mich nicht." Er fragt sich auch, wo er in Ötz sein Auto hinstellen könnte, wenn er von dort mit den Öffis weiter unterwegs sein wollte. Wir von meinen: Man sollte dem eben erst begonnenen Prozess durchaus noch eine Chance einräumen. (best, 20.10.2019)


Wo bleibt eigentlich der schon lange angekündigte 30-er?

 

Es ist nun auch schon wieder eine Weile her, dass für unser Gemeindegebiet eine 30-er Beschränkung angekündigt wurde. Wurde sie wieder abgeblasen? Oder still und heimlich eingeführt? Man weiß es nicht, weil es schlicht und ergreifend keinen Informationsfluss gibt. Was man allerdings weiß, ist, dass der 30-er bereits in den 1970er-Jahren Bestand hatte, wie untenstehender Ausschnitt aus einem Prozessionsfoto zeigt. Damals blühte noch der Fremden-, und nicht der Autoverkehr:

 

 

(best, 29.10.2019)


"Unterlagen werden sicherlich zeitnah online gestellt!"

Prozessmoderatorin Marion Amort verspricht schnelle Bürgerinformation. Foto: mazl-consulting.com
Prozessmoderatorin Marion Amort verspricht schnelle Bürgerinformation. Foto: mazl-consulting.com

Die Ötzer Bürgerinnen und Bürger werden das Protokoll und die Fotos vom 1. Mobilitätsabend (17.10.2019) im Saal E(t)z wie versprochen (rasch) zu Gesicht bekommen. Das bekräftigt Mobilitäts-Moderatorin Marion Amort und verweist darauf, dass die Dokumente auf der Gemeinde-Hp (www.oetz.tirol.gv.at) zu sehen sein werden. Sie sei normal schneller, aber es sei viel Material und sie sei eine Woche lang ständig unterwegs gewesen. "Also bitte noch kurz Geduld." Auch habe sie bereits bei der zuständigen Agentur und bei Andreas Knapp urgiert, dass die versprochene, eigene Prozess-Homepage schnell realisiert würde. "Ich habe solche Dinge lieber gestern als morgen", stellt Amort künftig eine schnellere Information in Aussicht. (best, 25.10.2019)

 


Gedanken zur 1. Sitzung im Rahmen der Mobilität

Beim 1. Bürgerabend konnten Tischdecken beschrieben werden. Das, was draufgeschrieben wurde, sollte nun zeitnah allen zugänglich gemacht werden.
Beim 1. Bürgerabend konnten Tischdecken beschrieben werden. Das, was draufgeschrieben wurde, sollte nun zeitnah allen zugänglich gemacht werden.

 

Ein Kommentar von Alexander Wolf

 

Gegen Ende seiner dritten Amtsperiode entdeckt BM Falkner plötzlich seine Bürgernähe. Während jahrzehntelang von Gemeindeseite aus nicht mit den Ötzerinnen und Ötzern kommuniziert wurde, etwa mittels der per Gesetz vorgeschriebenen Bürgerversammlungen, gab es heuer gleich zwei Bürgerbeteiligungsverfahren. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Hoffentlich ist es wirklich der Wunsch, endlich auch in Ötz moderne Strukturen einziehen zu lassen und nicht nur ein Vorwand, um etwa Liftprojekten einen günstigeren Wind zu verleihen.

 

Das erste Bürgerbeteiligungsverfahren betraf jedenfalls tatsächlich den möglichen Schigebietszusammenschluss über die Feldringer Böden. Dass dieser in den Sand gesetzt wurde, ist eine negative Begleiterscheinung. Grund dafür war eine zu überzogene Erwartungshaltung, der die Initiatoren in keinster Weise gerecht werden konnten. Allerdings war es zumindest den Versuch wert und nun ist man halt um die Erkenntnis reicher, dass es nicht genügt, sich berieseln zu lassen sowie hochtrabende und damit unerreichbare Ziele auszugeben.

 

Nun startete das zweite Bürgerforum. Und auch dieses begann nach dem Geschmack vieler erneut mit einer Hinhaltetaktik. Da wurden wie in einem Jungscharlager Stifte aufgelegt und jede(r) durfte einige Sachen aufschreiben. Wir von LÖ sehen darin zwar keinen optimalen Start, allerdings auch keinen großen Beinbruch. Sollten nämlich die Anliegen der Ötzerinnen und Ötzer jetzt nicht in dunklen Kanälen verschwinden, so wird sich der Wunsch nach einer Veränderung der Ist-Situation nur noch mehr manifestieren. Dementsprechend regen wir im Sinne eines offenen Prozesses an, zeitnah alle Fotos der beschriebenen Tischdecken zu veröffentlichen. Dies sollte technisch ein Leichtes sein.

