Faktenlage: Das Projekt Feldring-Schafjoch wurde auf Eis gelegt. Was kommt jetzt? Gar keine Verbindung zwischen den beiden Schigebieten Kühtai und Hochötz? Oder ein anderes Projekt, das die Schwachstellen des alten ausmerzt und darüber hinaus neue, zukunftsgerichtete Aspekte einbringt? Das wäre wohl der Idealfall, wenn die Vorzüge des Zusammenschlusses nicht verloren gingen, sondern, angereichert mit einer Initialzündung für eine nachhaltige Weiterentwicklung, in einem einzigartigen Zukunftsprojekt der Region münden würde. Deshalb an dieser Stelle ein Vorschlag in Form einer sehr umweltfreundlichen Alternative. Motto: Verbindung ja Umweltzerstörung nein!


Zusammenschluss "Hochötz-Kühtai" neu angedacht

Auf dem Weg zum Morgen braucht es jeden Tag neue Wege, neue Spuren. Die alten, das waren jene der Vergangenheit. Sie taugen nicht mehr als Antwort auf die Fragen der Zukunft. Mit den Spuren muss man sich nämlich tagtäglich neu auseinandersetzen. Sie müssen immer und immer wieder neu gezogen werden. Alles andere ist der vielzitierte Schnee von gestern. Foto: Shutterstock

 

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"Ich verstehe nicht,

warum Leute Angst vor neuen Ideen haben.

Ich habe Angst vor alten."

 

John Cage

 

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Der hier nun in der Folge präsentierte Vorschlag wird durch die Bürgerinitiative "Lebenswertes Ötz" unterstützt. Er stellt einen Versuch dar, in der Region nicht das hunderttausendste Schigebiet mit drei zusätzlichen Liften und zwei zusätzlichen Pisten durchzudrücken vielleicht auch noch gegen den Willen der Bevölkerung , sondern sich von der Masse abzuheben und Einzigartiges entstehen zu lassen. Dazu zunächst ein paar Vorbemerkungen:

 

* Ein Zusammenschluss von kleineren Schigebieten wie Kühtai und Hochötz kann grundsätzlich Sinn machen. Voraussetzung: Deren bislang erworbene Identität (erfolgreiche "Familienschigebiete") geht nicht verloren, der Zusammenschluss beeinträchtigt nicht hauptsächlich die Umwelt und das Verkehrsproblem wird nicht weiter verschärft.

 

* Weltweit gehen derzeit in mehr als 100 Ländern Hundertausende von jungen Menschen auf die Straße, um für eine Änderung der Klimapolitik zu demonstrieren. Die Bedeutung der Klimafrage wird in Zukunft weiter steigen, Kinder und Jugendliche von heute sind die Gäste von morgen. Und unsere Kinder benötigen zukunftsfähige Projekte für ihre berufliche Perspektive.

 

* Eines der entscheidenden Kriterien im Tourismus ist das Alleinstellungsmerkmal, die Einzigartigkeit. Insofern sollten wir nicht ein weiteres Schigebiet sein, das künstlich aufgeblasen wird und dessen Hoffnung auf Rentabilität dann vielleicht darin bestehen muss, den "chinesischen Markt" zu erschließen. Auf so einen Wahnsinn sollten wir uns nicht einlassen, zumal China ohnehin eigene Skigebiete baut. Wir sollten im Gegensatz dazu ein innovatives Schigebiet sein, das sich von diesem widersinnigen Trend abhebt. Eines, das eine ganz andere, neuartige Geschichte erzählen und damit einen stabilen sowie sicheren Zukunftsmarkt erschließen kann.

 

* Wir brauchen uns in das sinnlose Wettrennen um die größten Schigebiete und die meisten Pistenkilometer dieser Erde ohnehin nicht einklinken, weil es bei diesem sinnentfremdeten Hochzüchten für uns ohnehin nichts zu gewinnen gibt. Dazu fehlen uns, eine sinnvolle Verbindungsbahn ausgenommen, die späteren Möglichkeiten weiterer Schigebietsvergrößerungen. Das Motto muss daher lauten: Small is beautiful! Damit zusammenhängende Qualitätsverbesserungen werden auch von unseren Gästen erwartet und honoriert.

