Leserpost/Stellungnahmen


Konkrete Verkehrsmaßnahmen gefordert

Im Außerfern wird seit Längerem darüber diskutiert, wie dem Verkehrslärm, vor allem jenem der Motorradfahrer, wirkungsvoll entgegengewirkt werden kann. Von Maßnahmen für das vordere Ötztal wurde bisher noch nichts bekannt, obwohl auch hier die Belastung längst die Grenzen des Erträglichen überschritten hat. Die Gäste in meiner Pension an der Kreuzung Ötztaler Bundes- und Kühtaier Landesstraße beschweren sich jedenfalls zunehmend darüber, dass sie zwar in den Urlaub gefahren seien, allerdings den Verkehr wie zuhause in ihren Städten hätten. Ich rege daher an, dass konkrete Maßnahmen für die Ötztaler- anvisiert werden und die längst fälligen und versprochenen Maßnahmen für die Kühtaierstraße in die Tat umzusetzen. Bekanntlich macht immer die Dosis das Gift und in Sachen Verkehr ist diese mittlerweile eindeutig zu hoch.

 

Ruth Riml, 6433 Ötz

(27.06.2019)


Mehr Lebensqualität und Courage für Ötz!

Hallo Bernhard,

 

erstmal einen schönen Tag nach Ötz! Bin gerade zufällig wieder auf deine Seite gestoßen und es freut mich besonders, dass Du wieder aktiv bist. Bravo!! Anlässlich meiner wenigen Besuche im Tal (Grundstück im Brunnfeld) war ich schockiert, was die sog."MACHER" aus unserem Ort gemacht haben. Umso mehr ist es notwendig, dass man gegen diese katastrophalen Zustände (Kumpanei, Vetternwirtschaft, Verkehr, Dreck, Abgase, u.v.a.) aufsteht und sich zur Wehr setzt. In der Hoffnung, mit deinem Einsatz mehr Demokratie, mehr Umweltbewusstsein, mehr Lebensqualität und v.a. mehr zivile Courage den "Ötzern" zu bringen, verbleibe ich,

 

mit herzlichen Grüßen,  

 

Christian Schmid

(25.06.2019)


Ötztaler Mopedmarathon zeigt die Schwächen des Systems schonungslos auf

 

So sehr man jungen Menschen und Junggebliebenen ihren Spaß gönnt, so sehr zeigen die Vorgänge rund um den Ötztaler Mopedmarathon aber auch die Fehler des Systems. Da gibt es einerseits die Veranstalter in einer touristischen Hochburg, welche damit aber auch das Geschäft im eigenen Ort beleben. In den „Genuss“ des Lärms und der Abgase kommen auf der anderen Seite freilich andere. Und zwar genau jene, die ohnehin bereits das ganze Jahr mit jenen Problemen konfrontiert sind, welche durch eben diese Hochburgen erzeugt werden. Hier ist längst etwas aus dem Gleichgewicht geraten. Ich rege daher aus Gründen der Fairness an, dass die Veranstalter des Ötztaler Mopedmarathons in Sölden selbst einen 12 Stunden-Rundkurs installieren. Dann ist die Belastung dort, wo sie hingehört. Als Ersatz könnte ich mir eine Strecke rund um das Gurgler Motorradmuseum vorstellen. Auch dort wäre das stinkende Lärmen und Dröhnen genau passend. Es kann nämlich wirklich nicht sein, dass die einen immer die Nutznießer sind – und die anderen die Dummen. Meine Familie ist jedenfalls durch den normalen Verkehr und die wie wild nach Kühtai brausenden „normalen“ Motorradfahrer bereits belastet genug. Mehr als genug!

 

Heinrich Wolf, 6433 Ötz

(21.06.2019)


Motorräder dröhnen das Tal zu

Neulich saß ich auf der Terrasse vom Heiner in Ötz. Während dieser Zeit sind sicher 100 Motorräder vorbei gefahren, ohne dass ein einziger stehen geblieben wäre. So geht es wahrscheinlich durch das ganze Tal. Ich schätze, es wird wohl nicht einmal ein Bier getrunken bis hinein zur Timmelsjochstraße. Aber das Tal wird zugedröhnt.

