Hurra-hurra, die Linien sind nun (endlich) da

Die "überfahrbaren" Linien am Schulweg sind da. Und die "Haifischzähne" bei der Kühtaierstraße sind auch schon da. Erstere hatten eine eher lange Vorlaufzeit (hier nachzulesen), Zweitere kamen dafür eher schnell (hier). (best, 12.09.2019)


Die Mobilitätsstudie – einmal etwas anders betrachtet

 

Es ist eigentlich wie immer: Alles nur eine Frage der Interpretation! Nachdem in den letzten Beiträgen immer wieder kritisch über die von den Ötztaler Gemeinden, Tourismusverband und Bergbahnen beauftragte Mobilitätsstudie berichtet wurde, möchte ich hierzu eine andere Sicht der Dinge darlegen. Wenngleich eine externe Sichtweise und eine nicht weniger kritische.


Die besagte Mobilitätsstudie hat auch aufgrund der Presseberichte, die nach der Vorstellung der Studienergebnisse im Ötzer Gemeinderat publik wurden, für viel Diskussion und Gesprächsstoff gesorgt. Insbesondere die Artikel in der TT vom 28.06.2019 und in der Rundschau vom 04.07.2019 (hier nachzulesen).

 

Bei den ganzen Kritiken an der Studienergebnissen bzw. deren Einordnung wird jedoch vergessen, dass die Darstellung in den Medienberichten nur eine mögliche Interpretation ist. Wer für die Schlagzeile verantwortlich ist, erschließt sich mir nicht. Anders als von den Auftraggebern der Studie wohl erhofft/gewünscht, lässt sich aus dieser jedoch auch ganz was anderes herauslesen. Und auch in den weiteren Informationen aus den Artikeln bleiben einige Punkte mehr als fragwürdig. Ohne die Studie und die dahinter liegenden Daten zu kennen, lässt sich jedoch nichts Konkretes belegen oder widerlegen. Es bleibt zu bedenken, dass die Darstellung in den Medienberichten die Sichtweise der Auftraggeber, d.h. Gemeinden des Ötztales, dem Tourismusverband und den Bergbahnen ist, die alle ein starkes Interesse an mehr Gästen verfolgen, was zwangsläufig mehr Verkehr bedeuten würde. Dementsprechend verwundern auch solche Veröffentlichungen nicht schließlich sind diese im Interesse der Studienauftraggeber.

 

Dass die Studienergebnisse bisher unter Verschluss gehalten wurden, lässt einerseits vermuten, dass die erhobenen Daten wahrlich kein gutes Bild abgeben, und hinterlässt andererseits einen fahlen Beigeschmack, da die Studie auch mit Steuergeld finanziert wurde und den Bürgern diese trotzdem vorenthalten wird.

 

Andere Sicht der Dinge

 

Ich denke, die Welle der Empörung aufgrund der Medienberichte ist in die falsche Richtung losgegangen. Wenn man sich die Kernaussage anschaut, nämlich, dass 58 % des Verkehrs hausgemacht sind, dann sind eben 42 % nicht hausgemacht. Das ist so zu verstehen, dass 42 % der in der Studie registrierten KFZ mit nicht-IM-Kennzeichen unterwegs waren. Ob nun Einheimischen zuzuordnen (auch Besuche von Verwandten oder Bekannten) oder Gästen/Touristen lässt sich nicht bestimmen. Faktum ist, dass in anderen Gegenden die ansässige Bevölkerung zu fast 100 % für den dortigen Verkehr verantwortlich sein darf und wir werden für knapp über der Hälfte schon "öffentlich an den Pranger gestellt". Wir sind quasi "selber schuld" und sollen dafür wohl ein schlechtes Gewissen haben. Wir haben ein massives Verkehrsproblem und sind gerade mal etwas über der Hälfte selbst dafür verantwortlich, d.h. doch, fast die Hälfte wird von anderen verursacht. Also auch (oder vielleicht hauptsächlich?) von den Kunden der Studienauftraggeber. Und das werktags unter der Woche, da sind also noch gar keine Samstags-Schichtwechsel dabei!

 

Messungen an Werktagen

 

Dass die Messungen an zwei Werktagen durchgeführt wurden, stößt bei vielen auf Unmut: Denn die größte Belastung der Bürger wurde nicht erfasst, wohl auch im Interesse der Studienauftraggeber. Unser Bürgermeister beschwichtigt und meint, dadurch keine neuen Erkenntnisse dazu zu gewinnen.