 

* Ein Verzicht auf einen Sommerbetrieb, wie beim Projekt Feldring/Schafjoch, ist grundsätzlich widersinnig, wenn man im gleichen Atemzug betont, dass man die Ganzjahresauslastung der heimischen Betriebe heben möchte. Ein sinnvolles Projekt sollte daher auch das Sommergeschäft ankurbeln, statt sich diesem zu verschließen.

 

* Von Ötz aus mit dem Lift Kühtai zu erreichen, und umgekehrt, macht dann Sinn, wenn es schnell und ohne mehrmaliges Umsteigen erfolgen kann. In gerade einmal einer Viertelstunde zwischen beiden Schigebieten hin und her pendeln zu können, das hätte Charme. Bei der mittlerweile verworfenen Variante Feldring/Schafjoch wäre man zwischen Ötz und Kühtai hin und zurück mit -zig Mal umsteigen satte drei Stunden lang unterwegs gewesen. Gerade eine schnelle Verbindung würde im Gegensatz dazu auch das (Kühtaier) Sommergeschäft attraktivieren.

 

* Unter dem Ortsschild der Gemeinde "Oetz" hängt der Hinweis "Naturparkgemeinde". An diesem fahren zwar täglich im Durchschnitt 15.000 Autos vorbei, eine weitere Verbindung zum Naturpark fehlt allerdings. Haiming und Silz werden derzeit gänzlich vom Naturpark ausgeschlossen, obwohl sie schützenswerte Gebiete einbringen und damit auch mitpartizipieren könnten.

 

Das Projekt Feldring/Schafjoch geriet zuerst in Schieflage und kam dann zu Fall. So schmerzlich dies für einige gewesen sein mag, etwas Gutes könnte es doch gehabt haben: Die Initialzündung für Neues.

 

Ein neues "grünes" Schigebiet – aber mit Schneegarantie!

 

Ein grünes Schigebiet – und das mit Schneegarantie? Geht das? Ja, es geht. Denn "grün" ist hier im Sinne von umweltfreundlich, von nachhaltig gemeint. Nichts zu tun hat die Beifügung "grün" mit aperen Hängen oder der Kennzeichnung für eine sehr leichte Abfahrt. Wenn wir nun also die beiden Schigebiete Kühtai und Hochötz zusammen schließen, dann könnten wir dies unter dem Aufhänger "Erstes grünes Familienschigebiet der Welt" tun. Wir wären damit Vorreiter einer Bewegung, die auf viel Akzeptanz stoßen würde. Die Botschaft: Als wir uns gegen eine Erweiterung in Richtung Feldring/Schafjoch entschieden hatten, stellte dies die Initialzündung zu einem kompletten Umdenken dar! Jetzt schaut es so aus:

 

Unser neues grünes Schigebiet mit Schneegarantie wird mit Grünstrom betrieben. Dazu haben wir in einem ersten sichtbaren Schritt alle Dachflächen auf Tal-, Bergstationen, auf Restaurants etc. mit Photovoltaikanlagen bestückt. Wir produzieren damit einen Teil des Stroms für unser Schigebiet selbst. Den Rest liefert die umweltfreundliche Wasserkraft aus der direkten Umgebung.

 

Skifahren mit der Kraft der Sonne macht besonders Spaß, weil es auch die Umwelt schont. Die Installation von größeren Photovoltaikflächen wäre ein Beitrag zur Energiewende. Der dort produzierte Strom könnte in den nahen Tiwag-Kraftwerken in Kühtai zwischengespeichert werden.

 

Die neue Energiestrategie passt bestens zu dem bereits Vorhandenen: In Kühtai zu den Kraftwerken ("Grüne Batterien") unseres neuen Partners Tiwag, mit dem wir künftig auf mehreren Ebenen kooperieren, und zu unseren Maskottchen, diesen Naturburschen, die auf der grünen Wiese aufgewachsen sind, und damit natürlich viel für Umweltschutz und Nachhaltigkeit übrig haben.

 

Neue Widi-Stationen (oder die des Kühtaier Maskottchens "Berta" (?)) werden auch in Kühtai errichtet, wo sich Führungen im Kraftwerk und Besuche auf den Staudämmen anbieten. Widi und Berta sprechen die neue Sprache der Jugend und erklärt allerhand Wissenswertes und Spannendes rund um das Klima, umweltfreundliche Stromerzeugung, Speicherung etc. 

