Faktenlage: Das erste, in Ötz vieldiskutierte, Investorenprojekt (von Peter Grüner) steht kurz vor seiner Fertigstellung. Um das vierte, jenes der Santer Solar-Brüder, ist es zuletzt recht ruhig geworden. Bleiben vorerst die Vorhaben Nr. 2 und Nr. 3.

In einem Gastbeitrag über das Projekt Nr. 2,  das auch ein Investorenmodell sein könnte und von dem aktuell der Rohbau abgeschlossen ist, geht Martin Neururer der Frage nach, ob es sich bei diesem um eine Belebung des Ötzer Tourismus´ handelt oder doch eher um Geschäftemacherei. Er liefert wertvolle Informationen zur Beantwortung jener Frage, die letztendlich nur jede(r) für sich selbst beantworten kann. Den Bericht gibt es in Kurzform, aber auch für an Details Interessierte in Langform zum Downloaden (inkl. der Quellenangaben).


Die Büchse der Pandora


Wie bei vielen Projekten: Jede(r) will ja immer nur das Beste für den Ort, für die Region! Allerdings scheiden sich bei der Frage, WIE dieses Beste erreicht werden kann, die Geister. Lebenswertes Ötz hat bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass bei derart einschneidenden Vorhaben, wie sie ein neues Schigebiet, der Verkehr oder auch Investorenprojekte darstellen, unbedingt eine breit angelegte Diskussion und ein Nachdenken stattzufinden hat. Es ist ganz einfach die Bevölkerung miteinzubeziehen und ein Prozess durchzuführen, der eine umfassende Betrachtung sicherstellt. Gerade, wenn Projekte anstehen, die das Erscheinungsbild ganzer Ortsteile auf den Kopf stellen. Leider wurde dies bei der Frage der Investorenmodelle verabsäumt und damit ist die Situation für sehr viele Ötzerinnen und Ötzer derzeit auch so unbefriedigend.

 

Projekt Nr. 2, das nicht weit von Projekt Nr. 1 (= Grüner) angesiedelt, sieht aktuell so aus. Der Rohbau ist fertig:

 

 

Im Apartpandora befinden sich acht Luxusappartements. Sie umfassen eine Fläche von rund 700 Quadratmetern. Als Errichter des Luxusanwesens ist die „Pandora Immobilien GmbH“ mit Firmensitz in Oberfeldweg 7b in Erscheinung getreten. Herr B. und seine Ehefrau sind die Haupteigentümer. Zeitgleich wurde in Malta eine Gesellschaft gleichen Namens gegründet. Die beiden aus der Slowakei stammenden Stieftöchter Nikoleta und Viktoria E. besitzen die restlichen Anteile der Gesellschaft. Beide junge Frauen treten in den sozialen Medien unter anderem als Tänzerinnen auf (Foto Facebook):

 

 

Heimische Insider schätzen, der Bau der Apartpandora würde zusammen mit dem Grunderwerb rund 2 Millionen Euro kosten. Werden alle Appartements verkauft, ergäbe das einen Erlös, der jenseits der 5 Millionen Euro-Grenze liegt.

 

Sagt: Wie war das noch einmal mit unserer Tourismusgesinnung, die auf dem Fleiß und der Freundlichkeit der Einheimischen beruht? Wie war das noch einmal mit unserer Ferienregion, dessen Fokus auf Familien ausgerichtet ist?

 

(mane, 29.05.2019)

 

Die Langversion zum Downloaden:

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Stellungnahmen


Schicke euch ein Foto. Mir ist beim Lesen dieses Artikels etwas klar geworden: Es hat darin geheißen, Politik ist Kommunikation und der Trump hat einen "Falken". Bei uns wird zwar nicht kommuniziert, aber wir haben auch einen "Falke". Die Frage ist, für wen er den "Hardliner" macht. Er wird doch wohl nicht Diener von einigen wenigen Wirtschaftsbossen sein und dafür die Bevölkerung links liegen lassen?

 

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Werter Freund und (Kupfer-?)Stecher, geschätzter Berni! Alles gut und recht und beeindruckend, wie ihr euch ins Zeug legt Nützen wird dies alles wohl wenig. So lange nämlich bei uns nach wie vor die Wirtschaft das alleinige Sagen hat, wird sich nichts ändern. Die Dominanz war bereits zu Zeiten des Jochl Grießer so, da hat man sich nur die Gelder anschauen brauchen, die für die Wahlwerbung ausgegeben worden sind. Wenn sich nicht bald einmal auch andere Leute politisch engagieren, sehe ich langfristig leider schwarz.

 

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Wieso legt sich eigentlich Bürgermeister Falkner derart ins Zeug um gewisse Sachen durchzuboxen?

 

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Neues Gemeindehaus, Krabbelstube, Acherberger-Alm, Pavillon, Umwidmung Moos, Umwidmung Oberfeld, Umwidmung Grünland unterhalb Ötztaler Straße am südlichen Ortseingang, Investorenprojekte, neues Skigebiet. Seht ihr auch, wohin der Weg führt? Will man jetzt, nachdem wir den Verkehr einer Stadt haben, auch das Ortsbild an diesen Wahnsinn anpassen?

 

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Wie sehen die politischen Konsequenzen aus sollte sich herausstellen, dass die Investorenmodelle in Ötz nicht den gewünschten Erfolg bringen?

 

(09.06.2019)


Wie viele richtig sagen: Politische Funktionen gehören auf maximal zwei Perioden begrenzt.

 

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Jemand hat errechnet, dass sich dadurch, dass beim MLR-Projekt von der Gemeinde ein zusätzliches Stockwerk genehmigt wurde, über sechs Millionen Euro für die Penthouse-Wohnungen lukrieren lassen. Ist diese Rechnung gerechtfertigt?

 

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Es hat noch keiner Gesellschaft gut getan, wenn sie einseitig dominiert wird. Wenn ein paar absahnen und der Rest für dumm verkauft wird, ist dies eine schlechte Grundlage für ein Zusammenleben.

 

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Sind unsere Dorfbosse jetzt zufrieden, wenn die Reichen und Schönen dieser Welt ihr zweifelhaft erwirtschaftetes Geld bei uns verpulvern, und zwar in Buden, die ich nicht einmal geschenkt haben möchte, weil jeder dem anderen in die Suppe schauen kann? Glaubt ihr wirklich, dass wir damit ein Monte Carlo oder St. Moritz werden? Ist Größenwahn nun unser Motto?

 

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Stimmt es, dass Peter Grüner 1 Haus komplett übernommen hat und andere wegen schleppendem Verkauf als Personalwohnungen angeboten werden?

 

(08.06.2019)


Endlich sind die Ötzerinnen und Ötzer aufgewacht. Weiter so!

 

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Könnt ihr bitte einmal etwas über die Verbindungen ins Ausland bei den Investorenprojekten und die Steueroasen bringen?

 

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Es tut sich allerhand, langsam wird es für die "Gemeindeoberen" doch etwas ungemütlich werden. Was wäre, wenn es dynamoetz nicht geben würde. Vieles, vieles würde im "Sand" verlaufen. Du tust dir sehr viel Arbeit an und nimmt auch viel deiner Zeit und Energie in Anspruch. (...) Besonders bewundere ich, dass du nie schnell aufgibst und letztendlich immer positive Lösungsansätze bringst. Andere hätten den Hut schon lange draufgehaut und sich verbittert in ein Eck zurückgezogen. Aber man kennt deine Beharrlichkeit vom Fußball! Danke!

 

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Ich möchte unseren Gemeinderat und unseren Bürgermeister fragen, ob ihr euch schon noch in den Spiegel schauen könnt? Unsere jungen Ötzerinnen und Ötzer müssen hoffen, dass sie einen Bauplatz bei einer Verlosung bekommen und ihr schmeißt die schönsten Bauplätze irgendwelchen Investoren in den Rachen ...

 

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Für mich ist bezeichnend, dass ausgerechent die Oberschützen im Ort, jene, die in der Kirche mit weißen Handschuhen zur Kommunion gehen und sich als Heimatschützer ausgeben, die Naturzerstörung und den Kniefall vor dem Geld gefördert haben. Sie frage ich: Schämt ihr euch eigentlich nicht?

 

(07.07.2019)


Das Investorenprojekt Grüner wird bald fertig sein und wie es jetzt aussieht, wird es keine Ausrückung der beiden Kulturvereine Schützen und Musikkapelle geben. Wird wohl dem Projektbetreiber und den Gemeindeverantwortlichen bei der derzeitigen Stimmung zu riskant sein.

Jedoch erst durch die einstimmigen Gemeinderatsbeschlüsse konnte ein solches Projekt ermöglicht werden. Die Bürger und Bürgerinnen unserer Gemeinde könnten daher schon davon ausgehen, dass solche Beschlüsse zum Wohle unserer Bevölkerung gefasst werden, und daher ein Ausrücken dieser zwei genannten Vereine vertretbar wäre. Dem ist jedoch bei weitem nicht so. Echt toll und für unsere Werbung herzeigbar wird dieses Projekt erst dann, wenn in einigen Jahren die Fassaden abgewettert sind und sich den bereits bestehenden Objekten in der näheren Umgebung anpassen (nur die Augen aufmachen!). Man wird jedoch noch lange darüber reden und schimpfen, nur ändern wird sich das für Generationen nicht. Es sollte jedoch ein Mahnmal sein, wohin unsere gleichgültige Einstellung in der Gemeinde (siehe Listenerstellung bei der letzten Gemeinderatswahl) führen kann!

 

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Ich möchte einmal danke sagen für deine Bemühungen, Bernhard, und die deiner Helfer. Du hast für den Ort schon früher viel geleistet und jetzt ist es total wichtig und wertvoll, was ihr macht. Da können sich ein paar eine Scheibe abschneiden. Wenn ich helfen kann, gerne!

 

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Sehr guter und äußerst treffender Artikel "Wurm drinnen"! Das kann auch nur dir einfallen. Gratulation! *** Guter Artikel! ***

 

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Von ähnlichen Projekten hört man, das Problem seien die jeweiligen Betreibergesellschaften. Sie werfen relativ schnell das Handtuch, weil sie selten richtige Ansprechpartner haben. Holländer, Briten, oder wer auch immer, antwortet selten, auch, weil man die Schriftstücke in allerhand Sprachen übersetzen müsste. So bringt man keine einheitliche Linie zusammen und das ganze Kartenhaus stürzt in sich zusammen. Das größte Problem hat aber dann die Gemeinde, denn die braucht Zustelladressen, die für das Ausland nur über einen hiesigen Rechtsanwalt gemanaget werden können. Ein heilloses Tohuwabohu hat damit seinen Anfang genommen, niemand kann mehr zwischen richtigen Eigentümern und falschen unterscheiden und vor allem kann die Gemeinde auch nie etwas in den Häusern selbst kontrollieren. Da bräuchte es eigenes Personal und das wird man sich nicht leisten können, weil ohnehin nichts herauszuholen hat. Die Gemeinde müsste einen eigenen Rechtsanwalt anstellen, der nichts anderes tut, als sich mit unserem Investorenprojekt und dessen Art der Belegung zu beschäftigen. Das werden wir uns daher nicht leisten können.

Solche Probleme gibt es auffällig oft, wenn neue Geschäftsmodelle auftauchen. Zuerst macht es einer, jeder will es nachmachen, egal, ob die Rahmenbedingungen passen, oder nicht. Dann folgt die große Ernüchterung. Für mich auch ein Hinweis, dass die Raumordnung den Gemeinden entzogen gehört, weil die damit offensichtlich total überfordert sind. Andererseits genehmigt das Land derzeit jeden Schmarren, den die Gemeinden vorlegen. Auch das ist nur Augenauswischerei und ein Systemfehler.

 

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Bei den Schützen und der Musig wird jetzt also sortiert in solche mit Rückgrat und in die A....kriecher.

 

(06.06.2019)


 

Ein paar unserer Musikanten haben dem Kapllemeister bereits mitgeteilt, dass sie bei einem allfälligen Ausrücken für die Eröffnung des Investorenprojekts nicht zur Verfügung stehen. Wird interessant zu schauen, wer Charakter hat.

 

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Wenn ein Ötzer gefragt wird, wer bei uns Bürgermeister ist, sagt der immer, wir haben drei: Unterschreiben tut der Falke, bestimmen tun Speckle und Haslwanter. Wie Recht er damit hat, zeigt leider die traurige Realität.

 

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Habe wieder einmal in deinem Buch wöll töll völl nachgelesen: Das mit der Hirngruaba und dem Hinweis, dass es die Bürgerliste mit der Bevölkerung nicht kann - wie wahr, wie wahr!

 

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Ich war früher selbst Gemeinderat. 20 Punkte in nicht einmal zwei Stunden ohne eine Diskussion oder ein Nachdenken abzuhandeln, das wäre uns niemals eingefallen. Das kommt aber davon, wenn im Hinterstübchen vom Heiner alles ausgeschnapst wird. Im jetztigen Gemeinderat heißt es dann, der Club hat das so beschlossen und alle reißen die Hand hinauf. Wie kann man sich selbst nur so bloßstellen und gehen lassen?

