Idee für Innerortsverkehr


Wie wäre es, wenn man den Ötzer Innerortsverkehr entflechten würde, etwa mit Einbahnregelungen, und die dadurch gewonnene Fläche den Fußgängern und Radfahrern "überant-worten" würde? Einen derartigen Vorschlag hat Vroni Hairer gemacht. Sie meint, dies wäre eine leicht zu verwirk-lichende Lösung des Problems, wobei die Rad- und Fußgängerwege gar nicht, wie im linken Bild eingezeichnet, vollkommen ausgemalt sein müssten. Ihr Vorschlag wird nun in einer weiteren Zuschrift gutgeheißen. 

 

Es tut sich etwas in Ötz!

 

Ein wenig stolz ist dynamoetz jetzt aber schon! Denn nun scheint auch bei uns eine vernünftige Diskussion über verschiedenste Bereiche des Alltags in Gang zu kommen.

 

Es geschieht also genau das, was sich dynamoetz auf die Fahnen geheftet hat, nämlich das Anschieben von Meinungsbildungsprozessen! Und das ist es, was wir in Ötz so dringend nötig hätten: Nämlich, dass der Kopf aus dem Sand erhoben wird und vernünftig über die verschiedensten Dinge debattiert wird. In diesem Sinne freuen wir uns und danken für untenstehende Zuschrift recht herzlich! - Und: Weiter so, Leute! Es kann unserem Ort nichts Besseres passieren, als dass viele mitdenken und sich trauen, den Mund aufzumachen. Das ist der einzige Weg, der uns weiter bringt!

 

So einen Bereich (im Bild gelb gekennzeichnet) könnte man etwa im Oberfeld den Radfahrern und Fußgängern zur Verfügung stellen. Der Rest reicht leicht für eine PKW- oder LKW-Fahrspur.  Bedarf besteht aber auch in der Dorfstraße oder am Achrainweg.
So einen Bereich (im Bild gelb gekennzeichnet) könnte man etwa im Oberfeld den Radfahrern und Fußgängern zur Verfügung stellen. Der Rest reicht leicht für eine PKW- oder LKW-Fahrspur. Bedarf besteht aber auch in der Dorfstraße oder am Achrainweg.

 

Liebe Leserinnen und Leser von dynamoetz, werte Gemeindepolitikerinnen und -politiker!

 

Gerne nehmen wir zum Thema "innerörtlicher Verkehr" Stellung. Eingangs eine Auflistung unserer Erfahrungen sowie die unserer Nachbarn und abschließend einige persönliche Anmerkungen:

 

Wir leben nun seit zweieinhalb Jahren in Ötz. Das Problem "innerörtlicher Verkehr" wurde bei uns rasch virulent, einerseits, weil wir einen kleinen Sohn haben, andererseits, weil uns unsere Gäste bereits mehrfach darauf ansprachen.

 

Bei uns in der Dorfstraße kommt es immer wieder zu äußerst gefährlichen Szenen, vor allem zu den Stoßzeiten, das heißt vor und nach Schul-/Kindergartenbeginn und –ende. Besonders gefährlich wird es, wenn gleichzeitig Schwerfahrzeuge oder rasende Transporter wie Paketdienste oder ähnliches am Weg sind. Vergangenes Jahr wurde der Hund einer unserer Gäste direkt vor unserer Haustür zu Tode gefahren, die Gäste reisten daraufhin ab und werden mit Sicherheit nicht mehr zu uns kommen.

 

Auf unserer Terrasse sitzende und andere Urlauber sowie viele Einheimische wundern sich immer wieder, in welchem Höllentempo Fahrzeuge unterwegs sind, zumal in unserer Nachbarschaft immer auch wieder viele Autos parken (Dr. Larcher) und sogar Menschen aus dem Altersheim mit dem Rollator unterwegs sind.

 

Wir haben deshalb bereits den Bürgermeister aufgesucht, der uns zum Amtsleiter weiter schickte. Unseren Vorschlag, nach dem Bau von Bremsschwellen („Schlafenden Polizisten“), lehnte dieser mit dem Hinweis ab, dann wäre die Schneeräumung nicht mehr durchführbar oder es müssten auch an anderen Stellen des Gemeindegebietes solche verkehrsberuhigende Maßnahmen gemacht werden. Außerdem sei die Sache zu kostspielig. Eine Nachbarin erzählte uns, sie hätten vor einigen Jahren Unterschriften gesammelt, allerdings hätten sie auch damals kein Gehör gefunden. Soweit die Fakten.

 

Nun zu unserer Sichtweise und der unserer Nachbarn. Enttäuscht sind wir darüber, dass wir seitens der Gemeinde mit fadenscheinigen Argumenten abgewimmelt wurden. „Schlafende Polizisten“ gibt es in Habichen, also in unserem Gemeindegebiet, neuerdings vor dem Hofer auf der Ötztaler Höhe oder auch bei den Ortseinfahrten von Haiming. Überall dort scheint die Schneeräumung trotzdem zu funktionieren.

 

Zu den Kosten können wir nur sagen: Wenn man schon einen selten benutzten Weg wie den vom Haidacher Kinderspielplatz ins Brandach unbedingt kinderwagentauglich machen muss, oder etwa für das Gemeindehaus Unsummen ausgeben muss (wobei dieses den Gästen und auch uns überhaupt nicht gefällt), dann wäre so eine Investition in Richtung Sicherheit mit zwei Bodenschwellen wohl nur ein Klacks. Hier stimmt unserer Meinung nach und der unserer Nachbarn die Verhältnismäßigkeit überhaupt nicht! Denn wichtig und im Mittelpunkt jeglicher Betrachtung sollte die Sicherheit und das Wohlbefinden des Menschen stehen! Nicht mehr und nicht weniger.

 

Wir fragen uns daher, ob zuerst etwas noch Schlimmeres passieren muss, ehe etwas unternommen wird? Der Hund, von dem wir bereits sprachen, war das Liebste, was dieses kinderlose Urlauberpaar hatte. Nicht auszudenken allerdings, wenn nicht nur ein Tier-, sondern ein junges Menschenleben ausradiert würde!

 

Wir haben daher mit Freude von der Initiative der Vroni Hairer gelesen, die für Ötz Einbahnregelungen und die Installation von kombinierten Geh- und Fußwegen vorschlägt. Bei etwas näherer Betrachtung hätte diese Variante viele Vorteile: Erstens käme es zu einer Verminderung des Verkehrs und aufgrund der Verschmälerung auch zu einer Reduktion der vielfach erhöhten Geschwindigkeit. Weiters hätten Fußgänger und Radfahrer markierte Bereiche und es würde nicht so ein Durcheinander wie aktuell herrschen, weil manche auf der linken und manche auf der rechten Seite unterwegs sind. Somit würde das Ganze viel koordinierter und sicherer ablaufen. Zu guter Letzt wären auch die Kosten kein Hindernis, weil man in einer Erprobungsphase einfach nur ein wenig Farbe und einige Schilder bräuchte.

 

Sollte sich dann herausstellen, dass dieser Vorschlag etwas bringt, könnte man bei allfälligen ohnehin notwendigen Asphaltierungsarbeiten die notwendigen weiteren Arbeiten durchführen. Somit würde mit sehr wenig Aufwand überaus viel erreicht werden.

 

Der Ball liegt somit bei den politisch Verantwortlichen, welche ihn nur aufzunehmen bräuchten. Es wäre dies eine Chance, unseren Ort sicherer und menschenfreundlicher zu machen.

 

Stefanie und Torsten Allmrodt, Villa Agnes, Dorfstraße, auch im Namen von anderen Anrainern