 

Unser grünes Energie-Engagement ist aber nicht nur ein Lippenbekenntnis oder ein Aufhänger für "Storytelling". Wir machen hier wirklich Nägel mit Köpfen! Und bemühen uns tatsächlich in allen Bereichen, nachhaltig zu sein. Wir werden sozusagen eine Modellregion! Der Gast etwa, der künftig klimafreundlich anreist, z.B. mit der Bahn bis Ötztal-Bahnhof und dort weiter mit den Öffis (für Elektrobusse gibt es derzeit übrigens eine Förderung von 100.000 €), erhält als "Klima-Partner" eine Ermäßigung auf das Liftticket oder die Schiausrüstung. Somit bieten wir einen Anreiz, umweltbewusst in unsere Naturparkgemeinden zu gelangen und federn gleichzeitig das Verkehrsproblem ab. Selbstredend gehört dieses aber gleichzeitig ebenfalls in einem breiten Beteiligungsprozess genauer unter die Lupe genommen.

 

Mountainbiken und Radfahren in Kühtai und auf dem neuen Nedertaltrail wird der neue Hit! Das Angebot bindet Kühtai an das Radnetz des Inn- und Ötztales an. Foto: weinfranz.at

 

Sommerbetrieb kurbelt Ganzjahresauslastung an

 

Gerade die schnelle Verbindung von Hochötz direkt nach Kühtai lädt dazu ein, das Auto in Ötz stehen zu lassen und sich mit dem Bike per Lift nach Kühtai zu begeben. Dort können von den Älteren die "Staudammrunden" gedreht werden, die Jungen vielleicht auf dem Gelände der derzeit maroden "Holzschnitzel-Laufbahn" in einem neu entstehenden Bike-Park ihren Mut auf die Probe stellen. Abschließend haben alle die Möglichkeit, auf dem ebenfalls neu entstehenden Nedertal-Trail, einer zum Großteil eigenständigen Bikestrecke, herunter zu radeln. Von 2.000 Meter (Kühtai) auf 800 (Ötz) oder noch tiefer und das auf Strecken, die bereits teilweise schon bestehen oder leicht reaktiviert werden können! Wie etwa bei Mareil oder der alten Ochsengartner Straße. Das Herunterfahren: Ein Erlebnis für alle. Und mit Abzweigungsmöglichkeiten über das Satele nach Haiming, oder vom Satele zur Feldring Alm, auf der anderen Talseite hinauf nach Hochötz etc pp.

 

Auch die Nutzung der anderen sportiven Kühtaier Einrichtungen, wie der derzeit oft verwaiste Fußball-Kunstrasenplatz, kann von Ötz aus leicht zum beiderseitigen Nutzen attraktiviert werden. Wanderern aus dem Ötztal und des angrenzenden Inntales erschließt sich per Lift das reichhaltige Kühtaier Angebot und damit profitiert die Kühtaier Wirtschaft auch im Sommer. Hier sind viele Varianten denkbar: Zumal auch in Kühtai urlaubende Gäste auch einen Radausflug ins Tal genießen können und mit der Bergbahn wieder umweltfreundlich hinauf nach Kühtai kommen. Weil die anderen Gäste in Ötz ihr Auto  stehen lassen, oder per Öffi anreisen (was sich wiederum günstig auf den Preis des Lifttickets auswirkt), schonen alle die Umwelt. Sie sparen damit genau jenes CO2 ein, das den Schnee auch in Zukunft weiter vom Himmel fallen lässt.

 

Die neue Trassenführung der neuen Verbindungsbahn?

 

Unter der Prämisse einer möglichst direkten und umweltfreundlichen Variante könnte man versuchen, mit der Installation einer neuen Verbindungsbahn auch noch eine weitere Fliege mit einer Klappe zu schlagen: Nachdem nämlich derzeit die Anbindung des Balbachgebietes von Hochötz aus ausbaufähig ist, könnte man gleichzeitig auch diese verbessern.