 

Johann Zauner, Silz

(20.06.2019)


Brauchen wir das?

Was sagt ihr denn zum Ötztaler Mopedmarathon, der ja kommendes Wochenende stattfinden soll? Hab´s zwar nicht im Detail herausgefunden, aber so wie ich das lese, fahren die dann zweimal durch Ötz. Einmal am Weg nach Kühtai, zurück weiß i nit, ob sie dann wieder Kühtai-Ötz fahren oder über die Ötztaler Höhe kommen.

 

Markus Wilhelm schreibt ja gewohnt kritisch darüber: http://www.dietiwag.org/blog/index.php?year=2019

 

Dreck, Feinstaub und andere (gefährliche) Gase (Zweitaktmotoren gelten ja nicht gerade als umweltfreundlich) werden dann zum Schichtwechselverkehr dazukommen. Stau? Naja, wir werden sehen. Aber da ja Ötz eh kein Verkehrsproblem hat und entsprechend auch die Luftqualität gut ist ...

 

Weiters noch ein Lob für eure super Arbeit!!! Weiter so.

 

Jürgen Handl, 6433 Ötz
(19.06.2019)


Reaktionen II zu den Investorenprojekten in Ötz stehen am Ende dieses Artikels


Heiliges Land Tirol!

Das Einzige, was zählt, ist Geld und Macht. Die Natur wird vergewaltigt.

 

Silvia Thöni, 6433 Ötzerau

(24.05.2019)


Eine kleine, rückblickende Bestandsaufnahme

Dunkle Wolken über dem Seilbahnhimmel!

 

" Jetzt ist schon wieder was passiert ... ". So beginnen die Krimis des Autors Wolf Haas über den Privatdetektiv Brenner (z. B. der Knochenmann ). In diesem Sinne möchte ich zwei Aussagen in dem Artikel der TT vom 23.01.2019 "Charmeoffensive für strittige Liftehe Kühtai - Hochötz etwas näher kommentieren"! Vor einigen Wochen wurde in Ötz von einer Aufstockung der Bettenanzahl um 2500 - 3000 in Verbindung mit dem Zusammenschluss der beiden Skigebiete gesprochen. Dies veranlasste den BM von Ötz, eine geniale Idee zu gebären: eine Reduktion des Verkehrs durch eine Steigerung der Bettenanzahl! Mit dieser Idee hat er sich wohl für einen Job im Infrastrukturministerium empfohlen, um dort zusammen mit Minister Hofer (bester Verkehrsminister aller Zeiten) das Projekt Tschirganttunnel voranzutreiben, mit dem Ziel, den Verkehr noch weiter zu reduzieren! Charmant verschwiegen hat er uns allerdings, wie das funktionieren soll.

 

Nicht viel weniger Charme beinhaltet auch die Aussage des Tourismussprechers von Tirol, Mario Gerber: "Der Zusammenschluss von Kühtai-Hochötz wäre vielleicht der einzige vernünftige in ganz Tirol".

 

Bildlich kann ich mir durchaus vorstellen, wie dieses Statement zu einer tiefen und längere Zeit anhaltenden Zornesröte unseres Oberseilbahners Franz Hörl führte! Damit wird er in den nächsten Wochen wohl locker als Roter auftreten können!

 

Leider ist in der Zwischenzeit noch einiges mehr passiert: So durften sich entgegen der Aussage in der TT vom 25.01.2019 bei der GV in Silz ( Projektpräsentation ) die zahlreich erschienenen Gäste (ca. 200 ) nicht an der Diskussion beteiligen! Nur Dr. Gerd Estermann, dem Initiator der Petition "Nein zur Zerstörung der Feldringer Böden und dem Schafjoch" , wurde nach intensiver Intervention der Silzer Bevölkerung gestattet , ein kurzes Statement abzugeben. In Ötz findet schließlich am 01.02.2019 im EZ-Saal eine weitere Präsentation statt, bei der nur die Tourismusmitglieder (alle Firmen, die per Gesetz Tourismusabgabe an den Tourismusverband bezahlen müssen) eingeladen wurden! Das gemeine Fußvolk ist zwar nicht eingeladen, darf jedoch unterwürfig applaudieren! Was ich persönlich davon halte, darüber breite ich am besten den Mantel des Schweigens, nur soviel sei gesagt: Macht weiter so und die Bevölkerung und die zukünftigen Generationen werden es euch danken !