 

Die Aussage, dass im vorderen Ötztal 2/3 des Gesamt-Verkehrsaufkommens werktags Pendlerverkehr talauswärts (entsprechend Nachmittag oder Abends wieder taleinwärts) verursachen, lässt sich anhand von Messdaten vom Land Tirol stündliche Daten an der Messstelle Ötz von Jänner bis Ende Mai 2019 jedenfalls in keinster Weise nachvollziehen.

 

Hier wird schnell ersichtlich, dass auch einiges an Verkehr taleinwärts fließt. Die Spitzen in der früh Richtung Haiming und Nachmittags wieder Richtung Sölden sind wohl zum Großteil die besagten Pendler. Allein schon aus dem Bild ist ersichtlich, dass mit der Aussage des Anteiles von 2/3 der Pendler talauswärts (nachmittags wieder taleinwärts) etwas nicht so ganz stimmen kann. Die in den Medien kolportierte Aussage ist somit klar zu widerlegen, was in dieser Grafik deutlich zu ersehen ist:

 

Durchschnittlicher Verkehr je Stunde an einem Werktag, Zeitraum Jänner-Mai 2019. Gelb: Fahrtrichtung Sölden, lila: Fahrtrichtung Haiming. Der Wert bei Stunde 6 sind die durchgefahrenen KFZ zwischen 5 und 6 Uhr. Die Spitze bei 18 sind somit die KFZ zwischen 17 und 18 Uhr.

 

Was bleibt ...

 

Es ist Handlungsbedarf, unsere Bürgervertreter spielen allerdings mit Studienerstellungen auf Zeit. Wofür, darüber kann nur spekuliert werden. Es stehen jedoch die Skigebiets-Zusammenschlüsse Ötz-Kühtai und Gletscher Ötztal-Pitztal im Raum, weiters andere touristische Projekte wie z.B. die Bike-Republic. Alles natürlich mit einer weiteren Verkehrszunahme verbunden aber das bleibt bei der Projektentwicklung außen vor. Drübergefahren wird über uns, den Ötzer Bürgerinnen und Bürgern. Jetzt ist es wirklich an der Zeit für einen ehrlichen Bürgerdialog zum Thema Verkehr und der weiteren Entwicklung!

 

Allen Ötzerinnen und Ötzern lege ich diese Petition ans Herz.

 

DI Jürgen Handl, Ötz

(22.08.2019)

 

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2019-08-19_Interpretation_Verkehrsstudie
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Frage an die Ötzerinnen und Ötzer: Verkehr, was meint ihr?

 

Werte Ötzerin, werter Ötzer, liebe Leserin dieser Seite, lieber Leser!

 

Ich darf mich kurz vorstellen: Mein Name ist Alexander Wolf, ich bin 49 Jahre alt, Ötzer, verheiratet, habe ein Kind und beschäftige mich bereits des Längeren mit dem Thema Verkehr. Beruflich bin ich als Leiter der TSSU, der TIROLER STRASSE-SCHIENE-Umschlaggmbh, tätig, also auch mit der Mobilität befasst. Wer mein Antlitz nicht kennt, ich schaue so aus:

 

 

Warum ihr heute mein Gesicht seht, hat einen Grund und zwar möchte ich euch gerne etwas fragen.

 

Die Geschichte ist die: Einerseits sieht man, dass Petitionen wie die gegen "Feldring/Schafjoch" (von Gerd Estermann) oder die von Lebenswertes Ötz zur "Verbesserung der Verkehrssituation an der Kühtaier- und Hauptstraße am südlichen Ortsausgang" (von Bernhard Stecher) durchaus etwas bringen. Andererseits sind sie natürlich mit einigem Aufwand und sicherlich auch mit einigem Ärger verbunden. Kurzum: So eine Sache muss es einem auch wert sein und sie sollte für viele von Nutzen sein, nicht nur für einen persönlich.

 

Selbst ringe ich derzeit mit mir und dem Gedanken, mich noch mehr als bisher der Aufgabe "Verkehr in Ötz" zu widmen. Dazu sind die Nachrichten, die ich momentan erhalte, zu beunruhigend. Dies vor allem auch, wenn man sich die Geschichte der Ötzer Verkehrsdiskussion ein wenig genauer anschaut. Gerade alte Unterlagen sind da sehr aufschlussreich. 

