Hier finden sich Beiträge über das Thema Verkehr. Für ältere Einträge bitte im obigen Untermenue navigieren!


Ötztal Tourismus: Freude am Fahren. Ötz: Verkehrs-Hotspot

 

Der Ötztal Tourismus stellt in Ambach seit Jahren einen jeweils fetten Verbrenner seines Partners BMW aus. So wie eine Relique und daher in einer Glasvitrine.

 

Der bayrische Autohersteller führt, ganz dem Zeitgeist entsprechend, am Gletscher Testtage durch und beliefert die Ötztaler Partner mit seinen protzigsten Modellen zu Sonderkonditionen.

 

Gleichzeitig betont der TVB, wie sehr er sich um die Mobilitätsprobleme des Tales kümmern würde. 

 

Alles in allem natürlich äußerst glaubhaft, das gesamte Konstrukt: Voll passend zur Ankündigung, die "Gletscherehe" Ötztal-Pitztal sei "die Versicherung gegen den Klima-wandel"* sowie der Verwendung von gefakten Fotos vom 1. Ötzer Mobilitätsabend für ein Propagandamagazin.

 

Werte Touristiker: Sagt, geht´s eigentlich schon noch?

 

(alwo, 31.12.2019)

 

 

*

Gegen das Klima und seinen Wandl
hilft lei oans:
noch ein höheres Seilbahnl. -

 

(Markus Koschuh/PISTE DU DEPPERT )

 

 

Ötztal Tourismus Freude am Fahren. Durch den Verkehrs-Hotspot in Ötz zum Hotspot der Alpen nach Sölden!

 


Wenn die Bevölkerung entscheiden soll(te)

Sowohl die Projektwerber als auch Wirtschafts-funktionäre und Politiker reden davon, dass die Bevölkerung des Ötz- und des Pitztales den "Gletscherzusammenschluss" möchte. Unbedingt. Sie würde geradezu danach lechzen. Gut, das kann durchaus sein. Das kann aber genausogut auch nicht sein.

 

Als der eigentlichen Sache neutral gegenüber-stehend und nur die negativen Auswirkungen auf unsere Heimatgemeinde kritisierend, regen wir von Lebenswertes Ötz daher an, eine Volksbefragung zu machen. Dann wissen wir es. Alle. Und müssen nicht mehr länger darüber mutmaßen.

(best, 22.11.2019) 


Fake News-Jammerer verbreiten Fake News

Irgendwie ist es schon lustig: Da jammern die Projektwerber von Ötztal-Pitztal, welch´ Fake News die Gegner doch so verbreiten würden! Und sie? Unsere Säubermänner? Verschicken Magazine, in denen Lifte fehlen. Veröffentlichen Bilder von Szenen, die so nie stattgefunden haben. Montieren laienhaft Fotos in andere. Dermaßen verwundert auch die dazugehörige Bildunterschrift schon gar nicht mehr: "Das gesamte Tal arbeitet an Lösungen zur Verkehrsentlastung." Eh klar! Wir, die wir uns Sorgen um unseren Lebensraum machen, werden das Ruder für das neue Gletscherschigebiet schon herumreißen: Alles andere wären Fake News, 100 Pro! (LÖ, 25.11.2019)


Der Blödsinn des Joachim findet keinen Anklang

Wüsste man es nicht besser, nämlich, dass ein Ötzer Altbürgermeister Jochl Grießer heißt, so könnte man sich irren: Man könnte glatt meinen, der Kommentar eines gewissen "Joachim Griesser" zu diesem TT-Artikel (nach dem Klicken nach unten scrollen) entstammt der Feder des Erstgenannten.

 

Warum man dies vermuten könnte? Nun, die Zeilen, die hier abgesetzt wurden, sind eindeutig zu untergriffig. Wem sonst, bitte, außer unserem Altbekannten, würde einfallen, die Mär, wonach die Petitionsbetreiber gegen die "Gletscherehe" die Falschmeldung von der Gipfelsprengung in die Welt gesetzt hätten, mit Genuss am Leben zu erhalten? Selbst, wenn längst das Gegenteil bewiesen ist. Wer würde sonst den Petitionsbetreibern unterstellen, sie würden von der "Sprenung eines ganzen Gletschers" sprechen? Nein, dieser üble, längst in allen Facetten bekannte, Stil klingt einzig und allein nach Jochl.