 

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Die derzeitigen Ötzer Macher wollen in der jetzigen Periode noch schnell alles durchdrücken, was ihnen in den Kram passt. Sie haben wohl Sorge, dass unsere Kinder oder Enkelkinder auch noch etwas zum Gestalten übrig bliebe. Für sie gibt es offensichtlich kein Morgen, dabei sollte man jetzt einmal schauen, wie es mit dem Wintersport und dem Klima überhaupt weitergeht. Die Zeichen dafür sind nämlich gar nicht so rosig.

 

(05.06.2019)


Dass so etwas in Ötz hat passieren müssen, macht mich einfach nur traurig.

 

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Piefke Saga-Bonusmaterial: Schützen-Leutnant Grüner will eine neue 30.000 Euro teure Gartenmauer weil seine alte beim Zusammenrumpeln ist. Wer spricht sich im Gemeinderat neben "unserem Schützenkamerad" Falkner dafür aus? Schützenhauptmann Speckle und Tamperer Auer. Sensationell!

 

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Was ich nicht verstehe: Haben unsere Gemeindebosse eigentlich keine Kinder oder Enkelkinder? Wahrscheinlich nicht, sonst könnte man nicht auf dem Rücken der einheimischen Bevölkerung solche schwindligen Projekte verwirklichen.

 

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Entweder haben wir wie beim Alpenkönig in ein paar Jahren ein mords Theater, das die Gemeinde ausbaden kann, oder es werden Billigtouristen einquartiert, junge Burschen für ein Wochenendremmidemmi. Qualitätstourismus wie in Kitzbühel, wo so ein Modell vielleicht funktionieren würde, kann ich mir jedenfalls bei uns jedenfalls nicht vorstellen.

 

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Die Holzfassade schaut zwar jetzt recht nett aus, in ein paar Jahren kannst du sie nicht mehr anschauen. Dann ist ohne Vordach alles von der Sonne und dem Wetter "abgeschossen".

 

(04.06.2019)


Persönlich bin ich einerseits froh, dass unsere Firma im Mountain Lake Resort (MLR) Arbeit gehabt hat. Andererseits hätte sie diese auch gehabt, wenn an dieser Stelle leistbares Wohnen für die Einheimischen entstanden wäre. Das scheint bei uns für ewige Zeiten undenkbar. Unsere Jungen sind eigentlich arme Schweine! Daher sehe ich die Sache äußerst kritisch und muss sich auch die Gemeinde Ötz an die eigene Nase greifen. Sie hat hier einiges vergurkt. Das kommt aber davon, wenn kurzfristige Profitgier vor langfristigem Denken steht. 

 

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Der Falke hat einiges Gutes für unseren Ort getan. Jetzt montiert er sich aber gerade selbst ab, indem er deutlich demonstriert, wessen Handlanger er ist.

 

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Wenn man jahrelang sündteure Pläne für ein sinnloses Schigebiet auf den Feldringer Böden schmieden lässt und danach eine Kommunikationsfirma braucht, damit man mit der Ötzer Bevölkerung ins Reden kommt, dann spricht das Bände. Bin gespannt, wie die politische Verantwortung ausschaut. Aber wahrscheinlich zahlen wir eh wieder alles alleine, indem die Gemeindesteuern hinauf gehen. Und die anderen reiben sich die Hände.

 

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Von wegen Luxusappartements! Dass ich nicht lache! Die Cristal Spaces-Appartments werden zwar hochpreisigst beworben und angeboten, allerdings ist die Ausstattung ein Witz. Jeder Häulsbauer bei uns hat eine hochwertigere Ausstattung. Das fängt bei den billigen Türen an und geht über die Ausstattung, die mittels Großlieferungen aus dem Ausland einzig und allein der Gewinnmaximierung dient. Qualität hat das keine. Ich möchte keine solche Vogelsteige geschenkt. Im Plan war beim Wellness-Bunker gscheid eine aufwändige Steinfassade drinnen, geworden ist`s ein billiger, grauer Reibeputz. Alles nur Lug und Trug.

 

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Nach der letzten Schützenprobe hat es einer laut ausgesprochen und so mancher Kamerad denkt gleich: Wenn wir mit unserer Kompanie bei der Eröffnung des MLR ausrücken sollen, geben wir unsere Trachten zurück! Wir sind da ganz bei den Kollegen aus Umhausen, welche auch nicht für die Wolf-Auer-Kaserne ausgerückt sind (gemeint ist hier das Explorer Hotel, Anm.). Alles was gut ist.

 

(03.06.2019)