 

25 Jahre alte Aufzeichnungen vermitteln gut ein Bild der (Fehl-)Entwicklung in Sachen Ötzer und Ötztaler Verkehr.
25 Jahre alte Aufzeichnungen vermitteln gut ein Bild der (Fehl-)Entwicklung in Sachen Ötzer und Ötztaler Verkehr.

 

Bereits im Jahr 1994 hat es im Ötztal eine Verkehrsgruppe gegeben mit dem heute bekannten Sölder Blogger Markus Wilhelm und von Ötzer Seite mit Katrin Amprosi, Theo Wilhelm und Siegfried Seelos. Die Tiroler Tageszeitung titelte "Vorderötztaler wehren sich gegen die Blechlawine Richtung Sölden".

 

Heute, ein Vierteljahrhundert später, fragt man sich endgültig, wie es weitergehen soll. Und genau das ist jetzt auch der springende Punkt, denn bereits in den alten Studien ist schwarz auf weiß zu lesen:

 

 

 

Vor 25 Jahren bereits erkannt: Der Tourismus macht den meisten Verkehr, die Tourismusbranche wäre demnach am meisten gefordert. Heute sollen jedoch die Einheimischen Schuld in der Misere sein!

 

 

Weil viele Jahre untätig oder aktuell mit schlechtem Gewissen versehen, präsentieren uns unsere Macher heute Studien, die zeigen sollen wie "hausgemacht" der Verkehr ist ("Masterplan"). Wir Einheimischen sollten also Schuld an der Misere sind.

 

  • Was meint ihr: Ist das eine ehrliche Herangehensweise? Sollen wir uns so etwas gefallen lassen? Weiter still sein und sehenden Auges ins Verderben rennen?
  • Macht es Sinn, sich vermehrt für die Ötzer Belange in Sachen Verkehr einzusetzen?
  • Kann man überhaupt etwas ändern?
  • Sind wir nicht endgültig an einem Punkt angelangt, der bereits genügend Belastung mit sich bringt? Können wir noch mehr ,schlucken´?
  • Braucht es vielleicht ein mutigeres Auftreten gegen die Begehrlichkeiten aus dem Hintertal?

 

Auf diese und ähnliche Fragen hätte ich gerne eure Meinung gehört, kurzum, mich würde interessieren, wie ihr das Thema Verkehr in Ötz oder im Ötztal seht.

 

Ich bitte um eure Meinung und um eine kurze Zuschrift per Mail unter alex@dynamoetz.at

 

Eure Zuschriften werden weder namentlich noch anonymisiert veröffentlicht. Dafür garantiere ich. Sie dienen ausschließlich meiner persönlichen Meinungsbildung und bleiben unter Verschluss. Dafür, dass ihr euch einige Minuten Zeit nehmt, bedanke ich mich bereits im Voraus recht herzlich.

 

Bitte schreibt mir, wenn euch das Verkehrsthema ebenfalls am Herzen liegt! Danke!

 

Euer Alexander Wolf

Ötz, 12.08.2019


Was uns beim Thema Verkehr so alles vorgeplauscht wird

 

Sie reden gerade so, wie sie es brauchen. Und braucht es einmal eine Studie, auch kein Problem: Dann bestellt man sich halt eine. Blöd ist nur, wenn die eine dann genau das Gegenteil von dem erzählt, was man vorher selbst groß in die Welt hinausposaunt hat.

 

Ein Beispiel:
Verkehrsaufkommen in Ötz im Jahr 2030. Die unlängst präsentierte, grandiose "Mobilitätsstudie" ("Masterplan") verspricht uns eine Verkehrsreduktion von 30 % innerhalb von zehn Jahren. (Klicken zum Vergrößern!)