 

 Ernst Gabl, 6425 Haiming


Reaktionen I zu den Investorenprojekten in Ötz stehen hier ganz am Ende des Artikels


Reaktionen zum neuen Vorschlag eines alternativen Zusammenschlusses von Hochötz und Kühtai stehen hier ganz am Ende des Artikels.


Stellungnahme


Die Interessen der Bürger vertreten

Vorwort: Das Wort zum Montag

 

Die Feldringer Böden und das Schafjoch sind für mich schützenswerte Natur. Ich möchte hiermit als Stammgast nur eine Meinung darstellen und mich keinesfalls in irgendwelche innenpolitische Angelegenheiten einmischen. Wichtige Info dazu: Ich habe Herrn Falkner zum Stammgäste-Treffen in Leipzig zusammen mit Herrn Kurt Fischer persönlich kennen gelernt und habe den Eindruck bis jetzt, dass er in erster Linie nur für seine Bürger und Gäste da ist und dafür auch gewählt wurde und sich in der dritten Amtszeit befindet (gutes Zeichen).

 

Betrifft : Etwas mehr Hirn bitte

 

Sehr geehrter Herr Hansjörg Falkner,

 

nun noch eine wichtige Meinung und auch Alternativvorschläge von einem Stammgast aus Leipzig zum Thema Feldringer Böden und Schafsjoch.

 

Seit 25 Jahren komme ich mit meiner Familie nach Ötz zum Alpinen Ski fahren in das Familienskigebiet Hochötz und fahre auch gerne mit dem Skibus nach Kühtai, das ist so völlig in Ordnung.

 

Wir haben hier auch eine ganz liebe Ötzer Familie kennengelernt und sind befreundet, wir sind vorige Woche nach der ORF-Sendung und dem Artikel in der Zeitung ImstLokal sehr entsetzt, wie man als Bürgermeister (auf deutsch mal richtig übersetzt ist man als Meister für die Bürger gewählt und auch zuständig und hat als allererstes die Interessen der Bürger zu vertreten) die Interessen der Bürger und auch der Natur nicht vertritt, sondern scheinbar nur den Profit der Bergbahn und der Hoteliers (also Macht und Gier) im Hirn hat.

 

Man stößt die Bürger von Ötz vorsätzlich vor den Kopf weil man leider auch als Aufsichtsratschef (!!!) der Bergbahn ganz ganz andere Interessen vertreten muss?

 

Also müssen Sie sich für die Zukunft entscheiden, Aufsichtsratschef oder Bürgermeister, beides geht leider in einer gelebten Demokratie nicht, denn mittlerweile haben Sie einen Großteil der Ötzer Bürger gegen sich .

 

So etwas Ähnliches haben wir vor 30 Jahren in Leipzig zum Bsp. einfach satt gehabt und sind friedlich jeden Montag Abend so lange auf die Straße gegangen, bis die Mauer und die Diktatoren beseitigt waren. Heute sind es die Gelbwesten in Paris, aber leider nicht friedlich und das ist falsch, alle Probleme müssen immer auf alle Fälle friedlich miteinander ohne Druck gelöst werden.

 

So nun zu meinem Alternativvorschlag: Wie wäre es denn, wenn man sein Hirn mehr in den Ausbau von Hochötz steckt, zum Bsp. Kühtaille, Balbach und Mohrenkopf-Lift mit Bubble für schlechtes Wetter und nicht wie jetzt, wenn die Sitze wie im Mittelalter nicht hoch und runtergeklappt werden, sitzt der Gast im Schnee und bekommt während der Gondelfahrt im Freien noch ne Ladung Schnee ab und ist nass zum Schluss und kommt trotzdem jedes Jahr her, denn nicht jeder Gast ist ein Nomade, er kommt immer wieder wegen der schönen Natur ins Ötztal.