 

Wenn man also von unweit der bestehenden Bergstation in Hochötz auf das Zwölferkögele fahren und von der dortigen "Mittelstation" auf dem schnellsten Weg hinein nach Kühtai (ohne dabei das Wörge- und Mittertal zu berühren), hätte man auch dieses Problem gelöst. Dazu könnte man vom Zwölferkögele eine kurze Abfahrt ins Balbachgebiet machen. Sie wäre gerade einmal 400 Meter lang und würde in einen 200 Meter langen Tunnel münden. So ähnlich, wie man es bereits vor einiger Zeit (zumindest technisch) hier angedacht hat und wie es in der Folge skizziert ist.

 

Das Zwölferkögele von Kühtai aus gesehen. Hier, auf dem Gipfel, befände sich die "Mittelstation" der neuen  Verbindungsbahn. Auf der Rückseite gibt es eine kurze Abfahrt in das bestehende Balbachgebiet, das damit ebenfalls eine vernünftige Anbindung erhält. Die "MIttelstation" könnte Ausgangs und Endpunkt für Wanderungen rund um das Wöregtal sein.

 

Schematische Darstellung der neuen Verbindung Hochötz-Kühtai. Durch Klicken vergrößerbar. Mit der neuen Verbindungsbahn würde man in gerade einmal einer Viertelstunde zwischen Hochötz-Balbach und Kühtai hin und her pendeln. Sie würde zum allergrößen Teil über das bestehende Schigebiet und direkt über das Nedertal führen. Foto: Google Earth

Eine gerade einmal 400 Meter lange Piste (grün eingezeichnet), für die wenig "Geländekorrekturen" notwendig wären, und ein rund 200 Meter langer Tunnel (blau eingezeichnet), würden das bestehende Schigebiet Balbach mit der "Mittelstation" auf dem Zwölferkögele verbinden.  Das wäre 1/80 des Eingriffes von Feldring/Schafjoch. Darstellung durch Klicken vergrößerbar. Foto: Google Earth

 

Der Eingriff in die Natur wäre somit minimiert, vor allem, wenn man bedenkt, dass Feldring/Schafjoch 38 Hektar betroffen hätte. Bei dieser Variante beträfe es nicht einmal einen halben, und das in einem Bereich, der nahezu uneinsehbar ist, und, ganz im Gegensatz zur anderen Nedertalseite, so gut wie nicht als Freizeit- und Erholungsraum genutzt wird.

 

Soweit ein Teil der Ideensammlung für ein neues Konzept hinter einer Verbindungsbahn zwischen Hochötz und Kühtai. Für uns wichtig: Das rein Technische würde damit mit einem zukunftsgerichteten Inhalt ("Grünes Familienschigebiet") befüllt. Das wäre dann auch die Geschichte, die man mit gutem Gewissen dem dafür dankbaren Gast vermitteln kann. Und um dieses zentrale Thema der Nachhaltigkeit ließe sich vielfach anknüpfen. So manche Idee unter dem Gesichtspunkt der für die Zukunft gar so wichtigen kleinen, regionalen Kreisläufe und Wertschöpfung ließe sich hier wunderbar einbauen. Wahrscheinlich stünden dafür sogar EU-Fördertöpfe zur Verfügung. Auf jeden Fall würde diese Bahn nur einen Bruchteil dessen kosten, was das unwirtschaftliche Projekt Feldring/Schafjoch gekostet hätte.

 

 

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"Es gilt, Angebot und Leistungen ständig neu zu erfinden

und auf die Gästewünsche abzustimmen."

 

Christoph Walser, WK-Präsident von Tirol

 

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Für den unwahrscheinlichen Fall allerdings, dass die gerade beschriebene Variante 1 zu wenig kostet, weil wir jetzt mit dem Geld geradezu um uns schmeißen müssen, käme immer noch die große in Frage. Jene mit einer zusätzlichen unterirdischen Anbindung des Inntals. Diese Variante 2 wurde im Jahr 2015 auch schon einmal auf dieser Seite angedacht. Hier noch einmal, aber alleine der Vollständigkeit halber:

 

 

Zwei elektrische Untergrundbahnen (gelb eingezeichnet), wie sie am Pitztaler Gletscher seit 35 Jahren ihren guten Dienst leisten*, würden, mit der "Mittelstation" Kühtai das mittlere Inntal mit den beiden Schigebieten verbinden. Die Kosten für eine derartige Variante liegen allerdings natürlich bedeutend höher als bei Variante 1. Dafür würde Variante 2 halt die Möglichkeiten bieten, im Tunnel zwischen Hochötz und Kühtai "Erlebnis- oder Themenkavernen" auszubilden, die mit dem Leben der Knappen und/oder Energiethemen bespielt werden könnten (rote Punkte). Weiterdenkend könnte diese sogar als Heil- und Therapiestollen ausgebildet werden. Radon gibt es im gesamten Stock der Stubaier Alpen nämlich mehr als genug. Kühtai würde damit die Voraussetzungen bieten, zum hochgelegenen Kurort Europas zu werden. Und dessen Gäste würden wiederum die Region beleben ...