 

Gut daher, dass hier ein "Joachim" versucht hat, sein wirres Gedankenkonstrukt unter die Leute zu bringen. Sonst müsste man sich glatt Sorgen machen. Wenn nämlich jemand eine demokra-tische Willensbekundung, wie eine Petition, als einen Akt, "der-jedes-ehrliche-Bemühen-um-eine-sachliche-Diskussion-von-vorneherein-zu-Grabe-trägt" bezeichnet, nocha fahlt´s nit lei a bissele, sondern grob. Und wer meint, die Bevölkerung solle gefälligst den Mund halten, bis heimlich einge-reichte Projekte genehmigt sind, denn sonst können die "Anliegen überhaupt nicht sachlich und objektiv diskutiert werden", dem kann eigentlich nur ein Grundkurs in halbwegs moderner politischer Bildung empfohlen werden.

 

Die Leser des TT-Kommentars haben den Schwachsinn, der hier abgesondert wurde, freilich längst durchschaut. Und so hat der "Joachim" bis dato keine einzige Zustimmung erhalten, was an einem längeren roten Balken ohne grünem Widerpart bei der Bewertung seines Kommentars abgelesen werden kann. Auch so kann man sich selbst grandios ins Abseits stellen. Gratuliere, "Joachim"! (best, 29.11.2019)


Verkehr: Die ÖtzerInnen haben die Schnauze voll

(LÖ, 01.12.2019)


Thema Verkehr: Wenn sich die Bevölkerung selbst hilft

 

Das haben unsere Dorfpolitiker jetzt davon! Weil sie jahrelang den Kopf in den Sand gesteckt und/oder absichtlich auf die Seite geschaut haben, hat sich die Bevölkerung selbst auf die Hinterfüße gestellt. So kam es zu kleineren Petitionen (Kühtaierstraße und südliche Hauptstraße), aber auch zu einer größeren, mit mittlerweile mehr als 600 Unterstützern, die Mehrzahl aus Ötz.

 

Auch wurde unsere Gemeinde längst mit privaten Luftmesssgeräten bestückt, welche ihre Daten sogar ins Internet einspeisen. Somit ist Ötz mittlerweile zur diesbezüglich am besten dokumentierte Gemeinde des Landes geworden.

 

Folgendes Bildmaterial stammt von einer Exkursion der Messgruppe Lebenswertes Ötz zur amtlichen Messstelle des Landes Tirol in der Imster Au. Dort konnten wir aus dem Munde von wirklichen Experten allerhand Wissenswertes erfahren und unsere Geräte auch einem Eichtest unterziehen. So viel sei bereits verraten sie stimmen:

 

(LÖ, 21.11.2019)


Passiert gerade Historisches? Arsch auf Grundeis?

Sind wir gerade Zeitzeugen von etwas Epochalem? Tut sich Außergewöhnliches? Die Indizien sprechen jedenfalls dafür. Denn plötzlich verschicken ausgerechnet die, welche früher niemals über "ungelegte Eier" reden wollten, also unsere Bergbahnen- und Tourismusbosse, Aussendungen für das ganze Land. Grund dafür könnten Berichte wie dieser links oben der renommierten Süddeutschen Zeitung sein, einem der Leitmedien unseres Nachbarlandes. Solche Zeilen tun unseren Machern vermutlich furchtbar weh.

 

Als Beobachter ist man in einer komfortablen Lage. Man kann sich die Pro- und Contra-Argumente in aller Ruhe anhören und daraus sein eigenes Bild ableiten. Man kann auch Zwischenfazite ziehen, und wenn man dies tut, dann muss man zum derzeitigen Stand der Dinge eines unbedingt festhalten: Die Zeit des Mauschelns im stillen Kämmerchen ist vorbei!

 

Mittlerweile ziehen Themen wie das neue Gletscherschigebiet, das zwischen dem Ötz- und dem Pitztal entstehen soll, weite Kreise. Und zwar bevor noch überhaupt verhandelt wird. Vorsicht!, sagt hier der neutrale Beobachter, denn wenn die Stimmung bereits derart am Kochen ist man lese nur die Kommentare unterhalb von diversen Presseberichten – , dann könnte nach Flug- und anderen -Schamaktionen eines nicht allzu fernen Tages auch leicht so etwas wie #soeldenscham entstehen. Dann könnte ein erboster Leser eine Lawine ungeheuten Ausmaßes lostreten, sei es auf Twitter oder sonst wo, indem er zu einem Boykott einer ganzen Urlaubsregion aufruft.