 

Noch eine vielleicht eher machbare Idee für die Zukunft, vielleicht noch vom Ochsengarten bis zum oberen Balbach eine große 8er-Bahn und dann Skiweg bis zum Ochsengarten, das ist sicher alles realistischer und auch für weniger Geld machbar und das Feldringer Böden + Schafjochprojekt und das Familienskigebiet Kühtai + Ötz bleibt so wie jetzt damit auch für die Zukunft eine wirtschaftliche eineindeutige attraktive Größe für Ötz und alles bleibt auch im Interesse der Natur, denn die haben Sie bestimmt nicht gefragt, weil Sie die Sprache der Natur vielleicht nicht sprechen und verstehen können.

 

Sie haben noch 3 Jahre Amtszeit wie ich hörte, da würde ich Sie auch noch höflichst bitten, dass Sie vielleicht Ihre ganze Macht und Kraft, die Sie haben, lieber in eine unbedingt notwendige Ortsumfahrung von Ötz stecken, das geht dann auch positiv in die Geschichte von Ötz ein, da sprechen die Nachfahren noch in 100 Jahren vom einzigartigen Falkner-Bogen, da können dann auch alle Hotels in der Werbung, in ruhiger Lage angeben und das wird heutzutage von allen Gästen gern angenommen und die Ötzer Bürger können auch wieder relaxter Leben und bekommen weiterhin auch genug Gäste.

 

Schlusswort:

Mein Wunsch ist: Ende gut alles gut 😊, liebe Ötzer, Ihr habt jetzt die historische Chance, etwas zu bewegen, ich wünsche Euch viel Glück dabei und dass die Bürger und die Natur den Sieg davontragen und nicht Macht und Gier.

 

Diese Lesermeinung wurde am 18.03.2019 vom Ötzer Stammgast Hartmut Bauer aus Leipzig verfasst.


Stellungnahmen

Zum TT-Bericht vom 14.03.2019, "Ötzer Dorfchef macht Druck auf Silz"

 

Also bei allem Respekt: Befangen von Kopf bis Fuß, Verkehrsbelastung im höchsten Grad und dann „Druck“ auf die Nachbargemeinde? Kein Wunder, dass sich in der eigenen Gemeinde Zorn, Ärger und Aufruhr bilden. Solange so argumentiert wird, ist es besser, vor der eigenen Haustür zu schauen, ob alles passt. Im gesamten Zu- und Ablauf der Fernpassstrecke sowie aus dem Inntal. „Wer droht, hat Angst vor der Wahrheit“.

 

Fritz Gurgiser

Transitforum

(14.03.2019)

 

***

 

Eines möchte ich dem Ötzer Bürgermeister ins Stammbuch schreiben:

 

Wenn es in Silz zur Abstimmung kommt, werde ich  aus mehreren Gründen mit NEIN stimmen. Aber das in irgend einer Weise als " ... Gegnerschaft gegen die Betriebe in Kühtai ... " (Originalwortlaut TT) darzustellen, dagegen wehre ich mich aufs Allerschärfste. Jemandem solche Dinge zu unterstellen, ist unterste politische Schublade, Aufhetzerei, und: EIN GRUND MEHR, MICH GEGEN DAS PROJEKT AUSZUSPRECHEN.

 

Der Silzer Gemeinderat hat in der Vergangenheit mehrfach bewiesen, dass man bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen bemüht ist, ein vernünftiges Wachstum in Kühtai zuzulassen und den dort ansässigen Betrieben nicht unnötig Prügel vor die Füße werfen will.

 

GR Reinhard Holaus, Silz

(14.03.2019)


Nicht die Zukunft verbauen!

