Gedanken zur ORF-Sendung


Wir, von Lebenswertes Ötz, begrüßen es grundsätzlich, wenn über ein Thema, wie einem möglichen neuen Schigebiet in unserer direkten Umgebung, reflektiert wird. Allerdings sind wir der Meinung, dass ein Austausch von Argumenten über eine Fernsehsendung lediglich eine nachrangige Möglichkeit darstellt. Besser wäre es, wenn derartige Diskussionen über wichtige Vorhaben gemeindeintern und im Vorfeld geführt würden. Insofern hätte es Qualität, wenn auch in unserer Gemeinde endlich einmal zumindest ein Bürgerbeteiligungsprojekt ins Leben gerufen würden. Und zwar, ehe Ergebnisse feststehen und im schlimmsten Fall bereits etwas gebaut ist, wie dies etwa beim Gemeindehaus der Fall war. Wir sind der Meinung, dass ein Vorhaben umso besser gelingt und nachhaltiger ist, je mehr Menschen sich damit identifizieren und ihren Beitrag dazu leisten. Dazu gehört in einer lebendigen Demokratie auch ein meinungsbildender Austausch von Sichtweisen. Wenn nun ausgerechnet ein Befürworter der vorliegenden Variante von Hochötz-Kühtai selbst davon spricht, dass diese "schlecht kommuniziert wurde", so spricht dies eigentlich Bände.

 

Allerdings ist auch diesbezüglich noch nicht aller Tage Abend! Wir von Lebenswertes Ötz gehen davon aus, dass die jetzt zur Prüfung eingereichte Variante des Zusammenschlusses der beiden Schigebiete Hochötz und Kühtai aus mehreren Gründen nicht realisiert werden wird. Gerade darin besteht allerdings auch gleichzeitig die neue Chance, weil sie ein Nachdenken über Alternativen notwendig macht.

 

Unsere Bürgerinitiative erneuert daher die Anregung, in einen gemeindeinternen Gedankenaustausch einzutreten. Wir sind übrigens, damit dies auch einmal festgehalten ist, für (!) einen Zusammenschluss von Hochötz-Kühtai und können so manches Argument der derzeitgen Befürworter gut nachvollziehen. Auch wir stehen für eine wirtschaftliche Weiterentwicklung. Allerdings sind wir für eine sinnvolle Variante und damit auch strikt gegen die vorliegende. Weil es unseres Erachtens nach bessere, zukunftsgerichtetere Möglichkeiten gibt. Es wäre spannend, diese im Rahmen einer objektiven Podiumsdiskussion zu erörtern und laden daher einmal mehr ein, den innerörtlichen Dialog zu suchen.

 

(best, 12.03.2019)