Faktenlage: Kein Thema bewegt die Ötzerinnen und Ötzer aktuell mehr als jenes der Investorenmodelle. Während diese aktuell von vielen Seiten abgelehnt werden, scheint Ötz im Gegensatz dazu geradezu ein Paradies. Hier wurden oder werden bereits drei Projekte verwirklicht, die wohl, so vermuten einige, auf einer Spekulation auf ein neues Riesenschigebiet beruhen. Die „neuen Ötzer“, welche die Investorenmodell-Apartments kaufen, gründen vielfach Firmen, die in der Schweiz, in Irland, Liechtenstein, Malta, oder wo auch immer, angesiedelt sind.

 

Derzeit wird überlegt, ob zwischen MPreis und Alpenrose ein viertes Projekt gebaut werden soll. Dazu wird der politische Ball zwischen Gemeinde und Land hin- und hergeschoben. Anschließend wird man sich als Ausrede auf den jeweils anderen berufen. Wir Ötzerinnen und Ötzer fragen uns, ob ausgerechnet die in Verruf geratenen Investorenprojekte dazu geeignet sind, unseren Tourismus anzukurbeln. Adi Meierkord hat dazu drei Punkte genauer unter die Lupe genommen: Er stellt mit seinem Beitrag jene Fragen, die wahrscheinlich schon lange hätten diskutiert werden sollen. 

 


Investorenmodelle und die Goldgräberstimmung in Ötz


Zur Einstimmung Bilder der Pläne des vierten Investorenmodellprojektes:

 

 

Grundsätzliches:

 

1.      Was ändert sich durch ein Investoren-Hotel für die Besitzer der Nachbargrundstücke?

 


Sie haben es nun beispielsweise beim All-Suite Mountain Lake Resort in Ötz mit bis zu
56 zusätzlichen Grundeigentümern zu tun, deren Zustimmung bei Änderungen in der Bebauung des eigenen Grundstücks einzuholen ist, auch wenn es nur um eine Gartenmauer geht. Diese zusätzlichen neuen „Nachbarn“ sind zudem möglicherweise auch noch weltweit verstreut.

 

Öha! Wurde Euch das bei den Bauverhandlungen nicht gesagt?

 

 

2.      Nichtinhaber-geführte Vermietungsbetriebe arbeiten gerne mit Dumpingpreisen, weil sie anders kalkulieren, als dies jene tun, welche fremdfinanzieren müssen:
Als Beispiel sei das neu errichtete Investoren-Resort in Fieberbrunn mit 450 Betten angeführt „ … als 4 Sterne Anlage … zwischen Ende Mai und Ende Oktober für 49,50 € pro Nacht, je Personen, inkl. Halbpension und bis 2 Kinder unter 11 Jahre gratis.“
[Auszug aus einem Bericht der TT vom 06.03.2019.]

 

 „Da sind Kapitalisten und Spekulanten am Werk, die sich ich Tirol einkaufen, die ihr Geld anlegen, aber keinen Tourismus betreiben wollen. Denen geht es nicht darum, Appartements zu vermieten, sondern ihr Kapital gewinnbringend zu investieren.
[LA-Markus Sint in unsertirol24 am 21.01.2019]

Werden nicht, indem an diese „Kapitalisten und Spekulanten“ die Sahnestückchen der Ötzer Wohngrundstücke verschachert werden, die Grundpreise für Einheimische noch weniger erschwinglich?

Haben nicht unsere Gemeinderäte  gelobt: „ ... ihr Amt uneigennützig  und unparteiisch auszuüben und das Wohl der Gemeinde und ihrer Bewohner nach bestem Wissen und Können zu fördern“?
[Rechtsvorschrift der Gemeindeordnung §28 Gelöbnis, Fassung vom 03.01.2016]

Sind die Ötzer Touristiker und Hotelbetreiber wirklich davon ausgegangen, dass Dumpingangebote durch Investorenhotels in Anbetracht der dem Investor garantierten Rendite nicht möglich seien?

 

 

Hierzu ein Kosten-Vergleich weiterer Investorenhotels:

 

Luxus-Ferienresort Alpin-Lodges, Firma Jägerbau , Zell am See    =  3.650,- Euro/m²

 [Die Presse vom 15.06.2018]


Edelweiß Immobilien im Oberes Murtal, Lungau,          = 3.000,-  bis 4.500,- Euro/m²

 [Die Presse vom 15.06.2018]


All-Suite Resort Ötztal, Ötz                                           = 6.100,-  bis 8.600,- Euro/m²
[Kristall Spaces AG Preisliste 2018]

Öha! Diese Preisgestaltung könnte fast den Eindruck erwecken, dass sich der Investor die ihm vertraglich garantierte Rendite mit dem Kaufpreis selbst zahlt, oder etwa nicht?

 

3.     Wer ist für die Genehmigung solcher Investoren-Hotels zuständig – und damit letztendlich auch verantwortlich? Oder, anders gefragt, hat die Gemeindeführung auf solche Projekte keinen Einfluss?

Wie es auch gehen kann, zeigte die Gemeinde Leutasch in der Gemeinderatssitzung vom 12.08.2016. Hier stimmte die Gemeindeführung über den Antrag eines Herrn „Simon Atterbury/Kristall Spaces“ auf Errichtung eines „4 Sterne Plus Hotels mit 200 Betten“ ab.
Der Gemeinderat lehnte das Projekt einstimmig ab.
[Gemeinderat-Sitzungsprotokoll der Gemeinde Leutasch vom 12.08.2016]

Anders dann in Ötz: Hier widmet die Gemeindeführung fast 6000 m² Grund von Wohngebiet in Tourismusfläche für ein Investorenhotel der „Kristall Spaces“ um.
[Gemeinderats-Sitzungs-Beschluss Ötz am 06.09.2017]

Somit klingt diese Aussage für Ötzer Gemeindebürger fast wie Spott und Hohn: „Wir bauen ausschließlich auf touristisch zugewiesenen Grundstücken. Unsere Projekte beeinflussen in keiner Weise die Grundstückspreise für Wohnbauprojekte.“
[Simon Atterbury, Geschäftsführer der „Kristall Spaces“, in der TT am 15.06.2018]

„Es obliegt … den Gemeinden, an wen sie Grundstücke veräußern!“
[Landesrat Johannes Tratter in der TT am 07.01.2019]

„Ich (Mario Gerber, Anm.) fordere ein Aus für Investorenmodelle und will die Ortschefs aufklären!“
[ÖVP-LA Mario Gerber in der TT am 06.03.2019]

 


Öha! Seht ihr das auch so?
Bürgermeister und Gemeinderat sagen JA oder NA!

 

(adme, 21.04.2019)

 


Stellungnahmen zum Thema


 

* Es könnte einem angst und bang für die Zukunft unserer Gemeinde werden, wenn jetzt Gemeinderäte im nachhinein behaupten, bei der MLR-Anlage Grüner das Ausmaß des Projektes trotz mehrmaliger Beschlüsse (einstimmig oder mit großer Mehrheit) nicht erkannt zu haben.

 

* Wie sehen die politischen Konsequenzen aus wenn die Investorenmodelle nicht funktionieren?

 

* Hoffentlich legt man Invest-Projekt Nummer 4 auf Eis wie Liftprojekt.

 

* Alles dreht sich um dasselbe Problem: kein Strategieplan für die Zukunft.

 

* Ich bin dafür, sich die Sache zuerst einmal anzuschauen und dann erst zu urteilen. Sollte sich dann allerdings herausstellen, dass die Oetzer Bemühungen um Steigerung des Tourismus verfehlt sind, sollten die Verantwortlichen auch den Kopf dafür hinhalten.

 

(02.05.2019)

 


 

* Der Eröffnungstermin des All Suite Resorts (Mountain Lake Resorts?) ist am 6. Juli 2019. Wette, Schützen und Musik sind vollzählig vor Ort. Ötzer haben leider keine Eier. Lieber vorne herum ein schönes Gesicht machen und hinten herum maulen. So schauts aus. Jeder das, was er verdient.

 

* Gemeinderäte erzählen, sie hätten für die Genehmigung der MLR-Anlage lediglich eine geschönte Visualisierung in die Hand gedrückt bekommen. Das eigentliche Ausmaß sei ihnen nicht bewusst gewesen. War das Taktik? Und wenn nicht, war sich der Bürgermeister als 1. Bau-Instanz bewusst, was optisch folgen würde? Das Ganze ist wie die Faust aufs Auge, schreckliche Optik!

 

* Stimmt es, dass mittels Billigangeboten Area 47-Klientel nach Ötz geschleust werden soll?

 

* Es kommt mir immer mehr vor, dass unsere Gemeinde eine Art "2-Klassen-Bauordnung" betreibt. Reiche Leute dürfen (fast) alles, vor allem wenn es dabei um "Betten" geht, und die Bevölkerung muss sich streng an die Bauregeln halten.

 

* Stimmt es, dass bei einem Wohnprojekt der Gemeinde Ötz auf dem Areal der alten Tiwag-Niederlassung ein Personalhaus statt Wohnungen für Einheimische errichtet wird?

 

(01.05.2019)


 

* Zum Thema Schleuderpreise: Zwei Internet-Auktionen, die am 24. u. am 28. April beendet wurden mit ihren endgültig ersteigerten Preisen für jeweils 2 Personen (Kinder bis 12 Jahre gratis) + "Ötztal Premium Card" sowie die Nutzung des Wellnesshauses (Pool, Badeteich, Saunen, Dampfbad, etc.) erzielten ...

 

155.23 € für 4 Tage

201.00 € für 5 Tage

 

Ist das die Wertschöpfung , die wir in Ötz haben wollen? Hoffe inständig, der Gemeinderat lehnt Projekt Nr. vier beim MPreis aus verschiedensten Gründen ab und verordnet sich Nachdenkpause.

 

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* Warum wurden die sonst in Ötz gültigen Bauvorschriften ausgerechnet bei den Investorenprojekten derart über den Haufen geworfen?

 

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* Macht es nicht generell eine schlechte Optik, wenn der Bürgermeister als Planer von jenen Objekten auftritt, die er dann selbst in der Gemeindestube absegnet?

 

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* Ist man sich sicher, dass hier nicht Freunderlwirtschaft betrieben worden ist?

 

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* Gibt es hinter dem Ganzen mit gewünschtem neuem Schigebiet und Tausenden neuen Betten einen Strategieplan? Wenn ja, wurden die Auswirkungen auf den Ort genau beleuchtet, vor allem beim Thema Verkehr?

 

(30.04.2019)


 

* Die neue Oetzer Sehenswürdigkeit am Örlachweg wird im Volksmund "Little Manhattan" oder auch "Talsperre" genannt. Finde die drei Fehler:

 

 

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* Schützenkamerad Hansjörg Falkner genehmigt Leutnant Peter Grüner einen Bau, der alle Grenzen sprengt. Hauptmann Mathias Speckle  erhält dafür neue Trachten. Die Piefke Saga lebt!

 

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* Warum lässt die Gemeinde Oetz eine so "dichte" Bebauung im Oberfeld für die Errichtung eines Luxus-Appartementhauses zu? Auch wenn dabei die Bauordnung eingehalten wurde, trotzdem fühlen sich die Anrainer "überfahren" und "allein gelassen". Wird bei der Bauordnung in Oetz etwa mit "zweierlei Maß" gemessen?

 

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* In einem Beitrag vom 23.04.2019 (ganz unten) wurde gefragt wie die "Dumpingpreise" für Übernachtungen verhindert werden können, damit die einheimischen Betriebe nicht unter Zugzwang geraten.