Ich bin zwar nicht die klassische Wintersportlerin, genieße es allerdings trotzdem, oder gerade deshalb, mich bei jeder Gelegenheit in der näheren Umgebung von Ötz in die Natur zu begeben. Zu meinen schönsten Erlebnissen zählen dabei die Wanderungen über die Feldringer Alm zum Schafjoch. Oben angekommen, fühle ich mich dem Himmel ein gutes Stück näher, wesentlich näher als in Kühtai, das eigentlich höher liegen würde. Die Marend schmeckt dort besser, als das Essen in jedem Haubenrestaurant. Es wäre schade, wenn derartige Empfindungen allen nachfolgenden Generationen verbaut werden würden. Daher unterstütze ich auch vehement die Bestrebungen der Ötzer Bürgerinitiative, welche für eine objektive Podiumsdiskussion eintritt. Meinem Geschmack nach hätte diese bereits lange durchgeführt werden müssen! Das wäre der demokratischere Weg, als Beschlüsse hinter verschlossenen Türen, und vor allem vorbei am Willen der Bevölkerung, durchzudrücken.

 

Dora Czell, 6433 Ötz

(01.03.2019)


Transparenz wichtiger denn je

Bisher habe ich mich nie wirklich für die Dorfpolitik interessiert. Aber was in den vergangenen Wochen und Monaten in Ötz passierte, ist echt nicht mehr "normal" und ein Grund, aufzustehen und mich zu engagieren.

 

In Kühtai und in Ötz herrscht seit letztem Jahr regelrecht eine "Goldgräberstimmung". Es wird geplant, gebaut und investiert, was natürlich jedem auch sein gutes Recht ist. Aber Investitionen und Planungen sollten eigentlich nicht "blind" (auf gut Glück) verlaufen, wenn nicht einmal "gesichert" ist, wie der geplante Zusammenschluss finanziert werden kann und ob das Projekt überhaupt den Behördenweg (UVP) besteht. Man kann allerdings daraus ableiten, wie im Hinterstübchen bereits längst alles ausgemacht wurde.

 

Beim Thema Finanzierung ist in der Bevölkerung viel Skepsis zu spüren! Einerseits sollte die Gemeindekasse mit einem Verschuldungsgrad von 53 % nicht noch weiter belastetet werden, andererseits wird es mit einem propagierten "Zusammenhalten der Region" nicht machbar sein. Wer soll bitte das Großprojekt stemmen? Etwa "Sölden", Banken, oder private "Großinvestoren"? Das würde heißen, dass die zukünftige Entwicklungsrichtung des Dorfes noch mehr von anderen "fremdbestimmt" wird. Und gerade diversen Investoren sollte man ganz genau auf die Finger schauen! Meiner Meinung nach ist das kein Schritt nach vorne, sondern ein großer zurück!

 

Ein Gemeinderat wirkt nicht gerade vertrauenswürdig, wenn bei einem gewichtigen und richtungsweisenden Grundsatzbeschlusses bei mehreren Mandataren Befangenheit besteht. Egal ob rechtlich oder moralisch.

 

Zusätzlich sehe ich hier in Ötz eine sehr eingeschränkte und ungünstige Form der Öffentlichkeitsbeteiligung für die Bevölkerung sowie einen Mangel an Mitspracherecht und Objektivität!

 

Gerade bei einschneidenden Entwicklungssprüngen in einem Dorf sollten Bürgerinitiativen, Verbände und die Bevölkerung eingebunden werden, wie dies in anderen Alpenstaaten möglich ist. Leider wird dies in Ötz bis dato nicht wahrgenommen. Dies wäre aber bereits wichtig gewesen, als es um die Grundstücksumwidmungen für ein umstrittenen Investorenmodell ging, und zwar, um "die Bergbahnen zu beleben" (siehe Artikel in der Tiroler Tageszeitung von Februar-April 2018). Trotzdem wurde mit überwiegender Mehrheit dafür gestimmt. Jetzt stehen wir vor vollendeten Tatsachen, die keinem gefallen.

 

Viele im Dorf fragen sich, ob dieser Entwicklungsweg erst der Anfang ist und ob es sich überhaupt um den "richtigen" handelt! Gerade in der jetzigen Zeit wäre Transparenz wichtiger denn je!

 

Martin Neururer, 6433 Ötz

(01.03.2019)


Es bleiben viele Fragen

Die Vorstellung des Projektes der Skigebietsverbindung der Projektwerber begann 2018 eigentlich recht unglücklich, doch bezeichnend mit der Aussage des Geschäftsführers der Bergbahnen Ötz: „Die Grünen wettern gegen ein Projekt, das wir noch gar nicht kennen“. (Zitate aus: Bezirksblätter Imst 26./27.September). Eine „schlichte Lüge“, wie die Bezirkssprecherin der Grünen im gleichen Artikel feststellt. Denn „es sei bereits im Mai eine Vorprüfung nach den TSSP vom Land für ein sehr konkretes Projekt durchgeführt worden.“

 

Nun kam offensichtlich Hektik auf. In der Oetzer Gemeinderatssitzung vom 7. Dezember 2018 wurde im Sitzungsverlauf das Thema Skigebietserweiterung Hochoetz-Kühtai auf die Tagesordnung gebracht und der Ötzer Gemeinderat unter Entscheidungsdruck gesetzt. „Es ist die letzte Möglichkeit, so einen Zusammenschluss zu machen“. (Zitat Ötzer Bürgermeister im Bericht der Tiroler Tageszeitung vom 11. Dezember 2018)

 

Einige Insider dürften bereits deutlich früher eine Projektvorstellung gehabt haben. So berichtet die Tiroler Tageszeitung in der Ausgabe vom 20. Juli 2016 unter dem Titel „In Kühtai herrscht Aufbruchstimmung“ von einer dortigen außergewöhnlich regen Bautätigkeit. Auch im Ötzer Gemeindegebiet sind die bemerkenswert großen Baukräne und zahlreichen Baustellen der Tourismusbranche unübersehbar. Von der Goldgräber-Euphorie zeugen auch die zahlreichen Investorenmodelle.

 

Es sind viele grundsätzliche Aspekte wie Natur- und Lebensraumschutz, Ökologie, Wirtschaftlichkeit, die Finanzierung und letztendlich die Sinnhaftigkeit des Seilbahn-Projektes meiner Meinung nach nicht ausreichend erarbeitet oder, wenn vielleicht doch, unzureichend oder gar nicht veröffentlicht worden.

 

Eine Information der Projektwerber für alle interessierten Gemeindebürger wäre ein notwendiger und wünschenswerter Schritt. Mit einer Diskussion ohne Redebeschränkung.

Hierzu noch eine Anmerkung: Bei der Projektvorstellung des TVB in Ötz im Saal „E(t)z“ wurden den Fragestellern grottenschlecht funktionierende Funkmikrophone gegeben, während die des Moderators und der Vortragenden perfekt funktionierten. Auch die Fragesteller sollten hörbar sein.

 

Adi Meierkord, 6433 Ötz

(28.02.2019)


Mehr Transparenz und Vielfalt

Ohne die Arbeit einzelner Mandatare negativ bewerten zu wollen, fand ich schon bei der letzten Gemeinderatswahl, dass es nicht optimal ist, wenn es keine Meinungsvielfalt in einem Gemeinderat gibt.

 

Ich habe den Artikel von dynamoetz gelesen, finde ihn teilenswert und schließe mich dem Wunsch des Verfassers nach mehr Transparenz an.

 

Persönlich stehe dem Zusammenschluss neutral bis positiv gegenüber. Ich verstehe auch, dass es Akteure gibt, die dem Ganzen noch sehr viel positiver gegenüberstehen. Ich finde es allerdings nicht gut, wenn im Gemeinderat befangene Mandatare sitzen und abstimmen. Ganz egal wie "befangen" jemand nach Rechtsgrundsätzen ist, sollte man sich eigentlich auch moralisch schon alleine deshalb für befangen erklären, damit kein Gerücht im Raum stehen bleibt.

 

Dem Schreiben der BH ist zu entnehmen, dass die Abstimmung gültig ist, da das Ergebnis ja einstimmig war. Nichts desto trotz würde ich mich freuen, wenn es eine offene Podiumsdiskussion in Ötz mit neutralem Moderator geben würde. Dieser Schritt könnte viel Vertrauen zurückbringen. So wie es jetzt gelaufen ist, bleibt immer das Gefühl, dass die handelnden Akteure etwas zu verbergen haben ...

 

Michael Pfister, 6433 Ötz

(27.02.2019)


Genauerer Blick lohnt sich

Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht von ihren Vertreterinnen und Vertretern, dass diese unvoreingenommen und nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Befangenheit im strengen juristischen Sinn ist hierbei nur die Spitze des Eisbergs. Fehlende Unvoreingenommenheit beginnt viel früher.

 

Wenn ich mit Oetzer Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürgern rede, dann erlebe ich natürlich Menschen die den Skigebietszusammenschluss über die Feldringer Böden unterstützen. Ich erlebe aber auch BürgerInnen, die den Zusammenschluss ablehnen und das Naherholungsgebiet lieber frei von großtechnischer touristischer Erschließung halten möchten. Und dann erlebe ich noch ganz viel Skepsis bei fast allen, welche Auswirkungen das Projekt auf die Gemeinde Oetz haben würde. Das Verkehrsthema steht dabei häufig im Mittelpunkt. Neben dem Durchzugsverkehr besteht die Sorge, in Oetz zum Großparkplatz für das Kühtai zu werden ohne Wertschöpung vor Ort zu haben. Viele Menschen fühlen sich von den Verkehrsströmen zu Recht belastet und beschweren sich über Luft-, Lärm- und Landschaftsbelastung. Die Verkehrsfrage gilt dabei für Oetz ebenso wie für Ochsengarten. Jedoch ist die Verkehrsfrage durchaus nicht die einzige Frage, die sich BürgerInnen stellen. Die Finanzierung eines derart großen Projektes ist eine weitere offene Frage. Wie sollen klamme Gemeindekassen derartige Großprojekte vorfinanzieren oder die Risiken für Ausfälle übernehmen? Die Erfahrung zeigt, dass die Risikobereitschaft privater Investoren häufig schnell endet und dann doch wieder die öffentliche Hand einspringen soll.

 

Kurzum: Ich erlebe von einer großen Anzahl Oetzer BürgerInnen eine gehörige Portion Skepsis. Dass diese Skepsis in einem Gemeinderat nicht abgebildet ist, sondern ein Gemeinderat einstimmig für ein Projekt votiert ist dabei doch eigenartig oder? Da braucht noch gar nicht die Rede von Befangenheit im juristischen Sinn sein. Unvoreingenommenheit, Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen, Vertretung der Wählerinnen und Wähler - das alles sind Werte die weit vorher schon zum Tragen kommen. Wenn im konkreten Fall durch die Bezirkshauptmannschaft auch noch echte Befangenheit festgestellt wird, dann lohnt sich - gültige Beschlüsse hin oder her - ein genauerer Blick.

 

Gebi Mair, Klubobmann Die Grünen

(27.02.2019)


Geheimniskrämerei und Lügen!

Wenn ich es richtig "läuten" gehört habe, möchte die Gemeinde, nachdem bisher alle anderen im weiten Umkreis "informiert" worden sind, bis auf die Ötzerinnen und Ötzer, nun auch innerorts ihre „Charmeoffensive“ starten. Das ist eine gute Idee, wenngleich auch ein wenig spät — und unter denkbar schlechten Voraussetzungen. Begonnen hat alles nämlich mit der Aussage von Bergbahnen-Geschäftsführer Andreas Perberschlager, der meinte, es gäbe überhaupt „kein Projekt“. Zwei Wochen später wurde selbiges eingereicht. Das ist schon einmal ein "vertrauensbildender" Start! Danach lesen wir in der Zeitung, wie unser Bürgermeister beteuert, Bergbahnen-Betriebsleiter Mathias Speckle sei nicht befangen. Anschließend stellt sich heraus, dass er es doch war. Wahrscheinlich wird auch noch einiges andere zutage kommen, was nicht "passt“. Würde mich gar nicht wundern.

