Erschließungswahnsinn bringt Verkehrsprobleme

Bllick auf einen "Gletscher" im Sommer. Ein Fleckerlteppich wäre heilig. Zum Vergrößern klicken!
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Mit Entsetzten habe ich in der letzten Ausgabe der Alpenvereinszeitung den Artikel „Berg-Spitzen“ vom Präsidenten des Alpenvereins, Herrn Andreas Ermacora gelesen. Er schreibt dass die Skigebietsverbindung Pitztal-Ötztal zur Genehmigung ansteht und dass im Zuge der Erschließung auch ein Berggipfel abgetragen werden muss. Dieses Vorhaben erinnert frappant an die Sprengung des Col di Lana im 1. Weltkrieg wo die italienischen Alpini die Gipfelstellung der Tiroler Kaiserjäger wegsprengten. Ich frage mich, sind dem Erschließungswahnsinn in Tirol keine Grenzen gesetzt. Schon jetzt hat Tirol das dichteste Seilbahnnetz der Alpen.

 

Weiters ist mir nicht klar wie Sie den überbordenden Verkehr in Tirol bekämpfen wollen (auch mit Recht) und bei den EU-Politikern dafür um Verständnis ersuchen und entsprechende Verhandlungen anstreben. Sie konterkarieren ja hier ihre Argumente, indem Sie diesem Wahnsinn einer Erschließung wie dieser stattgeben.

 

Ich bin seit nunmehr über 50 Jahren in den Bergen auch oft in Tirol mit meinen Freunden zum Bergsteigen, Klettern und Skitourengehen unterwegs und wir hatten schöne Bergabenteuer erlebt und mit einem Berg-Heil auf unzähligen Gipfeln gestanden. Es erfüllt mich mit Traurigkeit und auch Zorn wenn ich solche Nachrichten lesen muss. Das o.a. Bild vom Kaunertaler Gletscherskigebiet habe ich im vorigem Jahr bei der Besteigung der Weißseespitze aufgenommen Man kann es als warnendes Beispiel einer überkommenen touristischen Erschließung betrachten.

 

Tirol ist ein wunderbares Land mit sehr netten Menschen und ich denke diese hätten bessere Politiker verdient. Nämlich Politiker, welche die Schönheit der Tiroler Natur im Auge behalten und dass es sich lohnt, diese für die Nachwelt zu erhalten.

 

Mit freundlichen Grüßen und einem „Berg heil!“

 

Gerhard Friedl, Bergsteiger

(23.10.2019)


Das Thema Verkehr ist nicht neu und wird uns wohl noch lange begleiten

Das Thema Verkehr ist nicht neu bei uns, und wurde schon mehrmals bei diversen Veranstaltungen und Präsentationen von Gemeinderatsfraktionen behandelt. Für mich ist eines aber klar; dass das Projekt "Umfahrung Oetz" mit dem einfachen Argument nicht zu realisieren ist, dass wir die notwendigen Flächen nicht zur Verfügung haben, wollen wir nicht die letzten wertvollen Kulturgründe für den großen Andrang ins Hinterötztal opfern. Dass auch unser Naherholungsgebiet damit betroffen ist, sei nur am Rande erwähnt. Ich möchte nur daran erinnern, dass die Grundbesitzer der Gemeinde Oetz mehr als genug hochwertige landwirtschaftliche Flächen abtreten mussten, damit ein ungehinderter Verkehrsfluss in das Hinterötztal gewährleistet ist (z.B. Straßenneubau Untersteinach, Begradigung der Strecke Oetz-Habichen und Umfahrung Habichen). Erwähnt muss auch werden, dass die Liegenschaften neben der Ötztaler Bundesstraße (bis auf wenige Ausnahmen) mit dem zunehmenden Verkehrsaufkommen Jahr für Jahr an Wert verlieren, was sich auch auf Wohnprojekte auswirkt. Wenn man jetzt die Diskussion im Gemeinderat der Gemeinde Sölden betreffend der Umfahrung verfolgt, dann erkennt man gleich, mit welcher Euphorie die betroffenen Grundbesitzer an dieses Vorhaben herangehen, obwohl die Bevölkerung der Gemeinde Sölden Hauptnutznießer einer guten Verkehrserschließung ist. Es ist mir auch nicht bekannt, dass die Gemeinde Sölden einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssituation geleistet hätte - siehe laufende Staus in den Saisonszeiten. Wir werden daher wohl mit dieser Belastung leben müssen, wobei in letzter Zeit der Motorradlärm enorm zugenommen hat und langsam nicht nur für uns Einheimische, sondern auch für unsere Gäste oft unerträglich wird. Wenn mir die Gäste unlängst gesagt haben, dass sie in der Stadt Bielefeld ruhiger leben können als in ihrem Urlaubsort Oetz, dann spricht das schon Bände.

 

Nur eine Randbemerkung: In den 60-er Jahren galt in Oetz ab 22.00 bis 06.00 Uhr - auch für den Durchzugsverkehr - ein amtliches Mopedfahrverbot. Wer sich nicht daran hielt, wurde abgestraft. Der Grund dieser Verordnung: Lärmbelästigung und Nachtruhe !!! und heute, 2019 ???  Hier wäre die hohe Politik gefordert, entsprechende Verordnungen zur Lärmeindämmung (bald Volkskrankheit Nummer eins) zu erlassen. Sicher: alles leichter geredet als getan. Nur mit Nichtstun passiert halt auch nichts! Oft hat man das Gefühl, man ist eher auf einer Rennstrecke als in einem Urlaubsort. Ich habe auch schon mehrmals darauf hingewiesen, dass für größere Projekte mit einem vorauszusehenden erhöhten Verkehrs-aufkommen (untermauert mit unabhängigen Gutachtern), wie z.B. Liftzusammenschluss Ötztal-Pitztal, auf Antrag der Gemeinde eine Umweltverträglichkeitsprüfung mit Parteistellung stattzufinden hätte. Wenn wir an der jetzigen Situation kaum etwas ändern können, so sollten wir auf alle Fälle versuchen, dass es nicht schlimmer wird. Ob uns das u.a. mit mehr Öffentlichkeitsarbeit gelingen könnte, ist eine andere Frage. Eines ist aber auch klar: Wenn die Gesundheit und Lebensqualität immer mehr eingeschränkt wird, werden die Protestbewegungen (wie bereits in vielen anderen Orten Tirols) auch bei uns nicht ausbleiben.  Schließlich geht es um unsere Lebensqualität und nicht um die Umsätze im hinteren Ötztal. Langsam sollte der Mensch erkennen, dass uns Grenzen in vielen Lebensbereichen gesetzt sind, die wir einmal akzeptieren müssen, denn die Gier nach "immer mehr und schneller" findet immer weniger Befürworter.