 

Es ist daher eine höchst gefährliche Gratwanderung, auf der sich unsere Seilbahner und Touristiker derzeit bewegen. Sie birgt genügend Sprengkraft, selbst, wenn dabei kein Hauptgipfel in die Luft fliegt. (best, 24.11.2019)


Verkehr: Was würden da die Zillertaler tun? – Was tun sie?

 

Eines der beliebten Totschlagargumente einer jeglichen Ötzer Verkehrsdiskussion war bisher immer der Spruch: "Was täten da die Zillertaler!" Damit entledigte man sich rasch eines unliebsamen Nachdenkprozesses. Im folgenden Gastbeitrag führt DI Jürgen Handl diesen Ansatz ad absurdum. Er zeigt, wie inhaltsleer derartige Aussagen sind und dass die Zillertaler zwar 2,5-mal mehr Bevölkerung haben und 75 % mehr Nächtigungen aber "nur" 35 % mehr Verkehr.

 

Welcher Ötztaler lässt sich schon gerne mit einem Zillertaler vergleichen und umgekehrt? Auf den Verkehr bezogen gibt es bezüglich der Situation in Ötz immer wieder Aussagen wie z.B. "Wir hier in Ötz jammern, was sollten da die Zillertaler sagen?" Allerdings werden da Äpfel mit Birnen verglichen. Es gibt viele Gründe, warum man die Verkehrssituation nicht vergleichen kann. Im folgenden werden die Messtellen Ötz und Brettfalltunnel betrachtet, beide liegen am Eingang des Tales.

 

An der Messstelle Ötz werden auch die Fahrzeuge von/nach Sautens, Ambach, Ebene und Brunau miterfasst, die allerdings nicht durch Ötz fahren. Dafür fehlen die Fahrten von Sautens nach Ötz oder weiter hinein ins Tal, der innerörtliche Verkehr oder der aus dem Nedertal bzw. hinterem Tal nach Ötz und wieder zurück. Im Zillertal fehlen hingegen die Gemeinden Strass (836 Einwohner) und Bruck (1.098 Einwohner), da diese (vermutlich) nicht durch den Brettfalltunnel fahren.

 

Des weiteren: Müssen wir uns wirklich mit dem negativen Spitzenreiter vergleichen? Schon klar, dass manche Ötzer sich gerne an der Spitze sehen, aber ausgerechnet beim Verkehr? Muss das wirklich sein???

 

Einwohner

 

Das Zillertal hat mehr als doppelt so viele Einwohner als das Ötztal (genau genommen 2,46 mal so viel). Quellen: Planungsverband Ötztal und Planungsverband Zillertal, Stand 2017.

 

Pendler

 

Wie aus den Daten von den Planungsverbänden (PV) herauszulesen ist, hat der PV Ötztal etwa halb so viele Gemeinde-Einpendler, davon aber etwa gleich viele, die von außerhalb des Planungsverbandes kommen. Heißt übersetzt: 46,6 % der Gemeinde-Einpendler kommen von außerhalb des PV (weiter entfernt als Gemeinde Haiming oder Roppen), im Zillertal sind es hingegen 26 %. Bei den Gemeinde-Auspendlern haben wir im Ötztal 61 % die aus dem Planungsverband auspendeln, im Zillertal 38,3 %. Dies zeigt, dass das Ötztal einen im Verhältnis zur Bevölkerung deutlich höheren Anteil an Pendlern hat. Wenn man die Aus- und Einpendler im Ötztal zusammenzählt, kommt man auf 5.894 Pendler. Einmal hin und einmal retour ergibt das 11.788 Fahrten. Wie viele davon Haiming und Roppen betreffen (also nicht über die Messstelle fahren) und wie viele davon mit den öffentlichen Verkehrsmittel fahren, bleibt offen. Eines ist klar, auch bei den Pendlern muss man mit Maßnahmen ansetzen.

 

Tourismus

 

Bekanntermaßen sind beide Täler sehr stark touristisch ausgeprägt. Das sieht man auch daran, dass das Ötztal im Winter etwa 3/4 aller Nächtigungen im Bezirk Imst vorzuweisen hat (Achtung, Kühtai gehört NICHT zum PV Ötztal). Das Zillertal liegt nochmal höher, bei einem Anteil von ca. 85 % aller Nächtigungen im Winter im Bezirk Schwaz. Die Transportkapazität der Seilbahnen im Zillertal ist beinahe doppelt so groß wie im Ötztal.

 

Im Vergleich zum Winter (100%) haben die Zillertaler mit 67,4 % eine deutlich höhere Zahl an Nächtigungen im Sommer. Da hinken die Ötztaler mit 42,1% Nächtigungen im Sommer bezogen auf Nächtigungen im Winter deutlich hinterher. Natürlich wollen die Ötztaler nach vielen Jahren der Fokussierung auf den Wintertourismus auch den Sommertourismus stärken. Schaut man sich die Verkehrszahlen an, so müssten da aber die Alarmglocken läuten. Der August ist heute schon der stärkste Verkehrsmonat des Jahres mit im Monatsmittel über 16.000 KFZ/Tag. Im Winter sind insbesondere die An- und Abreisezeiten das größte verkehrstechnische Problem, im Sommer sind diese zwar anderwertig und gleichmäßiger verteilt, das ergibt aber die Situation, dass jeden Tag unter Tags zu jeder Stunde deutlich mehr Verkehr ist. Steigern die Ötztaler ihren Sommertourismus weiter, stehen dann die Pendler bei der Heimfahrt täglich im Stau? Aus heutiger Sicht scheint das zu befürchten sein.

 

Was hieße das nun bei der kolportierten Nächtigungszunahme um 15 % durch einen Zusammenschluss Ötztal-Pitztal? Deutliche Auswirkungen auf die Verkehrsbelastung, insbesondere zu den Spitzenzeiten. Die Tourismus-unabhängingen Pendler werden nicht mehr und nicht weniger trotz mehr Nächtigungen. Mit zusätzlichen Nächtigungen steigt aber der An- und Abreiseverkehr, touristische Verkehr (Besuche, Aktivitäten, ... ), Pendler die im Tourismus tätig sind, Werksverkehr (Baustellen touristischer Natur, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten) und Lieferantenverkehr. Und jetzt denke man einmal an die bereits jetzt vorhandenen Stauzeiten in Ötz …

 

Setzt man die Nächtigungen (Winter und Sommer) ins Verhältnis zum Gesamtverkehr, so sehen wir, dass im Ötztal auf jede Nächtigung 1,24 KFZ-Fahrten anfallen, im Zillertal sind es 0,96 KFZ-Fahrten. Sind die Zillertaler bez. Verkehr und Nächtigungen effizienter? Diese Frage sei einfach mal so stehen gelassen.

 

Erfreulich für den Ötztaler Tourismus ergeben sich pro Einwohner im Ötztal 275,4 Nächtigungen, im Zillertal hingegen ’nur’ 186,6. Was aber auf der anderen Seite heißt, die Belastung pro Einwohner durch den Tourismus ist im Ötztal deutlich größer. Wie viel mehr vertragen die Bewohner?

 

Bahn

 

Durch das Zillertal verläuft eine Eisenbahnstrecke (Schmalspurbahn). Mit dieser kommt man ganz bequem direkt zum Bahnhof Jenbach. Ob und wie viele Touristen mit der Bahn anreisen oder von Pendlern genutzt wird ist aus den Daten nicht zu entnehmen. Nachdem die Deutsche Bahn ja nicht gerade mit Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit punktet, werden wohl maximal Gäste aus München mit der Bahn anreisen. In Zukunft soll die Bahn schadstofffrei betrieben werden (Wasserstoffantrieb). Im Jahr 2018 wurden 2,9 Mio Fahrgäste transportiert, gegenüber 2017 ein Plus von 16 % (Quelle: www.zillertalbahn.at).

 

Übersicht über die Verkehrssituation

 

Da die Gesamtjahresdaten für 2018 noch (immer) nicht vorliegen, muss ich auf die Jahresdaten von 2017 zurückgreifen, abgerufen von der Seite des Landes Tirol.

Für das Gesamtjahr 2017 ergeben sich für das Ötztal 5,1 Mio KFZ, für das Zillertal 6,9 Mio KFZ.