 

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Unabhängig von Variante 1 oder 2 aber, wäre eine Erweiterung des Naturparks auf Silzer und Haiminger Gebiet ein starkes Signal in Richtung Positionierung der Region! Gerade die Feldringer Böden und der Bereich um den Amberger See würden äußerst gut ins bestehende Konstrukt passen und dieses natürlich aufwerten. Silz und Haiming wären dann auch Naturparkgemeinden, womit sich der Kreis zur neuen "grünen Idee" hinter Kühtai und Hochötz wunderbar schließt. Ebenfalls eine Idee aus dem Jahr 2015 (Erweiterung des bestehenden, hellgrün eingezeichneten Naturparks, mit neuen, gelb markierten Zonen auf Umhauser, Ötzer, Silzer und Haiminger Gemeindegebiet):

 

 

Der Naturpark könnte um die Bereiche Achplatte (mit dem nördlichsten Dreitausender Europas, dem Acherkogel), Wörge- und Mittertal, sowie auf der anderen Talseite um die schützenswerten Bereiche Feldringer Böden und Amberger See erweitert werden.

 

Wie gefällt dir ganz generell die Idee des "1. grünen Familienschigebietes"? Wäre etwas derart Neuartiges zu machen deiner Meinung nach nicht ein sinnvoller Ansatz? Wäre das nicht ein super Aufhänger für eine Marketingstrategie, mit der sich auch der Einheimische gut identifizieren kann? Sollten wir nicht einmal bei einer neuen Bewegung vorne dran sein, statt bei Trends immer nur hinten nach zu hecheln? Wie siehst du konkret den Vorschlag von Variante 1, die oberirdische, kurze und direkte Verbindungsbahn zwischen dem Zwölferkögele und Kühtai? Gefällt sie dir gut oder eher nicht? Fällt dir vielleicht noch etwas anderes zu dem Ganzen ein? Du findest sogar die große Variante Nr. 2 charmant? Die Idee der Naturpark-Erweiterung hat was? Kurze schriftliche Feedbacks unter leserpost@dynamoetz.at oder 0650/3805852 erbeten! Diese werden weiter unten online gestellt und können durchaus meinungsbildend sei. Es liegt im Sinne der direkten Demokratie und einer Bürgerbeteiligung an jedem Einzelnen, bestimmte Dinge zu fördern oder hintanzustellen.

 

(c) best/bp10.at, 2015-19

 

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"Schlimmer als blind sein ist nicht sehen wollen."

 

Wladimir Iljitsch Uljanow

 

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Reaktionen


Coole Ideen mit Vision, perfekt als Gesprächsstart.

 

Alexander Reiter, 06.04.2019

 

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Mittlerweile lebe ich auch schon eine gewisse Zeit in Ötz und mir ist das Verkehrsproblem absolut ein Dorn im Auge. Hier muss unbedingt eine umweltfreundliche Lösung geschaffen werden.

Die Variante eins finde ich grundsätzlich sehr interessant, wobei ich vom derzeitigen familienfreundlichen Skigebiet Hochötz ein großer Fan bin, da es für mich für Einheimische sowie für Gäste sehr viel Charme bietet.

Zuletzt finde ich es großartig, wenn sich Bürger für unsere Nachkommen einsetzen und für eine umweltfreundliche Zukunft kämpfen.

Daumen hoch, weiter so!