 

Hansjörg Schmid, Oetz

(14.09.2019)


"Zur Lösung des Verkehrsproblems optimale Bereitstellung von Öffis"

wir sind zu fünft, frau, mann, drei kinder, zwei davon schon im besitz eines führerscheines, aber noch in der schule und finanziell noch nicht unabhängig. vor unserer haustüre steht das familienauto (plus 2 mopeds) und wird von uns allen vieren abwechselnd gefahren.

mein älterer sohn und ich pendeln täglich mit dem zug in die schule bzw. arbeit nach innsbruck, der kleine, ebenfalls mit dem zug nach stams in die schule.

unsere tochter fährt immer sonntags am abend mit dem zug ins heim nach st. johann, meine frau mit dem auto nach staudach/stams zur arbeit.

ötztal-bahnhof ist ein idealer ort zur nutzung der öffis.

im winter fahren wir bei passendem wetter samstag früh nach hochötz zum skifahren. der urlauberschichtwechsel hält die skipisten frei und das skigebiet hat unserer ansicht nach die ideale größe.

größtes "problem" an diesen tagen ist die anfahrt nach ötz, bereits um kurz nach acht staut sich der verkehr ab dem kreisverkehr ötztaler-höhe.

ich erzähle das so ausführlich, weil ich glaube, dass eine der wichtigsten voraussetzungen zur lösung des verkehrsproblems in der optimalen bereitstellung öffentlicher Verkehrsmittel besteht.

mfg

 

martin glaser, ötztal-bhf

(11.09.2019)


Tabuzone Feldringer Böden. Foto: Ernst Gabl
Tabuzone Feldringer Böden. Foto: Ernst Gabl

Die wahren Gründe für das Scheitern des Beirats "Zukunft"

 

Die im Artikel "Zukunft des Beirats noch offen" verwendete, fett gedruckte Teilüberschrift "Polemiker fehl am Platz" vom 4/5. September darf nach meiner Auffassung so nicht kommentarlos zu Kenntnis genommen werden!

 

Ich finde es ausgesprochen unfair, im Zusammenhang mit dem Scheitern des Beirats Bernhard Stecher ins Spiel zu bringen, zumal er bei den letzten beiden Sitzungen verhindert gewesen war und von Alexander Wolf vertreten wurde.

 

Vielleicht sollte man auch einmal hinterfragen, von welchen Personen der Anlass zur Satire auf der Website dynamoetz.at eigentlich ausgegangen ist (dazu würden mir schlagartig ein paar Namen einfallen).

 

Der Beirat ist aus meiner Sicht deshalb gescheitert, weil er die eigenen ausformulierten Ziele der 1. Sitzung immer mehr aus den Augen verloren hat. Außerdem wurde es verabsäumt, einen unabhängigen Wirtschafts- und Ökologie-Experten für ein Referat zu gewinnen!

 

In einer der nächsten Sitzungen hätten wir ja einmal über die Akzeptanz der Bevölkerung zu einem Zusammenschluss inkl. einer Befragung in den betroffenen Gemeinden und auch über die Bedeutung und die Auswirkungen von Investoren-Modellen auf die zukünftige Preisgestaltung von Grundstücken diskutieren können. Aber nein, lieber reden die Touristiker und Seilbahner weiterhin über die Erschließung und den Zusammenschluss über die Feldringer Böden und das Schafjoch.

 

Ötz und Kühtai brauchen keinen Zusammenschluss, sondern vermehrt Alleinstellungsmerkmale, Verbesserungen in den bestehenden Gebieten und kreative sowie innovative Ideen, um den status quo halten zu können!

 

Ernst Gabl, Haiming

(09.09.2019)


Das neue Logo von Hochötz ist auf dem Hintergrund gar nicht gut zu sehen

Ihr habt unlängst über das neue Hochötz-Logo berichtet. Mir ist aufgefallen, dass es auf dem gelben Hintergrund überhaupt nicht gut zu sehen ist. Die weiße Schrift verschwindet dort komplett.

 

Name der Redaktion bekannt

(07.09.2019)


"Es ist in Ötz in Bezug auf den Verkehr 12 und nicht erst fünf vor 12 Uhr"

Ich bin natürlich (leider) durch meine unmittelbare Nähe zum Verkehr stark betroffen und habe diese Entwicklung schon seit einigen Jahrzehnten mitgemacht.

 

Dass eine Lösung notwendig ist, obwohl „wir ja gar kein Verkehrsproblem haben“, wird heute kein Betroffener mehr in Frage stellen. Langfristig glaube ich, dass es nur eine effektive Lösung geben wird: Eine großzügige Umfahrung von Ötz!

 

Diese muss natürlich eine politische Priorität haben und sofort angegangen werden, da solche Projekte bis zur Fertigstellung wahrscheinlich viele Jahre dauern werden. Ein kleines Beispiel ist vielleicht St. Leonhard im Passeier/Südtirol.

 

Bis jetzt hat sich sogar die Ötzer Wirtschaft mehrheitlich dagegen ausgesprochen und vielen Bewohnern ist dieses Verkehrsproblem eigentlich egal. Sie sagen sich, man kann ja doch nichts tun.

 

Grundsätzlich muss man sagen, dass die Menge des Verkehrs das Problem ist. Und da sind wir bei der Raumordnung. Man kann nicht ein großes Gewerbegebiet, hinteres Ötztal, zulassen und fördern, ohne eine entsprechende Zufahrt zu schaffen. Derzeit findet diese Zufahrt durch das Wohngebiet Ötz statt, das sich immer mehr zur Verkehrsdosierung (Bremse) gemausert hat.

 

Wir sollten jetzt handeln, da es bereits 12 und nicht erst fünf vor 12 Uhr ist!

 

Gero Parth, Ötz

(19.08.2019)


"Es ist außerordentlich, was in Ötz im letzten haben Jahr passiert ist – und bedenklich"

Eigentlich habe ich etwas gegen anonyme Postings. Allerdings muss ich mich selbst bei der Nase nehmen, da ich auch nicht den Mumm habe, mit meinem Namen für meine Meinung einzustehen.  Das bekenne ich offen und ehrlich und spreche gleichzeitig all jenen meine Bewunderung aus, die sich hier trauen, ihren Mann oder ihre Frau zu stehen. Vielleicht ist aber mein Thema auch zu "heiß", dass man in einer kleinen Gemeinde, wie wir es sind, namentlich dazu stehen kann. Macht es also einfach wie ihr es wollt: Veröffentlicht es anonym oder schmeißt die Nachricht einfach in den Papierkorb.