 

 

 

 

(Kronen Zeitung, 19.06.2019)

 

 

Wahr ist vielmehr, wie wir alle wissen, dass der Verkehr nicht abnehmen, sondern zunehmen wird: Das Land Tirol spricht in seinen Prognosen davon, dass wir 2030 um 30 Prozent mehr Verkehr haben werden als heute. Sogar die "Verkehrsstudie" für den geplanten Gletscherzusammenschluss Ötztal-Pitztal gibt in den bislang noch geheimen Einreichunterlagen Folgendes zu:

 

 

 

In der "Nullvariante", also wenn die Gletscherehe nicht (!) käme, hätten wir in Ötz im Jahr 2030 um 23 % mehr Verkehr als 2016. Das wäre dann zwar um 7 % weniger als dies das Land voraussagt, aber immerhin. (Siehe dazu auch den Beitrag vom 10.08. weiter unten)

 

Zwischen einer vorgegaukelten Reduktion von 30 % und einer Zunahme um 30 % (23 %), hat eine Menge platz: Das ist ein Riesenunterschied von 60 %, mit dem man da jongliert. Und dabei haben beide "Studien" dieselben Auftraggeber, nämlich die Bergbahnen! Der Unterschied: Das erste Mal will man die Bevölkerung ruhig stellen, einlulln. Deshalb verspricht man eine Verringerung des Verkehrs um satte 30 %. Wohlweislich, dass dies illusorisch ist. Das andere Mal kommt man nicht umhin, zumindest halbwegs die Realität abzubilden (+ 23 %). Dazu gesteht man schwarz auf weiß ein, dass das "äußere Ötztal im Ist-Zustand über der Anwendungsgrenze liegt". Oder genauer, dass dies bereits im Jahr 2016 längst der Fall war, weil die bestehende Kapazität lediglich auf 10.000 KFZ/d ausgelegt ist:

 

 

 

(JDTV = "Jährlich durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke“, das ist jene Gesamtverkehrsmenge, welche an einem definierten Querschnitt einer Straße als Tagesdurchschnitt eines ganzen Jahres errechnet wird; "Tagesdurchschnitt")

 

Es braucht also gar kein neues Schigebiet, dass Ötz überlastet ist. Dezidiert wird in den Einreichunterlagen für die Gletscherehe Ötztal-Pitztal auch angeführt, wer der Hauptverursacher der "Spitzentage" ist: Natürlich "der Reiseverkehr der Urlauber, der sich mit dem Schifahrerverkehr in Richtung Schigebiet überlagert." Das ist genau das, was wir schon lange wussten. Aber hier steht es wenigstens, während die neue "Mobilitätsstudie", dieser hintertückische "Masterplan", uns weismachen will, dass der Verkehr "hausgemacht ist" und zu 58 % von den Einheimischen verursacht wird.

 

Auch in der "Spitzenstunde", also im Maximalverkehr, haben wir in Ötz "bereits im Ist-Zustand" längst "die schlechteste Qualitätsstufe ,F´erreicht":

 

 

 

 

Weiters sprechen die Projektwerber von Ötztal-Pitztal in ihren eigenen Unterlagen davon, dass sie sich durch den Gletscherzusammenschluss 15 % mehr Gäste als bisher erwarten. Welche Auswirkungen das auf das ohnehin bereits überlastete Ötzer Verkehrsgeschehen hat, kann sich jede(r) selbst ausmalen.

 

Bleibt die Frage, wie lange wir Ötzerinnen und Ötzer uns noch ein derartiges Drüberfahren und Verarschen gefallen lassen? Sind wir im Tal eigentlich bereits zu Menschen zweiter Klasse geworden, die unter tatkräftiger Mithilfe und dem Wegschauen der eigenen Dorfregierung (14/15 Bürgerliste) einfach alles über uns ergehen lassen müssen?

 

(alwo, 08.08.2019)


Sölder Bergbahnen: Wie wäre es denn eigentlich, wenn ... ?

 

Nachdem die neue "Mobilitätsstrategie" mit ihren vorgegaukelten 30 % eigentlich bereits eingemottet werden kann, noch ehe sie auch in anderen Gemeinderäten wie dem Ötzer präsentiert wird hier ein anderer Vorschlag: Wie wäre es denn eigentlich, wenn sich die (Sölder) Bergbahnen, die bekanntlich über das nötige Kleingeld dafür verfügen, Gedanken über eine wirklich vernünftige Verkehrslösung im Tal machen würden? Wie wäre es, wenn die "schnellste und längste Bahn der Welt" (40 km/h +) in die Tat umgesetzt werden könnte und man in einer dreiviertel Stunde umweltfreundlich von Ötztal-Bhf nach Sölden käme? Das wäre doch endlich einmal etwas wirklich Innovatives und Nachhaltiges! (best, 14.08.2019)


Wie die Bürger in Ötz "verschaukelt" werden ...