 

Man fragt sich daher, ob das Lügen in unserer Gemeinde generell Methode hat und warum die Bevölkerung nicht "ehrlich" informiert wird. Dieser Verdacht drängt sind geradezu auf. Aber warum? Wird die Bevölkerung prinzipiell für dumm gehalten? Ist uns Gemeindebürgern die "Wahrheit" nicht zuzumuten? Oder hat die jeweilige "Wahrheit", immer die Meinung der Obrigkeit zu repräsentieren? Ist es in der Kommunalpolitik gang und gäbe, das zur Wahrheit zu erklären, was gerade den "gewählten Volksvertretern" in ihr Ansinnen passt?

 

Alexander Wolf, 6433 Ötz

(27.02.2019)


Schräges Licht auf neues Skigebiet

Vertreter im Gemeinderat haben nicht ihre eigenen Interessen zu vertreten, sondern jene der Bevölkerung. Viele Gemeindebürger sind aus guten Gründen gegen einen Schigebietszusammenschluss Hochoetz-Kühtai, weil das Ötztal jetzt schon massiv vom Verkehr belastet ist. Investoren verwirklichen ein Projekt nach dem anderen, verschachtelte Kapitalgesellschaften mischen im Hintergrund mit. Dem Ausverkauf von Grund und Boden wird so Tür und Tor geöffnet und die einheimische Bevölkerung schaut einmal mehr durch die Finger. Das Land Tirol in Form der Gemeindeabteilung und des zuständigen ÖVP-Landesrates Tratter hat eine Aufsichtspflicht und ist dazu verpflichtet tätig zu werden, wenn Gemeindevertreter gesetzeswidrig handeln. Ein Schreiben der BH Imst legt diesen Umstand nahe und bestätigt die Befangenheit bei zumindest zwei Gemeinderäten. Wenn es beim Aufsichtsratsvorsitzenden und Bürgermeister rechtlich möglich ist, so hat er zumindest eine moralische Verpflichtung, sich der Abstimmung zu enthalten. Es wirft ein schräges Licht auf die Vorgänge rund um den Schigebietszusammenschluss, wenn der Bürgermeister gegen die Interessen seiner Bevölkerung handelt.

 

Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider

(26.02.2019)


Große Sorge!

Mit großer Sorge verfolge ich bereits des Längeren die Diskussion um das mögliche neue Skigebiet zwischen Hochötz und Kühtai, wobei mir die Idee von Anfang an überhaupt nicht gefällt. Dabei wächst mein Unbehagen aber noch von Woche zu Woche. Was mich am meisten stört ist, dass unsere Gemeindevertreter alles im Geheimen hinter dem Rücken der "NORMALEN" Bevölkerung absprechen und wir erst dann informiert werden, wenn das Projekt eingereicht ist.

 

Bzgl. der Befangenheit ist für mich die Sache klar, so lange Gemeinderäte abstimmen, die im Aufsichtsrat der Bergbahnen sitzen oder bei den Bergbahnen angestellt sind.

 

Noch ein Punkt, der mich nicht erfreut, ist die Finanzierung des Projektes. Wir Gemeindebürger sollen für die Idee einiger Wirtschaftstreibender, die offensichtlich nie genug bekommen können, mit unseren Steuergeldern herhalten. Jahrzehntelang hat es geheißen, die Gemeinde hätte kein Geld wegen dem Lift - und jetzt das! Ein neues Fass ohne Boden auf Kosten der Allgemeinheit und der Natur - zum Nutzen einiger weniger. Vor allem, weil hinter vorgehaltener Hand bereits von Kosten jenseits der 80 Millionen Euro gesprochen wird. Soviel Geld für so wenig Pistenkilometer? Da steckt doch sicher mehr dahinter, was Ihr uns wieder verschweigt!!

 

Ich finde, mit einem Bruchteil des Geldes könnte man das vielgepriesene "FAMILIENSKIGEBIET" auch ohne die Kühtaier attraktiver machen, sodass jeder im Ort weiterhin gut leben kann. Und sich auch jede Familie weiterhin das Skifahren im schönen Hochötz leisten kann.

 

Ewald Maurer, 6433 Ötz

(26.02.2019)