 

Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich es ganz außerordentlich finde, was im letzten halben Jahr in Oetz passiert ist. Wir waren in den letzten 40 Jahren noch nie so in den Schlagzeilen wie jetzt. Dies spricht dafür, dass die Bevölkerung nicht mehr länger einfach alles mit sich machen lässt und alles erduldet. Die Entwicklung ist gleichzeitig aber auch bedenklich, weil es ganz offensichtlich eine riesige Kluft zwischen den Machern im Ort und dem Volk gibt.

 

Es freut mich persönlich ungemein, wenn nicht mehr länger alles einfach im stillen Kämmerchen ausgeschnapst werden kann und man sich danach auch noch die diversen Auszeichnungen offiziell an die Brust heftet. Dieses Vorgehen war widerlich. Gratulation zu eurem Engagement, meine Sympathien habt ihr!

 

Name der Redaktion bekannt

(18.08.2019)

 

 

(Anm. LÖ: Die von dir angesprochenen Schlagzeilen sind natürlich nicht nur auf das Engagement von "Mann- oder Fraustellern" zurückzuführen, sondern etwa auch auf das generelle Interesse, das große Teile der Politik mittlerweile beispielsweise gerade an den Auswüchsen der Investorenmodellthematik haben.)


Wohlstands- und Remmidemmi-Flüchtlinge kommen aus dem Hintertal zu uns

Ich muss mich dafür entschuldigen, dass ich nicht mit meinem Namen unterzeichnen kann. Dazu ist die Sache zu brisant, weil es alleine in meiner Nachbarschaft drei Menschen gibt, die es mir übelnehmen würden. Trotzdem muss ich auf etwas hinweisen. Die Sache ist die: Wir im Tal haben nicht nur Klima- oder Kriegsflüchtlinge, wir haben auch Wohlstands- und Remmidemmiflüchtlinge. Habt ihr euch schon einmal umgesehen, wieviele Hintertaler in den letzten 20 Jahren zu uns ins Vorderötztal übersiedelt sind? Hat man drinnen seinen Reibach gemacht und die Gegend verschandelt, so will man dort nicht mehr seinen Ruhestand verbringen! Viel lieber ist man vorne im Tal, weil es dort noch halbwegs lebenswert ist. Das Problem: Machen wir auch hier heraußen so weiter wie zuletzt, werden unsere Kinder auch bald einmal keine lebenswerte Umgebung mehr vorfinden. Bitte denkt einmal darüber nach.

 

Name der Redaktion bekannt.

(14.08.2019)


Mega-Gletscherschigebiet Pitztal-Ötztal bringt noch mehr Seilbahnen, noch mehr Pistenflächen, noch mehr Verkehr!

Die besorgten Bürger im Ötztal haben natürlich Recht, der Zusammenschluss für ein neues Mega-Gletscherschigebiet Pitztal-Ötztal wird zwangsläufig mehr Verkehr bringen. Das ist so sicher wie das Amen im Gebet. Wir als Liste Fritz stellen uns auf die Seite der besorgten Bürger und warnen seit langem vor einer weiteren Zunahme des Verkehrs im vorderen Ötztal und im vorderen Pitztal, aber auch durchs Außerfern.

 

Wir als Liste Fritz sind deshalb gegen diese brutale Attacke auf den Gletscher, weil für uns die wirtschaftlichen und umweltrelevanten Folgen auf der Hand liegen. Noch mehr Seilbahnen, noch mehr Pistenflächen und noch mehr Pistenkilometer im Mega-Gletscherschigebiet Pitztal-Ötztal sind nur dann wirtschaftlich, wenn noch mehr Kunden an noch mehr Tagen im Jahr hinkommen. Und das wiederum bringt noch mehr Verkehr!

 

Jeder Gast, der ins Pitztal und Ötztal will, fährt vorher durchs Außerfern, das heute schon Wochenende für Wochenende völlig überlastetet ist. Jeder Gast, der ins Pitztal und Ötztal will, muss auch durch das vordere Ötztal oder durch das vordere Pitztal. Die Bürger in diesen Orten und entlang dieser Verkehrsstrecken bekommen damit zwangsläufig noch mehr Verkehr, noch mehr Stau, noch mehr krankmachenden Lärm und noch mehr Dreck! Ein paar Wenige erhoffen sich hier satte Gewinne und fette Renditen auf Kosten und zu Lasten der vielen anderen.

 

Die schwarz-grüne Platter-Regierung befeuert derartige Auswüchse des Tourismus, wie das hausgemachte Mega-Verkehrsproblem auch noch: Von den jährlich rund 12 Millionen Tirol-Urlaubern fahren rund 90 % mit dem eigenen PKW nach Tirol! Diese rund 12 Millionen Tirol-Urlauber stauen sich auf dem Weg in ihr Hotel im Pitztal, Ötztal, Stubaital oder Zillertal durchs ganze Land Tirol! Diesen 12 Millionen Tirol-Urlaubern fehlt es ganz sicher nicht an Seilbahnen, Pistenkilometern und Betten in allen erdenklichen Kategorien, von all dem hat Tirol ausreichend, sie wollen die Natur genießen, Ruhe haben und Erholung finden.

 

Wieder einmal entpuppt sich die Politik der schwarz-grünen Platter-Regierung als scheinheilig, doppelbödig und feig. ÖVP-Chef Platter redet von einem Umdenken im Tourismus und die Grünen plakatieren sich als Umweltfighter, aber die Seilbahner und Touristiker greifen mit beiden Händen am Gletscher zu. Unersättliche Tourismuswünsche verlangen nach immer mehr, immer höher hinauf, ohne Rücksicht auf Mensch und Natur! Noch mehr Seilbahnen, noch mehr Pistenflächen, noch mehr Verkehr!

 

Politisch haben erst ÖVP und Grüne den ungenierten Griff nach dem Gletscher möglich gemacht. Sie haben das Mega-Projekt im Regierungsübereinkommen wörtlich ´außer Streit gestellt`. Das heißt, sie haben vereinbart, dass sie darüber in der Landesregierung nicht mehr reden und so den Weg für diesen Mega-Gletscherschigebietszusammenschluss überhaupt erst möglich gemacht.

 

Jetzt soll ein Mega-Schigebiet mit 50 Seilbahnanlagen am Gletscher und 6,4 Millionen Quadratmeter Pistenfläche entstehen. Die Ötztaler und Pitztaler Seilbahner wollen einen 614 Meter langen Schitunnel in den Fels sprengen, einen 104.000 Kubikmeter fassenden Speicherteich graben, ein riesiges Schizentrum in der Gletscherlandschaft auf 2.662 Metern Höhe betonieren und eine zusätzliche 4.000 Meter lange Zubringer-Seilbahn vom Pitztal in die noch unberührte Gletscherlandschaft bauen. Der Gipfel dieser Naturzerstörung ist das Abtragen eines Berggrates um 40 Meter! Diese Attacke auf die Gletscherlandschaft entlarvt alle Aussagen der schwarz-grünen Platter-Regierung zum Umdenken im Tourismus als scheinheiliges und falsches Gerede. Wir als Liste Fritz lehnen diesen gierigen Griff nach dem Gletscher und diese monströse Naturzerstörung am Gletscher jedenfalls ab. Es muss einmal genug sein!

 

LA Markus Sint, Liste Fritz

(13.08.2019) 


Konkrete Verkehrsmaßnahmen gefordert

Im Außerfern wird seit Längerem darüber diskutiert, wie dem Verkehrslärm, vor allem jenem der Motorradfahrer, wirkungsvoll entgegengewirkt werden kann. Von Maßnahmen für das vordere Ötztal wurde bisher noch nichts bekannt, obwohl auch hier die Belastung längst die Grenzen des Erträglichen überschritten hat. Die Gäste in meiner Pension an der Kreuzung Ötztaler Bundes- und Kühtaier Landesstraße beschweren sich jedenfalls zunehmend darüber, dass sie zwar in den Urlaub gefahren seien, allerdings den Verkehr wie zuhause in ihren Städten hätten. Ich rege daher an, dass konkrete Maßnahmen für die Ötztaler- anvisiert werden und die längst fälligen und versprochenen Maßnahmen für die Kühtaierstraße in die Tat umzusetzen. Bekanntlich macht immer die Dosis das Gift und in Sachen Verkehr ist diese mittlerweile eindeutig zu hoch.

 

Ruth Riml, 6433 Ötz

(27.06.2019)


Mehr Lebensqualität und Courage für Ötz!

Hallo Bernhard,

 

erstmal einen schönen Tag nach Ötz! Bin gerade zufällig wieder auf deine Seite gestoßen und es freut mich besonders, dass Du wieder aktiv bist. Bravo!! Anlässlich meiner wenigen Besuche im Tal (Grundstück im Brunnfeld) war ich schockiert, was die sog."MACHER" aus unserem Ort gemacht haben. Umso mehr ist es notwendig, dass man gegen diese katastrophalen Zustände (Kumpanei, Vetternwirtschaft, Verkehr, Dreck, Abgase, u.v.a.) aufsteht und sich zur Wehr setzt. In der Hoffnung, mit deinem Einsatz mehr Demokratie, mehr Umweltbewusstsein, mehr Lebensqualität und v.a. mehr zivile Courage den "Ötzern" zu bringen, verbleibe ich,

 

mit herzlichen Grüßen,  

 

Christian Schmid

(25.06.2019)


Ötztaler Mopedmarathon zeigt die Schwächen des Systems schonungslos auf

 

So sehr man jungen Menschen und Junggebliebenen ihren Spaß gönnt, so sehr zeigen die Vorgänge rund um den Ötztaler Mopedmarathon aber auch die Fehler des Systems. Da gibt es einerseits die Veranstalter in einer touristischen Hochburg, welche damit aber auch das Geschäft im eigenen Ort beleben. In den „Genuss“ des Lärms und der Abgase kommen auf der anderen Seite freilich andere. Und zwar genau jene, die ohnehin bereits das ganze Jahr mit jenen Problemen konfrontiert sind, welche durch eben diese Hochburgen erzeugt werden. Hier ist längst etwas aus dem Gleichgewicht geraten. Ich rege daher aus Gründen der Fairness an, dass die Veranstalter des Ötztaler Mopedmarathons in Sölden selbst einen 12 Stunden-Rundkurs installieren. Dann ist die Belastung dort, wo sie hingehört. Als Ersatz könnte ich mir eine Strecke rund um das Gurgler Motorradmuseum vorstellen. Auch dort wäre das stinkende Lärmen und Dröhnen genau passend. Es kann nämlich wirklich nicht sein, dass die einen immer die Nutznießer sind – und die anderen die Dummen. Meine Familie ist jedenfalls durch den normalen Verkehr und die wie wild nach Kühtai brausenden „normalen“ Motorradfahrer bereits belastet genug. Mehr als genug!

 

Heinrich Wolf, 6433 Ötz

(21.06.2019)


Motorräder dröhnen das Tal zu

Neulich saß ich auf der Terrasse vom Heiner in Ötz. Während dieser Zeit sind sicher 100 Motorräder vorbei gefahren, ohne dass ein einziger stehen geblieben wäre. So geht es wahrscheinlich durch das ganze Tal. Ich schätze, es wird wohl nicht einmal ein Bier getrunken bis hinein zur Timmelsjochstraße. Aber das Tal wird zugedröhnt.

 

Johann Zauner, Silz

(20.06.2019)


Brauchen wir das?

Was sagt ihr denn zum Ötztaler Mopedmarathon, der ja kommendes Wochenende stattfinden soll? Hab´s zwar nicht im Detail herausgefunden, aber so wie ich das lese, fahren die dann zweimal durch Ötz. Einmal am Weg nach Kühtai, zurück weiß i nit, ob sie dann wieder Kühtai-Ötz fahren oder über die Ötztaler Höhe kommen.

 

Markus Wilhelm schreibt ja gewohnt kritisch darüber: http://www.dietiwag.org/blog/index.php?year=2019

 

Dreck, Feinstaub und andere (gefährliche) Gase (Zweitaktmotoren gelten ja nicht gerade als umweltfreundlich) werden dann zum Schichtwechselverkehr dazukommen. Stau? Naja, wir werden sehen. Aber da ja Ötz eh kein Verkehrsproblem hat und entsprechend auch die Luftqualität gut ist ...

 

Weiters noch ein Lob für eure super Arbeit!!! Weiter so.

 

Jürgen Handl, 6433 Ötz
(19.06.2019)


Reaktionen II zu den Investorenprojekten in Ötz stehen am Ende dieses Artikels


Heiliges Land Tirol!

Das Einzige, was zählt, ist Geld und Macht. Die Natur wird vergewaltigt.

 

Silvia Thöni, 6433 Ötzerau

(24.05.2019)


Eine kleine, rückblickende Bestandsaufnahme

Dunkle Wolken über dem Seilbahnhimmel!

 

" Jetzt ist schon wieder was passiert ... ". So beginnen die Krimis des Autors Wolf Haas über den Privatdetektiv Brenner (z. B. der Knochenmann ). In diesem Sinne möchte ich zwei Aussagen in dem Artikel der TT vom 23.01.2019 "Charmeoffensive für strittige Liftehe Kühtai - Hochötz etwas näher kommentieren"! Vor einigen Wochen wurde in Ötz von einer Aufstockung der Bettenanzahl um 2500 - 3000 in Verbindung mit dem Zusammenschluss der beiden Skigebiete gesprochen. Dies veranlasste den BM von Ötz, eine geniale Idee zu gebären: eine Reduktion des Verkehrs durch eine Steigerung der Bettenanzahl! Mit dieser Idee hat er sich wohl für einen Job im Infrastrukturministerium empfohlen, um dort zusammen mit Minister Hofer (bester Verkehrsminister aller Zeiten) das Projekt Tschirganttunnel voranzutreiben, mit dem Ziel, den Verkehr noch weiter zu reduzieren! Charmant verschwiegen hat er uns allerdings, wie das funktionieren soll.

 

Nicht viel weniger Charme beinhaltet auch die Aussage des Tourismussprechers von Tirol, Mario Gerber: "Der Zusammenschluss von Kühtai-Hochötz wäre vielleicht der einzige vernünftige in ganz Tirol".

 

Bildlich kann ich mir durchaus vorstellen, wie dieses Statement zu einer tiefen und längere Zeit anhaltenden Zornesröte unseres Oberseilbahners Franz Hörl führte! Damit wird er in den nächsten Wochen wohl locker als Roter auftreten können!

 

Leider ist in der Zwischenzeit noch einiges mehr passiert: So durften sich entgegen der Aussage in der TT vom 25.01.2019 bei der GV in Silz ( Projektpräsentation ) die zahlreich erschienenen Gäste (ca. 200 ) nicht an der Diskussion beteiligen! Nur Dr. Gerd Estermann, dem Initiator der Petition "Nein zur Zerstörung der Feldringer Böden und dem Schafjoch" , wurde nach intensiver Intervention der Silzer Bevölkerung gestattet , ein kurzes Statement abzugeben. In Ötz findet schließlich am 01.02.2019 im EZ-Saal eine weitere Präsentation statt, bei der nur die Tourismusmitglieder (alle Firmen, die per Gesetz Tourismusabgabe an den Tourismusverband bezahlen müssen) eingeladen wurden! Das gemeine Fußvolk ist zwar nicht eingeladen, darf jedoch unterwürfig applaudieren! Was ich persönlich davon halte, darüber breite ich am besten den Mantel des Schweigens, nur soviel sei gesagt: Macht weiter so und die Bevölkerung und die zukünftigen Generationen werden es euch danken !

 

 Ernst Gabl, 6425 Haiming


Reaktionen I zu den Investorenprojekten in Ötz stehen hier ganz am Ende des Artikels


Reaktionen zum neuen Vorschlag eines alternativen Zusammenschlusses von Hochötz und Kühtai stehen hier ganz am Ende des Artikels.


Stellungnahme


Die Interessen der Bürger vertreten

Vorwort: Das Wort zum Montag

 

Die Feldringer Böden und das Schafjoch sind für mich schützenswerte Natur. Ich möchte hiermit als Stammgast nur eine Meinung darstellen und mich keinesfalls in irgendwelche innenpolitische Angelegenheiten einmischen. Wichtige Info dazu: Ich habe Herrn Falkner zum Stammgäste-Treffen in Leipzig zusammen mit Herrn Kurt Fischer persönlich kennen gelernt und habe den Eindruck bis jetzt, dass er in erster Linie nur für seine Bürger und Gäste da ist und dafür auch gewählt wurde und sich in der dritten Amtszeit befindet (gutes Zeichen).

 

Betrifft : Etwas mehr Hirn bitte

 

Sehr geehrter Herr Hansjörg Falkner,

 

nun noch eine wichtige Meinung und auch Alternativvorschläge von einem Stammgast aus Leipzig zum Thema Feldringer Böden und Schafsjoch.

 

Seit 25 Jahren komme ich mit meiner Familie nach Ötz zum Alpinen Ski fahren in das Familienskigebiet Hochötz und fahre auch gerne mit dem Skibus nach Kühtai, das ist so völlig in Ordnung.

 

Wir haben hier auch eine ganz liebe Ötzer Familie kennengelernt und sind befreundet, wir sind vorige Woche nach der ORF-Sendung und dem Artikel in der Zeitung ImstLokal sehr entsetzt, wie man als Bürgermeister (auf deutsch mal richtig übersetzt ist man als Meister für die Bürger gewählt und auch zuständig und hat als allererstes die Interessen der Bürger zu vertreten) die Interessen der Bürger und auch der Natur nicht vertritt, sondern scheinbar nur den Profit der Bergbahn und der Hoteliers (also Macht und Gier) im Hirn hat.

 

Man stößt die Bürger von Ötz vorsätzlich vor den Kopf weil man leider auch als Aufsichtsratschef (!!!) der Bergbahn ganz ganz andere Interessen vertreten muss?

 

Also müssen Sie sich für die Zukunft entscheiden, Aufsichtsratschef oder Bürgermeister, beides geht leider in einer gelebten Demokratie nicht, denn mittlerweile haben Sie einen Großteil der Ötzer Bürger gegen sich .

 

So etwas Ähnliches haben wir vor 30 Jahren in Leipzig zum Bsp. einfach satt gehabt und sind friedlich jeden Montag Abend so lange auf die Straße gegangen, bis die Mauer und die Diktatoren beseitigt waren. Heute sind es die Gelbwesten in Paris, aber leider nicht friedlich und das ist falsch, alle Probleme müssen immer auf alle Fälle friedlich miteinander ohne Druck gelöst werden.

 

So nun zu meinem Alternativvorschlag: Wie wäre es denn, wenn man sein Hirn mehr in den Ausbau von Hochötz steckt, zum Bsp. Kühtaille, Balbach und Mohrenkopf-Lift mit Bubble für schlechtes Wetter und nicht wie jetzt, wenn die Sitze wie im Mittelalter nicht hoch und runtergeklappt werden, sitzt der Gast im Schnee und bekommt während der Gondelfahrt im Freien noch ne Ladung Schnee ab und ist nass zum Schluss und kommt trotzdem jedes Jahr her, denn nicht jeder Gast ist ein Nomade, er kommt immer wieder wegen der schönen Natur ins Ötztal.

 

Noch eine vielleicht eher machbare Idee für die Zukunft, vielleicht noch vom Ochsengarten bis zum oberen Balbach eine große 8er-Bahn und dann Skiweg bis zum Ochsengarten, das ist sicher alles realistischer und auch für weniger Geld machbar und das Feldringer Böden + Schafjochprojekt und das Familienskigebiet Kühtai + Ötz bleibt so wie jetzt damit auch für die Zukunft eine wirtschaftliche eineindeutige attraktive Größe für Ötz und alles bleibt auch im Interesse der Natur, denn die haben Sie bestimmt nicht gefragt, weil Sie die Sprache der Natur vielleicht nicht sprechen und verstehen können.

 

Sie haben noch 3 Jahre Amtszeit wie ich hörte, da würde ich Sie auch noch höflichst bitten, dass Sie vielleicht Ihre ganze Macht und Kraft, die Sie haben, lieber in eine unbedingt notwendige Ortsumfahrung von Ötz stecken, das geht dann auch positiv in die Geschichte von Ötz ein, da sprechen die Nachfahren noch in 100 Jahren vom einzigartigen Falkner-Bogen, da können dann auch alle Hotels in der Werbung, in ruhiger Lage angeben und das wird heutzutage von allen Gästen gern angenommen und die Ötzer Bürger können auch wieder relaxter Leben und bekommen weiterhin auch genug Gäste.

 

Schlusswort:

Mein Wunsch ist: Ende gut alles gut 😊, liebe Ötzer, Ihr habt jetzt die historische Chance, etwas zu bewegen, ich wünsche Euch viel Glück dabei und dass die Bürger und die Natur den Sieg davontragen und nicht Macht und Gier.

 

Diese Lesermeinung wurde am 18.03.2019 vom Ötzer Stammgast Hartmut Bauer aus Leipzig verfasst.


Stellungnahmen

Zum TT-Bericht vom 14.03.2019, "Ötzer Dorfchef macht Druck auf Silz"

 

Also bei allem Respekt: Befangen von Kopf bis Fuß, Verkehrsbelastung im höchsten Grad und dann „Druck“ auf die Nachbargemeinde? Kein Wunder, dass sich in der eigenen Gemeinde Zorn, Ärger und Aufruhr bilden. Solange so argumentiert wird, ist es besser, vor der eigenen Haustür zu schauen, ob alles passt. Im gesamten Zu- und Ablauf der Fernpassstrecke sowie aus dem Inntal. „Wer droht, hat Angst vor der Wahrheit“.

 

Fritz Gurgiser

Transitforum

(14.03.2019)

 

***

 

Eines möchte ich dem Ötzer Bürgermeister ins Stammbuch schreiben:

 

Wenn es in Silz zur Abstimmung kommt, werde ich  aus mehreren Gründen mit NEIN stimmen. Aber das in irgend einer Weise als " ... Gegnerschaft gegen die Betriebe in Kühtai ... " (Originalwortlaut TT) darzustellen, dagegen wehre ich mich aufs Allerschärfste. Jemandem solche Dinge zu unterstellen, ist unterste politische Schublade, Aufhetzerei, und: EIN GRUND MEHR, MICH GEGEN DAS PROJEKT AUSZUSPRECHEN.

 

Der Silzer Gemeinderat hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass man bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen bemüht ist, ein vernünftiges Wachstum in Kühtai zuzulassen und den dort ansässigen Betrieben nicht unnötig Prügel vor die Füße werfen will.

 

GR Reinhard Holaus, Silz

(14.03.2019)


Nicht die Zukunft verbauen!

Ich bin zwar nicht die klassische Wintersportlerin, genieße es allerdings trotzdem, oder gerade deshalb, mich bei jeder Gelegenheit in der näheren Umgebung von Ötz in die Natur zu begeben. Zu meinen schönsten Erlebnissen zählen dabei die Wanderungen über die Feldringer Alm zum Schafjoch. Oben angekommen, fühle ich mich dem Himmel ein gutes Stück näher, wesentlich näher als in Kühtai, das eigentlich höher liegen würde. Die Marend schmeckt dort besser, als das Essen in jedem Haubenrestaurant. Es wäre schade, wenn derartige Empfindungen allen nachfolgenden Generationen verbaut werden würden. Daher unterstütze ich auch vehement die Bestrebungen der Ötzer Bürgerinitiative, welche für eine objektive Podiumsdiskussion eintritt. Meinem Geschmack nach hätte diese bereits lange durchgeführt werden müssen! Das wäre der demokratischere Weg, als Beschlüsse hinter verschlossenen Türen, und vor allem vorbei am Willen der Bevölkerung, durchzudrücken.

 

Dora Czell, 6433 Ötz

(01.03.2019)


Transparenz wichtiger denn je

Bisher habe ich mich nie wirklich für die Dorfpolitik interessiert. Aber was in den vergangenen Wochen und Monaten in Ötz passierte, ist echt nicht mehr "normal" und ein Grund, aufzustehen und mich zu engagieren.

 

In Kühtai und in Ötz herrscht seit letztem Jahr regelrecht eine "Goldgräberstimmung". Es wird geplant, gebaut und investiert, was natürlich jedem auch sein gutes Recht ist. Aber Investitionen und Planungen sollten eigentlich nicht "blind" (auf gut Glück) verlaufen, wenn nicht einmal "gesichert" ist, wie der geplante Zusammenschluss finanziert werden kann und ob das Projekt überhaupt den Behördenweg (UVP) besteht. Man kann allerdings daraus ableiten, wie im Hinterstübchen bereits längst alles ausgemacht wurde.

 

Beim Thema Finanzierung ist in der Bevölkerung viel Skepsis zu spüren! Einerseits sollte die Gemeindekasse mit einem Verschuldungsgrad von 53 % nicht noch weiter belastetet werden, andererseits wird es mit einem propagierten "Zusammenhalten der Region" nicht machbar sein. Wer soll bitte das Großprojekt stemmen? Etwa "Sölden", Banken, oder private "Großinvestoren"? Das würde heißen, dass die zukünftige Entwicklungsrichtung des Dorfes noch mehr von anderen "fremdbestimmt" wird. Und gerade diversen Investoren sollte man ganz genau auf die Finger schauen! Meiner Meinung nach ist das kein Schritt nach vorne, sondern ein großer zurück!

 

Ein Gemeinderat wirkt nicht gerade vertrauenswürdig, wenn bei einem gewichtigen und richtungsweisenden Grundsatzbeschlusses bei mehreren Mandataren Befangenheit besteht. Egal ob rechtlich oder moralisch.

 

Zusätzlich sehe ich hier in Ötz eine sehr eingeschränkte und ungünstige Form der Öffentlichkeitsbeteiligung für die Bevölkerung sowie einen Mangel an Mitspracherecht und Objektivität!

 

Gerade bei einschneidenden Entwicklungssprüngen in einem Dorf sollten Bürgerinitiativen, Verbände und die Bevölkerung eingebunden werden, wie dies in anderen Alpenstaaten möglich ist. Leider wird dies in Ötz bis dato nicht wahrgenommen. Dies wäre aber bereits wichtig gewesen, als es um die Grundstücksumwidmungen für ein umstrittenen Investorenmodell ging, und zwar, um "die Bergbahnen zu beleben" (siehe Artikel in der Tiroler Tageszeitung von Februar-April 2018). Trotzdem wurde mit überwiegender Mehrheit dafür gestimmt. Jetzt stehen wir vor vollendeten Tatsachen, die keinem gefallen.

 

Viele im Dorf fragen sich, ob dieser Entwicklungsweg erst der Anfang ist und ob es sich überhaupt um den "richtigen" handelt! Gerade in der jetzigen Zeit wäre Transparenz wichtiger denn je!

 

Martin Neururer, 6433 Ötz

(01.03.2019)


Es bleiben viele Fragen

Die Vorstellung des Projektes der Skigebietsverbindung der Projektwerber begann 2018 eigentlich recht unglücklich, doch bezeichnend mit der Aussage des Geschäftsführers der Bergbahnen Ötz: „Die Grünen wettern gegen ein Projekt, das wir noch gar nicht kennen“. (Zitate aus: Bezirksblätter Imst 26./27.September). Eine „schlichte Lüge“, wie die Bezirkssprecherin der Grünen im gleichen Artikel feststellt. Denn „es sei bereits im Mai eine Vorprüfung nach den TSSP vom Land für ein sehr konkretes Projekt durchgeführt worden.“

 

Nun kam offensichtlich Hektik auf. In der Oetzer Gemeinderatssitzung vom 7. Dezember 2018 wurde im Sitzungsverlauf das Thema Skigebietserweiterung Hochoetz-Kühtai auf die Tagesordnung gebracht und der Ötzer Gemeinderat unter Entscheidungsdruck gesetzt. „Es ist die letzte Möglichkeit, so einen Zusammenschluss zu machen“. (Zitat Ötzer Bürgermeister im Bericht der Tiroler Tageszeitung vom 11. Dezember 2018)

 

Einige Insider dürften bereits deutlich früher eine Projektvorstellung gehabt haben. So berichtet die Tiroler Tageszeitung in der Ausgabe vom 20. Juli 2016 unter dem Titel „In Kühtai herrscht Aufbruchstimmung“ von einer dortigen außergewöhnlich regen Bautätigkeit. Auch im Ötzer Gemeindegebiet sind die bemerkenswert großen Baukräne und zahlreichen Baustellen der Tourismusbranche unübersehbar. Von der Goldgräber-Euphorie zeugen auch die zahlreichen Investorenmodelle.

 

Es sind viele grundsätzliche Aspekte wie Natur- und Lebensraumschutz, Ökologie, Wirtschaftlichkeit, die Finanzierung und letztendlich die Sinnhaftigkeit des Seilbahn-Projektes meiner Meinung nach nicht ausreichend erarbeitet oder, wenn vielleicht doch, unzureichend oder gar nicht veröffentlicht worden.

 

Eine Information der Projektwerber für alle interessierten Gemeindebürger wäre ein notwendiger und wünschenswerter Schritt. Mit einer Diskussion ohne Redebeschränkung.

Hierzu noch eine Anmerkung: Bei der Projektvorstellung des TVB in Ötz im Saal „E(t)z“ wurden den Fragestellern grottenschlecht funktionierende Funkmikrophone gegeben, während die des Moderators und der Vortragenden perfekt funktionierten. Auch die Fragesteller sollten hörbar sein.

 

Adi Meierkord, 6433 Ötz

(28.02.2019)


Mehr Transparenz und Vielfalt

Ohne die Arbeit einzelner Mandatare negativ bewerten zu wollen, fand ich schon bei der letzten Gemeinderatswahl, dass es nicht optimal ist, wenn es keine Meinungsvielfalt in einem Gemeinderat gibt.

 

Ich habe den Artikel von dynamoetz gelesen, finde ihn teilenswert und schließe mich dem Wunsch des Verfassers nach mehr Transparenz an.

 

Persönlich stehe dem Zusammenschluss neutral bis positiv gegenüber. Ich verstehe auch, dass es Akteure gibt, die dem Ganzen noch sehr viel positiver gegenüberstehen. Ich finde es allerdings nicht gut, wenn im Gemeinderat befangene Mandatare sitzen und abstimmen. Ganz egal wie "befangen" jemand nach Rechtsgrundsätzen ist, sollte man sich eigentlich auch moralisch schon alleine deshalb für befangen erklären, damit kein Gerücht im Raum stehen bleibt.

 

Dem Schreiben der BH ist zu entnehmen, dass die Abstimmung gültig ist, da das Ergebnis ja einstimmig war. Nichts desto trotz würde ich mich freuen, wenn es eine offene Podiumsdiskussion in Ötz mit neutralem Moderator geben würde. Dieser Schritt könnte viel Vertrauen zurückbringen. So wie es jetzt gelaufen ist, bleibt immer das Gefühl, dass die handelnden Akteure etwas zu verbergen haben ...

 

Michael Pfister, 6433 Ötz

(27.02.2019)


Genauerer Blick lohnt sich

Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht von ihren Vertreterinnen und Vertretern, dass diese unvoreingenommen und nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Befangenheit im strengen juristischen Sinn ist hierbei nur die Spitze des Eisbergs. Fehlende Unvoreingenommenheit beginnt viel früher.

 

Wenn ich mit Oetzer Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürgern rede, dann erlebe ich natürlich Menschen die den Skigebietszusammenschluss über die Feldringer Böden unterstützen. Ich erlebe aber auch BürgerInnen, die den Zusammenschluss ablehnen und das Naherholungsgebiet lieber frei von großtechnischer touristischer Erschließung halten möchten. Und dann erlebe ich noch ganz viel Skepsis bei fast allen, welche Auswirkungen das Projekt auf die Gemeinde Oetz haben würde. Das Verkehrsthema steht dabei häufig im Mittelpunkt. Neben dem Durchzugsverkehr besteht die Sorge, in Oetz zum Großparkplatz für das Kühtai zu werden ohne Wertschöpung vor Ort zu haben. Viele Menschen fühlen sich von den Verkehrsströmen zu Recht belastet und beschweren sich über Luft-, Lärm- und Landschaftsbelastung. Die Verkehrsfrage gilt dabei für Oetz ebenso wie für Ochsengarten. Jedoch ist die Verkehrsfrage durchaus nicht die einzige Frage, die sich BürgerInnen stellen. Die Finanzierung eines derart großen Projektes ist eine weitere offene Frage. Wie sollen klamme Gemeindekassen derartige Großprojekte vorfinanzieren oder die Risiken für Ausfälle übernehmen? Die Erfahrung zeigt, dass die Risikobereitschaft privater Investoren häufig schnell endet und dann doch wieder die öffentliche Hand einspringen soll.

 

Kurzum: Ich erlebe von einer großen Anzahl Oetzer BürgerInnen eine gehörige Portion Skepsis. Dass diese Skepsis in einem Gemeinderat nicht abgebildet ist, sondern ein Gemeinderat einstimmig für ein Projekt votiert ist dabei doch eigenartig oder? Da braucht noch gar nicht die Rede von Befangenheit im juristischen Sinn sein. Unvoreingenommenheit, Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen, Vertretung der Wählerinnen und Wähler - das alles sind Werte die weit vorher schon zum Tragen kommen. Wenn im konkreten Fall durch die Bezirkshauptmannschaft auch noch echte Befangenheit festgestellt wird, dann lohnt sich - gültige Beschlüsse hin oder her - ein genauerer Blick.

 

Gebi Mair, Klubobmann Die Grünen

(27.02.2019)


Geheimniskrämerei und Lügen!

Wenn ich es richtig "läuten" gehört habe, möchte die Gemeinde, nachdem bisher alle anderen im weiten Umkreis "informiert" worden sind, bis auf die Ötzerinnen und Ötzer, nun auch innerorts ihre „Charmeoffensive“ starten. Das ist eine gute Idee, wenngleich auch ein wenig spät — und unter denkbar schlechten Voraussetzungen. Begonnen hat alles nämlich mit der Aussage von Bergbahnen-Geschäftsführer Andreas Perberschlager, der meinte, es gäbe überhaupt „kein Projekt“. Zwei Wochen später wurde selbiges eingereicht. Das ist schon einmal ein "vertrauensbildender" Start! Danach lesen wir in der Zeitung, wie unser Bürgermeister beteuert, Bergbahnen-Betriebsleiter Mathias Speckle sei nicht befangen. Anschließend stellt sich heraus, dass er es doch war. Wahrscheinlich wird auch noch einiges andere zutage kommen, was nicht "passt“. Würde mich gar nicht wundern.

 

Man fragt sich daher, ob das Lügen in unserer Gemeinde generell Methode hat und warum die Bevölkerung nicht "ehrlich" informiert wird. Dieser Verdacht drängt sind geradezu auf. Aber warum? Wird die Bevölkerung prinzipiell für dumm gehalten? Ist uns Gemeindebürgern die "Wahrheit" nicht zuzumuten? Oder hat die jeweilige "Wahrheit", immer die Meinung der Obrigkeit zu repräsentieren? Ist es in der Kommunalpolitik gang und gäbe, das zur Wahrheit zu erklären, was gerade den "gewählten Volksvertretern" in ihr Ansinnen passt?

 

Alexander Wolf, 6433 Ötz

(27.02.2019)


Schräges Licht auf neues Skigebiet

Vertreter im Gemeinderat haben nicht ihre eigenen Interessen zu vertreten, sondern jene der Bevölkerung. Viele Gemeindebürger sind aus guten Gründen gegen einen Schigebietszusammenschluss Hochoetz-Kühtai, weil das Ötztal jetzt schon massiv vom Verkehr belastet ist. Investoren verwirklichen ein Projekt nach dem anderen, verschachtelte Kapitalgesellschaften mischen im Hintergrund mit. Dem Ausverkauf von Grund und Boden wird so Tür und Tor geöffnet und die einheimische Bevölkerung schaut einmal mehr durch die Finger. Das Land Tirol in Form der Gemeindeabteilung und des zuständigen ÖVP-Landesrates Tratter hat eine Aufsichtspflicht und ist dazu verpflichtet tätig zu werden, wenn Gemeindevertreter gesetzeswidrig handeln. Ein Schreiben der BH Imst legt diesen Umstand nahe und bestätigt die Befangenheit bei zumindest zwei Gemeinderäten. Wenn es beim Aufsichtsratsvorsitzenden und Bürgermeister rechtlich möglich ist, so hat er zumindest eine moralische Verpflichtung, sich der Abstimmung zu enthalten. Es wirft ein schräges Licht auf die Vorgänge rund um den Schigebietszusammenschluss, wenn der Bürgermeister gegen die Interessen seiner Bevölkerung handelt.

 

Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider

(26.02.2019)


Große Sorge!

Mit großer Sorge verfolge ich bereits des Längeren die Diskussion um das mögliche neue Skigebiet zwischen Hochötz und Kühtai, wobei mir die Idee von Anfang an überhaupt nicht gefällt. Dabei wächst mein Unbehagen aber noch von Woche zu Woche. Was mich am meisten stört ist, dass unsere Gemeindevertreter alles im Geheimen hinter dem Rücken der "NORMALEN" Bevölkerung absprechen und wir erst dann informiert werden, wenn das Projekt eingereicht ist.

 

Bzgl. der Befangenheit ist für mich die Sache klar, so lange Gemeinderäte abstimmen, die im Aufsichtsrat der Bergbahnen sitzen oder bei den Bergbahnen angestellt sind.

 

Noch ein Punkt, der mich nicht erfreut, ist die Finanzierung des Projektes. Wir Gemeindebürger sollen für die Idee einiger Wirtschaftstreibender, die offensichtlich nie genug bekommen können, mit unseren Steuergeldern herhalten. Jahrzehntelang hat es geheißen, die Gemeinde hätte kein Geld wegen dem Lift - und jetzt das! Ein neues Fass ohne Boden auf Kosten der Allgemeinheit und der Natur - zum Nutzen einiger weniger. Vor allem, weil hinter vorgehaltener Hand bereits von Kosten jenseits der 80 Millionen Euro gesprochen wird. Soviel Geld für so wenig Pistenkilometer? Da steckt doch sicher mehr dahinter, was Ihr uns wieder verschweigt!!

 

Ich finde, mit einem Bruchteil des Geldes könnte man das vielgepriesene "FAMILIENSKIGEBIET" auch ohne die Kühtaier attraktiver machen, sodass jeder im Ort weiterhin gut leben kann. Und sich auch jede Familie weiterhin das Skifahren im schönen Hochötz leisten kann.

 

Ewald Maurer, 6433 Ötz

(26.02.2019)