(LÖ, 13.08.2019)


Was in Berlin nicht geht, soll bei uns funktionieren

 

Kaum ein Tag, an dem nicht offensichtlich wird, wie uns die Macher des Verkehrs-"Masterplans" das Blaue vom Himmel herunter vorschwafeln. Jüngster Beweis: Eine Studie, die klarstellt, dass Carsahring nicht einmal in einer Großstadt wie Berlin funktioniert. Bei uns im Ötztal soll es aber u.a. für eine Verkehrsreduktion von 30 % bis zum Jahr 2030 sorgen. Wer´s glaubt, wird selig. (LÖ, 11.08.2019)


Projektunterlagen lösen "Oet"-Verkehrsproblem

 

Was regen wir uns eigentlich über den Verkehr in Ötz auf! Wird doch alles gut! Zumindest nach den Versprechungen der Projektunterlagenersteller für Ötztal-Pitztal, denn 2030 haben wir nur mehr 1,23 Prozent (%) des jetzigen Verkehrsaufkommens!

 

 

Der Ausdruck "1,23 %" ist natürlich vollkommener Schwachsinn. Wie jeder weiß, würde dies den Wert "0,0123" bedeuten. Weil aber die Referenzzahl für das Jahr 2016 mit "1,0000" (= 100 %) festgesetzt worden war, brächte dies eine durchaus beachtliche Reduktion um fast 81 % mit sich.

 

So viel zur Seriosität der Unterlagenersteller für Ötztal-Pitztal. Aber gut, was will man von denen auch erwarten, wenn die auf der Landkarte nicht einmal jenen Ort richtig wiedergeben können, über dessen Verkehrsprobleme sie so fetzgscheid sein wollen. Ebenfalls aus den durch und durch seriösen Weißwaschseiten:

 

 

Fassen wir zusammen: "Oet" hat 2030 nicht das geringste Verkehrsproblem! Ist aber dafür in 11 Jahren sozusagen ausgestorben. Wohl deshalb hat man auch einen Buchstaben weggelassen, da der Ort gschrumpft sein wird. Darüber hinaus fragt man sich, wozu es eigentlich noch gefakte "Masterpläne" ("Mobilitätsstrategien") braucht? Es genügt doch bereits das Vorhandene! Das sagt wirklich alles. Zumindest, wie man uns für dumm verkaufen will. (LÖ, 10.08.2019)


Zwei Nachbarorte: So nah und doch bei den Ideen so fern

 

Während dort Ideen geboren werden, der Ortskern belebt und trotz weniger Verkehr als bei uns eine Begegnungszone ins Auge gefasst wird, steckt man hierzuorte lieber den Kopf in den Sand, redet davon, dass man keine Umfahrung brauche und lässt gefakte Mobilitätsstudien erstellen, bei denen die Samstage einfach ausgeklammert werden. Wenn uns das in Ötz nur nicht bald noch mehr auf den Kopf fällt als es dies ohnehin bereits tut. (LÖ, 06.08.2019)

 


Eine Postkarte an den Landesvater Günther

 

Der Alpenverein hat eine Postkartenaktion aufgelegt. Ötzerinnen und Ötzer, die sich daran beteiligen, können, wenn sie wollen, einen Hinweis auf das Verkehrsproblem dazuschreiben. Landesvater Günther hat das Thema eh zur Chefsache erklärt. (best, 06.08.2019)


Schon wieder so ein Tag ohne ein Verkehrsproblem

 

"Wir haben bis dato noch kein Verkehrsproblem.

So viel möchte ich fezthalten."

 

(c) Bgm. Hansjörg Falkner

 

(LÖ, 06.08.2019)


Unterstützung für Petition in der Kühtaierstraße

 

Obwohl eigentlich nicht unbedingt in dieser Form notwendig, hat sich eine Anwohnerin der Kühtaierstraße trotzdem unserer Initiative angeschlossen und zur Verbesserung der Einsicht in die Greith-Kurve ihre Hecke nicht nur zurückgeschnitten, sondern komplett entfernen lassen. Herzlichen Dank für diese Form der Unterstützung! (LÖ, 03.08.2019)


Postkartenaktion des AV zu Ötztal-Pitztal

 

Der Alpenverein hat eine Postkartenaktion zur geplanten "Gletscherehe" ins Leben gerufen. Wer will, kann sich hier gerne daran beteiligen.