 

Bernhard P., 04.04.2019

 

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Das, was ich in den vergangenen drei Jahren im Oberland feststellen konnte, ist der unglaubliche Drang vieler Gemeinden, zu den ohnehin schon in Vielzahl vorhandenen Skigebieten, neue, längere und noch bequemere Strecken zu erschließen. Für mich ein völlig unsinniges Unterfangen, da die meisten halt nur im Winter benutzbar sind und im Sommer brach liegen. Daher finde ich diese Idee eines "grünen Skigebietes" hervorragend. Somit wäre sowohl die Winter- als auch die Sommersaison gesichert, eine effiziente Nutzung gewährleistet und das mit weniger Aufwand. Für mich zählt der ökologische Fußabdruck des Einzelnen. Viele Touristen aus aller Herren Länder bevölkern während der Wintermonate unser schönes Tirol, dafür muss die Natur herhalten ohne Rücksicht auf deren Erhaltung. Es werden grausliche Schneisen in den Berg geschlagen und die dadurch entstehende Erosion tut ihr übriges, um die Bergwelt für Jahrzehnte unbenutzbar zu machen. Endlich eine intelligente Alternative zu den herkömmlichen Ideen, die ausschließlich auf Profit ausgerichtet sind und der Nachwelt eine ohnehin schon marode Natur hinterlassen.

 

Wolfgang Unger, 04.04.2019

 

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Vermutlich ist ja davon auszugehen, dass in Zukunft die unberührte und intakte Natur, nicht nur in dieser Region, für Urlauber im Wert steigen wird. Auch die Gästeverteilung Winter vs. Sommer wird sich verändern. Neben dem Wandern bietet das Naturerlebnis E-Bike vollkommen neue Möglichkeiten für Jung und Alt. Die Vorstellung eines grünen Skigebiets gekoppelt mit einer attraktiven Infrastruktur für E-Biker wird mit Sicherheit für den "Klasse-statt-Masse-Gast" sehr attraktiv sein. Gratulation und viel Erfolg!

 

Erich Lenzer, 03.04.2019

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Am liebsten wäre mir, ehrlich gesagt, gar kein neuer Lift Wenn es aber einen braucht, dann ist die Variante 1 wohl die beste von allen. Sehr gut gefällt mir die Idee der Nachhaltigkeit hinter dem Aufhänger „1. grünes Familienschigebiet". Bravo!

 

Ewald Maurer, 03.04.2019

 

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Die Variante mit einer Direktverbindung von Hochoetz nach Kühtai mit der Idee einer kleinen Piste und einem Verbindungstunnel von der "Mittelstation Zwölferkögele" nach Balbach ist sehr interessant. Ob der lange Tunnel realisierbar ist, wird eine andere Frage sein. Bevor aber irgendetwas geplant werden kann, muss zuerst das Verkehrsproblem in Ötz und im gesamten Tal gelöst werden.

 

Martin Neururer, 03.04.2019

 

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Ich bin auch für die eher unberührte Natur, also die hier präsentierte kleine Variante, zu große Projekte müssen wirklich nicht sein. Viele Gäste kommen extra zu uns, weil hier nicht so ein Hochbetrieb wie in den Tourismushochburgen herrscht.

 

Bettina Mall, 02.04.2019

 

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Ganz genau! Es braucht nämlich keine neuen Schigebiete mehr.

 

Resi Schmid, 02.04.2019

 

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Ich kann mich der Argumentation nicht anschließen, wonach nur ein Zusammenschluss mit Kühtai die weitere touristische Entwicklung in Ötz sicherstellen kann. Gerade in der heutigen sensiblen Zeit mit dem Umgang der Natur sollte man vielmehr auf eine ökologische Schiene setzen und danach trachten, dass Hochötz auch weiterhin für Familien attraktiv und leistbar bleibt. Ob eine weitere Abfahrt nach Ochsengarten sinnvoll und machbar ist, können sicherlich noch Fachleute begutachten. Bei den insgesamt jetzt zwei vorgestellen Projekten (eines von Bernhard Stecher) fehlt mir gänzlich der Hinweis, wie man sich die Finanzierung vorstellt. Es darf jedenfalls nicht soweit kommen, dass mit einer evtl. Fusionierung mit Kühtai die Bergbahnen Ötz oder gar die Gemeinde Ötz in arge finanzielle Schwierigkeiten kommen.

 

Hansjörg Schmid, 02.04.2019

 

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Das Verkehrsproblem würde ich so lösen, dass ich einen Zubringerlift vom Inntal nach Kühtai machen würde - so wie es Bgm. Hirn seinerzeit vorgeschlagen hat.