 

Nun, dazu kann man nur noch sagen, es ist bereits geschehen und das viel schneller als gedacht! Das Appartementhotel ist noch nicht einmal fertiggestellt und es werden bereits jetzt schon Urlaubsangebote mit 4, 5 und 8 Tagen (incl. Ötztal Premium Card, Nutzung des Wellnesshauses (Pool, Sauna, Dampfbad, etc.) u. Kinder bis 12 Jahre gratis) zu "Schleuderpreisen" auf "eBay" versteigert.

 

Siehe angebotene Auktionen unter: https://www.ebay.at/sch/i.html?_odkw=All-Suite+Resort+%C3%96tztal&isRefine=false&_osacat=0&_ipg=100&_from=R40&_trksid=m570.l1313&_nkw=All-Suite+Resort+%C3%96tztal&_sacat=0.

 

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* Aus einer anderen Zuschrift:

 

 

(29.04.2019)


 

* Kann dem Eintrag hinsichtlich der Eröffnung des Invest-Modells in Oetz nur beipflichten. Bin auch gespannt, wie sich die zwei Kulturvereine (Schützen und Musik) verhalten, sollte ein solches Ansuchen an sie herangetragen werden, denn immerhin ist Peter Grüner aktives Mitglied der Schützenkompanie (im Offiziersrang) und hat großzügerweise auch Trachten für die Kompanie spendiert. Nicht zu vergessen ist auch, dass Vbgm.M.Speckle Schützenhauptmann ist und BM.Hansjörg Falkner gehört ebenfalls der Schützenkompanie Oetz an. Erinnert muss an die einstimmigen bzw. mit großer Mehrheit gefassten Gemeinderatsbeschlüsse werden, die die Notwendigkeit dieses Projektes zum Wohle unseres Tourismus und schlussendlich daher für uns alle in Oetz unterstreichen. Man weiß es nie: Oetz kann das Eldorado für Millionäre werden!

 

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*  In eurem Bericht steht, dass die Gemeinde an Grüner verkauft hat. Das stimmt nicht, der Grund hat Grüner bereits gehört, aber die Gemeinde hat ihm das Bauen in dieser Art und Weise erlaubt, das ist leider der springende Punkt.

 

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* Gehe davon aus, dass in wenigen Jahren billige Appartments in Oetz zu kaufen sein werden......

 

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* Wie schaut es mit den aktuellen Verkaufszahlen aus? Es wird vieles gemunkelt. Einen Block habe Hr. Grüner selbst kaufen müssen und die Zahlen beim Bauansuchen seien geschönt gewesen. Damals hätten bereits die Hälfte der Appartments verkauft sein müssen, sonst wäre die Anlage nicht zu genehmigen gewesen. Weiß jemand mehr?

 

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* Eigentlich hätte man mit dem Jäger-Projekt in der Dorfmitte (ehem. Bäckn-Haus), das den Großteil des Jahres dunkel ist, ein abschreckendes Beispiel gehabt. Wieso wurde trotzdem auf diese Art der Tourismussteigerung gesetzt? Hat man sich mit der Thematik „Investorenmodelle“ ordentlich auseinandergesetzt?

 

(28.04.2019)


 

* Kennt man eigentlich schon den Termin der Eröffnungsfeier? Das würde mich sehr interessieren, weil ich mir die Zeremonie genau anschauen werde. Ich bin schon gespannt, ob all die Schützen und Musikanten die jetzt so über den Bau schimpfen, freudig ausrücken werden. In Umhausen haben beide Vereine dem Explorer Hotel die kalte Schulter gezeigt und sind nur mit einer Fahnenabordnung vertreten gewesen. Wahrt man in Oetz den Schein oder steht man zu seiner Einstellung?

 

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Wieso haben die Anrainer des MLR-Projekts das Gefühl, dass ihnen bei den diversen Besprechungen und Verhandlungen seitens der Gemeinde kein Gehör geschenkt wurde?

 

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In Ötz rechnet man mit 120 Vollbelegungstagen. Wie sollen beim Projekt von Herrn Grüner die versprochenen Renditen herausschauen, wenn Appartments im Durchschnitt 500.000 Euro kosten. Da wäre ja jeder andere Unternehmer in Ötz blöd, der um weniger Geld bauen muss.

 

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Mich würde interessieren, warum sich unser Bürgermeister für Peter Grüner so ins Zeug legt. Zuerst wird die Bauordnung total auf den Kopf gestellt, dann ein Zubau ans Privathaus genehmigt, der bis an die Grundgrenze reicht und dann soll auch noch auf Gemeindekosten eine neue Mauer gebaut werden. Da stimmt doch etwas nicht.

 

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Ein Foto jener Mauer, die wahrscheinlich mit Steuergeldern neu gebaut wird zur Dokumentation. Danke für diese Zuschrift:

 

 

(27.04.2019)


* Man sollte jetzt einmal schauen, wie das erste große Investorenprojekt funktioniert vor man neue baut. Ich habe große Zweifel, ob die Sache gut funktioniert.

 

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* Stimmt es, dass im ursprünglichen Kaufvertrag für jenes Gebiet, auf dem heute das Grüner-Investorenmodell steht, ein Verbot von Freizeitwohnsitzen steht?

 

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* Wieso hat man solche Projekte nicht in der Öffentlichkeit besprochen bevor wir damit beglückt worden sind?

 

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* 2014 wurde von Kristall Spaces (KS) das "Mountain Lake Resort" in Zell am See in Salzburg eröffnet. Hier ein kleiner Vorgeschmack nach 5 Jahren Laufzeit, wie die Zukunft von unserem "Mountain Lake Resort" in Oetz aussehen wird, das nun öfters "All-Suite Resort Ötztal - Feel Free" genannt wird. Nur ein paar Beispiele:

 

  • dreckige u. fleckige Sofas
  • Bettwäsche wurde nicht gewechselt bei Ankunft
  • sehr beißender Geruch im Zimmer, der erst nach 2 Tagen erträglich wurde
  • Duschschirm war bei Ankunft kaputt u. wurde erst beim Checkout repariert
  • "Silberfischchen" in allen Zimmern
  • schleißige Reinigung der Sanitär-Bereiche
  • hygienische Mängel im Sauna-Bereich
  • Essen im "Bistro" wird von etwas überforderten Personal lieblos zubereitet und ist nicht zum Empfehlen
  • keine Frühstücksmöglichkeit im "Restaurant" (Anm. Bistro) vorhanden
  • etc.

 

Quellen, siehe Gästerezensionen/Bewertungen in booking.com und Tripadvisor:

 

 

Auch das Mountain Lake Resort in Zell am See hat nur ein kleines "Bistro" als Restaurant, das fast immer leer ist (auch in der Hauptsaison). Der Preis bei der Buchung ist nur für die Unterkunft. Bei der Buchung muss auch eine Kaution von 500 € hinterlegt werden und man muss vor dem Checkout die Wohnung selbst reinigen. Endreinigungsgebühr nach dem Checkout beträgt mind. 80 € bis 120 €, wenn man nicht selbst reinigen kann od. will. Bei der Ankunft muss für frische Bettwäsche 10 € extra bezahlt werden, pro Person! Wenn das auch in Ötz so kommt - ist das unsere vielgepriesene Familien- und Stammgästefreundlichkeit?

 

(26.04.2019)


* Wie jedes Ding, so haben auch die Investorenprojekte mehrere Seiten. Als positiv würde ich die Arbeit bewerten, die dadurch entsteht. Ich hätte mir zwar gewünscht, wenn mehr Einheimische zum Zug gekommen wären und nicht viele Auswärtige, aber immerhin. Eine andere Seite ist die Optik und zu dieser ist eindeutig Folgendes festzuhalten: Ein Stock weniger und zwei Häuser weniger, dann würde kein Hahn danach krähen. So aber ist es ein Mahnmahl gegen die Profitgier geworden. Schade, weil unser Dorf dadurch entstellt wird.

 

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* Stimmt es, dass auch südlich vom Jays ein Chaletdorf kommen soll?

 

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* In welchem Land werden die Einnahmen des MLR-Projektes eigentlich versteuert?

 

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* Das Gefühl in der Ötzer Bevölkerung besagt, dass sich mit derartigen Projekten einige wenige die Taschen füllen. Mit welchen Argumenten lässt sich dagegenhalten?

 

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* Wer bezahlt eigentlich die Sanierung des durch den Bau ramponierten Schwimmbadweges? Geschieht dies auf Gemeindekosten?

 

(25.04.2019)


 

* Stimmt es wirklich, dass Herr Grüner jetzt auch noch auf Gemeindekosten eine neue Gartenmauer bei seinem Haus erhält, weil die alte einsturzgefährdet ist? Die Breite des Örlachweges soll bei seiner Garage unverändert bleiben, aber dort, wo die marode Mauer sich befindet, so abgeändert werden, dass eine neue Mauer auf Gemeindekosten her soll. Bitte um Aufklärung für uns Steuerzahler!

 

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* Der Presse ist zu entnehmen, dass in Galtür der dortige Bürgermeister gegen Kristall Spaces prozessiert weil ein geplanter Frühstücksraum gewinnbringend in ein weiteres Appartment umgewidmet wurde. Ist man sich sicher, dass in Ötz der ursprünglich eingereichte Plan 1:1 ausgeführt wurde?

 

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* Wieso sind alle anderen gegen derartige Investorengschichten außer wir in Ötz?

 

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* Wann gibt der Ötzer Gemeinderat einmal eine Stellungnahme darüber ab, wohin sich unser Ort entwickeln soll? Gibt es überhaupt derartige Überlegungen oder wird einfach dahingewurschtelt?

 

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* Ausgerechnet die Sautner waren so klug, das Santer Solarprofi-Projekt abzulehnen, weil es nicht in das Ortsbild passt. Bei uns wird das noch viel größere am Örlachweg ohne mit der Wimper zu zucken genehmigt. Natürlich einstimmig. Passt da noch irgendetwas zusammen?

 

(24.04.2019)


* Warum werden für ein derartiges Projekt wertvolle Baugründe zweckentfremdet? Wieso denkt man nicht einmal an unsere jungen Einheimischen?

 

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* Wie sollen Dumpingpreise für Übernachtungen verhindert werden, welche die einheimischen Betriebe unter Zugzwang bringen?

 

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* Man kann doch nicht erst die Häuslbauer mit Vorschriften entsprechend der Wohngebietsraumordnung kneblen und dann mittels Umwidmung Hochhäuser mittigs reinknallen. Ein Häuslbauer muss sicher damit rechnen, dass sein Nachbargrundstück irgendwann entsprechend der Bauordnung bebaut wird. Jedoch sicher nicht damit, dass durch zu geringen Abstand und Erhöhung der Bauobergrenze es im Wohnzimmer dunkel wird! Anscheinend hatten die Nachbarn solche Einwände beim MLR. Alle Einwände wurden allerdings im Baubescheid abgelehnt unter der Berufung auf die geltenden Bau- und Raumordnungsgesetze. Somit waren die "Einwände" nicht haltbar. Genauso war es auch bei den Einwänden im Baubescheid von der geplanten Erweiterung vom Grüner-Haus. Bei solchen Projekten müsste man von Anfang an mit einem Anwalt für Bau- u. Nachbarschaftsrecht aufkreuzen, sonst hast du keine Chance. Ist das die bittere Botschaft für uns Ötzerinnen und Ötzer?

 

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* Das ganze Oberfeld wurde vor Jahren in ein Tourismusgebiet umgewidmet. Was kommt dort in den nächsten Jahren auf die Bevölkerung zu? Etwa weitere Appartementhäuser oder Hotels, die zu einer schrittweisen "Entfremdung" und baulichen Verstädterung eines gesamten Ortsteils führt?

 

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* Unser Bürgermeister hat beim Thema Feldring/Schafjoch mehrfach ausdrücklich betont, dass wir ein "Familienskigebiet" bleiben wollen. Ich frage ihn, wie sündteure Appartments mit unseren Familienurlaubern zusammenpassen sollen? Hat man sich das einmal überlegt?

 

(23.04.2019)