 

Der Standpunkt von Lebenswertes Ötz zu dem möglichen Großprojekt Ötztal-Pitztal: Ganz unabhängig von der Sinnhaftigkeit des Vorhabens sind endlich auch einmal die Interessen unseres Ortes sowie der verkehrsgeplagten Bevölkerung zu berücksichtigen! Und diese liegen in Ötz unzweifelhaft bei einer Reduktion und nicht in einer Erhöhung der bereits übergebührlichen Verkehrsbelastung. Deshalb sagen wir: Schluss mit Drüberfahren und gefakten Mobilitätsstudien! (LÖ, 31.07.2019)


Begehung in Kühtaier- und Hauptstraße macht Hoffnung

 

Nach dem Nachmalen des 50-er Zeichens innerhalb weniger Tage machte auch die heutige Begehung in der Kühtaier- und der Hauptstraße weitere Hoffnung auf Verbesserungen. So versprach der Leiter des BBA Imst, Günter Heppke, beim Übergang von der linken Seite (des Kühtaierstraße-Gehsteiges) auf die rechte Seite zum Örlachweg "Haifischzähne" auf die Fahrbahn aufzumalen. Dazu werden Fußgängertafeln aufgestellt und ein Spiegel, der von der Gemeinde Ötz finanziert wird, wie Bürgermeister Hansjörg Falkner versprach. Ähnliches wird zur Sicherheit der Ötzerinnen und Ötzer auch in der bis dato unübersichtlichen Greith-Kurve gemacht, wo zusätzlich sichtbehindernde Büsche und Sträucher in der Innenseite der gefährlichen Kurve entfernt werden.

 

Bzgl. einer ständigen Radarkasteneinrichtung sicherte Hofrat Heppke seine wohlwollende Intervention bei der BH Imst zu: Er wolle seinen Einfluss geltend machen, versicherte der Leiter des Bauzirksamtes, und nachdem dort mit Andreas Nagele ein ehemaliger Ötzer als Ansprechperson sitzt, stehen die Chancen durchaus nicht schlecht. Lebenswertes Ötz hat jedenfalls damit argumentiert, dass die Anwohner der Hahntennjochstraße in Imst ein Radarmessgerät erhalten hätten und die Ötzerinnen und Ötzer wohl nicht Menschen zweiter Klasse sein dürften. Zumal hier der Verkehr über das Jahr gesehen sicherlich höher ist als in der Bezirksstadt.

 

Bleibt die Schwachstelle beim Übergang vom Feuerwehrhaus zum Brandachweg und auch dort scheint sich abseits des bereits ins Auge gefassten neuen Radarkastens (der dann in beide Richtungen messen wird) eine Verbesserung abzuzeichnen! Die ehemals weiter südlich geplante Unterführung wird jedenfalls weiter Richtung Norden verlegt. Das sagte Bgm. Falkner. Damit wird schon einmal eine Entflechtung des Rad- und Gehverkehrs bewerkstelligt. HR Heppke will sich aber auch noch der Fußgänger annehmen und ev. wie vorhin beschrieben mit "Haifischzähnen" und Tafeln arbeiten. Dazu wolle er sich aber noch mit anderen abstimmen. Somit wurde die von mehr als 80 Anwohnern der Kühtaierstraße und Umgebung unterzeichnete Petition zu einem vollen Erfolg. Mit der Umsetzung der BBA-Maßnahmen ist bereits innerhalb eines Monats zu rechnen. HR Heppke sagte, er sei jetzt zwei Wochen auf Urlaub, danach wolle er die Ötzer Interessen aber gleich wahrnehmen und realisieren.

 

Warum "Haifischzähne" und kein Zebrastreifen?

 

Zebrastreifen müssen eine bestimmte Entfernung voneinander aufweisen und dürfen in keinen Kurven errichtet werden. "Haifischzähne" sind die erste Ersatzmaßnahme, weisen keine rechtlich verbindlichen Folgen auf, signalisieren jedoch deutlich, dass hier Auto-, Motorrad, LKW- und andere Fahrer aufmerksam sein müssen. Mehr war also nicht machbar. Wir von sind mit der Entwicklung und den erzielten Ergebnissen der Petition bisher sehr, sehr zufrieden.

 

Lebenswertes Ötz Wir bringen`s!

 

(best, 29.07.2019)

 

Ps. Warum es unter anderem in der Kühtaierstraße dringend Maßnahmen braucht: