Wege und Straßen in Schilda


Als der Hohe Rat von Schilda in dem neuen Rathaus nichts sah, und zwar deshalb, weil es dunkel war, ordnete er umgehend unweit des fensterlosen den Bau eines noch neueren Rathauses an. Als Plan für den Neubau, so setzte der Hohe Rat sogleich auch fest, sollte aus Kostengründen einfach der alte verwendet werden ...

 

- Genau in diese Richtung geht diese Zuschrift von besorgten Eltern, welche aufzeigt, wie sehr die Verkehrsplanung bei uns in Schilda, pardon: natürlich in Ötz, äh... in O-etz, im Argen liegt. Für die Zuschrift bedankt sich das Team von dynamoetz recht herzlich. Wir hoffen, der heimische "Hohe Rat" nimmt sich der Sache an.

 

Liebe Ötzerinnen und Ötzer!

 

Vor einigen Jahren ging man in Ötz daran, den Schul- und Kindergartenverkehr aus dem Ortskern zu verbannen. Dort sei alles zu beengt und zu gefährlich, so hieß es damals. Also erschloss man neue Zufahrten vom Kreisverkehr herauf und durch das Oberfeld. Dabei dachte man aber offensichtlich nicht daran, diesmal sichere Straßen und Gehwege zu errichten. Damit stehen wir nun aber genau wieder vor demselben Problem wie vor wenigen Jahren! Die Misere hat sich nur verlagert: Die Straßen sind weiterhin zu schmal, die Kurven zu "eckig" und außerdem zu unübersichtlich.

 

Zu den Stoßzeiten entstehen daher laufend gefährliche Situationen. Mittlerweile ist die Liste bereits lang, wo nur mit Glück nichts Schlimmeres geschah. Die Frage ist nun, ob echt zuerst ein Unfall passieren muss, bis dieser untragbare Zustand geändert wird? Einige Eltern sind bereits bei der Gemeinde vorstellig geworden und haben um Bearbeitung des Anliegens gebeten - geschehen ist bis zum heutigen Tage aber nichts.

 

Wir bitten daher noch einmal eindringlich, sich der Sache anzunehmen und fordern gleichzeitig die Ötzer Gemeindeführung zum Handeln auf! Als Diskussionsgrundlage möge dieser Vorschlag dienen:

 

Nachdem die angesprochenen Straßen ganz offensichtlich zu schmal, ohne Gehsteig und mit unzureichenden Kurvenradien errichtet wurden, bleibt eigentlich nur eine Reduktion des Verkehrs! Diese könnte man mit einer Einbahnregelung erreichen. Zudem könnte man auf den Einbahnfahrbahnen farbig kombinierte Geh- und Radfahrstreifen markieren. Die Kinder wüssten derart, auf welcher Seite der Verkehr daherkommt, könnten sich darauf einstellen und auf ihrer "sicheren Spur" bleiben. Nachdem die Geh- und Radfahrstreifen in beide Richtungen benützt werden könnten und die Autos nur mehr in eine Richtung fahren würden, käme es zu einer deutlichen Entschärfung der derzeitigen Situation.

 

Sollte sich die Gemeindeführung mit diesem Gedanken anfreunden können und würden eventuell nach einer Erprobungsphase positive Schlüsse gezogen, wäre unserer Meinung nach in weiterer Folge anzudenken, den Achrainweg sowie die Dorfstraße ebenfalls wie beschrieben umzurüsten. Vielleicht nützt die Gemeinde aber auch diesen Anlass, um überhaupt gleich ein sinnvolles Verkehrskonzept für das gesamte Gemeindegebiet zu erstellen.

 

Veronika Hairer, Kühtaierstraße, im Namen von besorgten Eltern

 

 

Bilder, die zeigen, dass es selbst bei größeren Kindern oft haarig zugeht. Wie gefährlich sind dann aber erst Volksschüler und andere Kleinkinder unterwegs?