 

Allerdings werden die Initiatoren und Moderatoren beim nächsten Mal wirklich gefordert sein, die Bevölkerung zu Wort kommen zu lassen (siehe Notiz rechte Randspalte vom 19.10.2019). Es wird in gemeinsamer Abstimmung wichtig sein, festzulegen, über welche Punkte man reden will, Meilensteine des Prozesses zu definieren und sich selbst Regeln zu geben. Weiter nur abschließende Worte bei einer abschließenden Zusammenfassung sprechen zu können, oder jetzt gleich zu diskutieren, ob ein Radlständer hier oder dort aufgestellt sein sollte, wird auf Dauer viel zu wenig sein bzw. am Kern der Sache vorbei gehen. Womit wir bei der Moderatorin angelangt sind, die offensichtlich Probleme mit dem Verständnis des Begriffes Evaluierung hatte. Wir hoffen, das war kein schlechtes Omen.

 

Sehr interessant waren die Ausführungen des Referenten Helmut Köll, der die Daten des Landes so interpretierte, wie wir dies seit Jahren ebenfalls tun. Hier gibt es kein Wenn und Aber, sondern die reinen Fakten, die eine mehr als deutliche Sprache sprechen. Bemerkenswert waren Kölls Aussagen, wonach man sich im Ötztal bei der Benützung der Öffis bereits im Spitzenfeld aller Planungsverbände befindet. Auch sei die Mitfahr-Moral bereits relativ hoch und der Anteil der Gäste gering, die selbst mit dem Auto zum Tagesschifahren unterwegs sind. Dass man sich beim "extrem hohen Durchgangsverkehr in Ötz" etwas überlegen müsse, deckte sich auch mit unseren Einschätzungen, kurzum: Der gute Mann, weiß wovon er spricht. Dementsprechend schüttelte Hr. Köll auch nur ungläubig den Kopf, als er im Anschluss an die Veranstaltung mit der Aussage konfrontiert wurde, die Macher der Mobilitätsstudie wollten bis 2030 den Verkehr im Ötztal um 30 % reduzieren. Kölls Ausführungen untermauern, dass bei den Einheimischen wohl nicht die großen Einsparungspotentiale zu erzielen sind. Wenn hier ein paar Prozent herausgequetscht werden können, dann ist alles beisammen   und die hemmen im besten Fall für wenige Jahre den automatischen Zuwachs, der laut Aussagen des Landes bis 2030 bei +30 % liegen würde.

 

Womit wir bei jenem Mann angelangt sind, aus dessen Mund die unrealistischen 30 % ursprünglich gekommen sind: bei Andreas Knapp. Ihn wird unser Bürgermeister noch hundert Mal als "Verkehrsexperten" bezeichnen können, der ehemalige Mitarbeiter des VVT, zuständig für das Erstellen von Fahrplänen, wird dies aber auch zumindest einmal durch einen fundierten Auftritt beweisen müssen. Zwar verstieg er sich diesmal nicht wieder zu dem 30 %-Sager, und er versuchte auch nicht erneut, die Einheimischen als Sündenböcke des Verkehrsproblems darzustellen, allein die alte Leier von E-Mobilität, Carsharing, versperrbare Radboxen usw. ließen erneut den Verdacht einer kompletten Themenverfehlung aufkommen. Zumal seine Patentrezepte nach wie vor aus einem Konzept irgendeiner Großstadt stammen und auch nicht durch das Auffetten mit ein paar Sprichwörtern an Glanz gewinnen.

 

Die nächste Sitzungsrunde wird also bereits weisen, in welche Richtung es weiter gehen wird. Wir werden die Sache im Sinne der leidgeplagten Ötzerinnen und Ötzer mit regem Interesse verfolgen. Drüberfahren war jedenfalls früher.

 

Alexander Wolf

Verkehrsreferent LÖ

(19.10.2019)


Weitere Schritte in Haupt- und Kühtaierstraße

Blitzt neuerdings in beide Richtungen: Der Radarkasten beim Feuerwehrhaus.
Blitzt neuerdings in beide Richtungen: Der Radarkasten beim Feuerwehrhaus.

Die im Rahmen unserer Petition bzgl. Verkehrs-beruhigung angesprochene Maßnahmen in der Kühtaier- und auf der Hauptstraße (südlicher Ortsausgang) wurden in der Zwischenzeit weiter in die Tat umgesetzt. Neu sind nun Hinweise auf der Fahrbahn, neue Leitplanken und ein Spiegel (in der Kühtaierstraße) sowie ein neues Frontradargerät, das beim Feuerwehrhaus auch die Geschwindigkeit der taleinwärts fahrenden Autos erfasst. Damit sollte eine deutliche (Lärm-)Entlastung der dortigen Anrainer einhergehen. In der Kühtaierstraße sind zudem mobile Messungen gemacht worden. Alles in allem ein voller Erfolg unserer Initiative, die zeigt, wie sich Dinge zum Positiven verändern lassen, wenn ein Wille dahinter steckt. (best, 17.10.2019)


Wird das Mikrophon diesmal funktionieren?

Rückblende: Veranstaltung im Saal E(t)z in Sachen Feldring/Schafjoch. Das Mikro der Protagonisten auf der Bühne funktioniert bestens. Das im Saal schlecht oder überhaupt nicht. Erhebt sich die Frage, ob dies am Donnerstag beim Bürger-Forum zum Thema Verkehr auch wieder der Fall sein wird, oder ob diesmal alle gleich gut zu verstehen sein werden?  (LÖ, 15.10.2019)