 

Auch zu sehen ist, dass durch das Zillertal aufgrund Betriebe/Industrie (z.B. Erlebnissennerei Zillertal, Zillertal Bier, Wetscher, Binderholz, Empl, AL-KO, … ) mehr als doppelt so viele LKW fahren als durchs Ötztal. Das sind aber auch viele Arbeitsplätze für Einheimische, was das Aus-/Einpendeln reduziert.

 

 Was bleibt ...

 

Das Zillertal ist sowohl von der Bevölkerung als auch im Tourismus dem Ötztal deutlich überlegen, natürlich auch bezüglich Verkehr. Letzteres zeigt sich allerdings nur Ansatzweise - ca. 2,5 mal mehr Bevölkerung, 74,4 % mehr Nächtigungen aber nur 35 % mehr Verkehr als im Ötztal. Dass auch die Situation für die Zillertaler nicht rosig ist, steht außer Frage.


Anstatt die Ötztaler immer nur beruhigen zu wollen, quasi wir haben es verkehrsmäßig besser als die Zillertaler, sollte man sich eher die Frage stellen: Was machen die Zillertaler besser?

 

Wo die Zillertaler auch (bei weitem) überlegen sind: die Unterstützung der Bevölkerung durch die Gemeindeführung. Im Zillertal wird versucht die Bevölkerung vom Verkehr zu schützen, es gibt schon lange Umfahrungen bzw. die bestehenden werden noch weiter ausgebaut (siehe Bsp. Fügen). Im Ötztal wird beschwichtigt, bis sich die dicksten Balken biegen noch im März 2019 wurde in einem ORF-Fernsehbeitrag (’Thema’ zu Skigebietserweiterung Feldring) vom Ötzer Bürgermeister behauptet ’Wir haben noch kein Verkehrsproblem, soviel möchte ich festhalten.’

 

Ungehindert bahnt sich derweil der Verkehr durch unseren Ortskern, ohne Rücksicht auf (Lebensqualitäts-)Verluste (insbesondere durch Verkehrslärm). Wenn nicht einmal ein Problem gesehen wird, wie soll es dann Lösungen geben???


DI Jürgen Handl

(26.11.2019)

 

Die folgenden beiden Tabellen zeigen die Messstelle Ötz (oben) und die Messstelle Brettfalltunnel (unten):

 

 

Zum Download: Die Langversion

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2019-11-24_Vergleich_mit_Zillertal_Verke
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Ötzer Verkehrsproblem auch Thema auf Puls4

Jetzt weiß es also das ganze Land. Wir sind Verkehrsproblem! (adme, 11.11.2019)


Das Ötz(tal)er Verkehrsthema wird im Chaos enden

 

Martin Neururer fragt in untenstehendem Beitrag, wohin der Ötz(tal)er Verkehr noch führen wird. Die Antwort darauf ist klar: Ins Chaos! Der Grund dafür besteht darin, dass das Selbstregulierungsbewusstsein der Touristiker fehlt und die Politik, die für die Rahmenbedingungen sorgen sollte, keinen gestalterischen Zukunftswillen hat. Wie denn auch? Betet sie zum Großteil doch nur brav das nach, was die Touristiker wünschen und fordern.

 

Dazu ein Blick zurück in die Geschichte.

 

Es ist gerade einmal 100 Jahre her, da der Umhauser Unternehmer Karl Marberger anregte, man möge doch Bittschian im Winter den Fernpass offen halten. Zumindest für eine "Postfahrt". Nachzulesen in den Innsbrucker Nachrichten vom 24. März 1914 (Seite 17):

 

 

Der Rest der (Erfolgs-)Geschichte ist bekannt: Die Fernpassstrecke hat längst ganzjährig geöffnet und dazu beitragen, dass viel Wohlstand ins Land gekommen ist.

 

Allerdings ist es mit dem Verkehr wie mit dem Biertrinken. Auch das kann eine Weile recht nett sein, dann allerdings relativ schnell umschlagen. Und dann wird einem schlecht. So wie es den Menschen im Außerfern, im Gurgltal, in Obsteig und in Ötz ist, und zwar von dem vielen Verkehr.

 

Was rufen aber unsere Touristiker in den hinteren Tälern munter weiter? Das interessiert uns nicht, dass es euch schlecht geht! Wichtig sind nur wir und wir haben noch lange nicht genug: Wir brauchen mehr, mehr, mehr! Also: Sauft, sauft, sauft!

 

(best, 18.11.2019)