 

Erhard Hafner, 02.04.2019

 

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Wenn nur eine Verbindungsbahn gemacht wird, finde ich es okay. Die Feldringer Böden sollten aber wirklich nicht zum Schigebiet gemacht werden, weil wir ohnehin genug Lifte haben. Außerdem stellt sich die Frage des Verkehrs und der Parkplätze.

 

Ernst Mairhofer, 01.04.2019

 

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Sehr gute Gedanken, genau das ist es. Wir müssen schauen, dass wir diese Ideen bestmöglichst umsetzen.

 

Richard Hechenberger, 01.04.2019

 

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Ein super Ansatz, bei dem man sich richtig Gedanken gemacht hat! Mehr als "nur" ausbaufähig. Ein Zukunftskonzept.

 

Michael Scheiber, 01.04.2019

 

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Die Darstellung ist echt gut und insgesamt ein Projekt, das man sehr gut nachvollziehen kann. Wäre im Gesamten viel attraktiver für die Gäste und die Bevölkerung ...

 

Süleyman Kilic, 01.04.2019

 

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Die Tunnelvariante ins Inntal kommt mir insgesamt unfinanzierbar vor, aber die Variante Balbach, die du beschrieben hast, könnte man sich aus meiner Sicht schon näher anschauen. So etwas Ähnliches habe ich auch mit einer 3S-Bahn entlang der Straße schon einmal angedacht.

 

Gebi Mair, Die Grünen, 01.04.2019

 

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Beide Ideen finde ich gut und ich denke, da würden auch die Einheimischen zustimmen, jedoch müsste zuallererst das Problem mit dem Verkehr durch das Dorf in Angriff genommen werden. Sind auch neue Parkplätze für noch mehr Gäste vorhanden?

 

Ruth Riml, 01.04.2019

 

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Hut ab!

 

Helli Hackl, 01.04.2019

 

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Daumen nach oben!

 

Andrea Meinschad, 01.04.2019

 

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Ich finde es super, dass ihr euch so einsetzt!

 

Conny Frischmann, 01.04.2019

 

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Die Idee einer kurzen Verbindung finde ich gut. Das Wandern ist nämlich für mich nach wie vor ein Sport, den die ganze Familie (Kinder, Eltern und Großeltern) ausüben kann.

 

Eva-Maria Moschen, 01.04.2019

 

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Das ist alles gut beschrieben. Bei solchen Themen ist es oft so, dass es welche gibt, die extreme Gegner (= gar kein Lift) oder extreme Befürworter (= gleich ein neues Schigebiet) sind. Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen. Ich denke mir nur manchmal, dass wir nicht das Problem der Nächtigungszahlen haben. Das Problem ist die Dienstleistung. Und da ist der Weg zu Qualität und höheren Preisen sicher ratsamer als der nach jährlicher Steigerung der Nächtigungen. Klasse statt Masse!

 

Rene Riml, 01.04.2019

 

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Auch ich bin für den Erhalt unseres Lebensraumes!

 

Bruno Santer, 31.03.2019

 

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Ist mir von der Topographie her zu wenig geläufig, verbunden mit den technischen und rechtlichen Möglichkeiten ... als Alternative klingt es aber tipptopp. Bei Variante 2 bist du halt nicht gerade sparsam am Weg  ;-)

 

Georg Auderer, 31.03.2019

 

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Dreimal Daumen nach oben!

 

Anita Bass, 31.03.2019

 

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Daumen nach oben!

 

Elfi Gstrein, 31.03.2019

 

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Wir brauchen keine neuen Schigebiete mehr. War heute am Pirchkogel. Einfach nur super ohne Lifte.

 

Siggi Santer, 31.03.2019

 

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Finde die Ideen sehr gut und charmant!

 

Georg Posch, 31.03.2019

 

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100 x besser für die Umwelt und 100 x besser für Ötz.

 

Peter Schatz, 31.03.2019

 

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Meine Frau und ich finden deine Pläne/Ideen genial!  Wir sollten hier nämlich in der Tat nicht die alte Asche weitertragen, sondern das Feuer für "Neues" entfachen.

 

Alberta und Alexander Wolf, 31.03.2019

 

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Damit hast du die Ideen hervorragend in Worte gefasst!  Meine Lebensgefährtin war recht begeistert und urteilte: Gedankenanregend, konstruktiv, …

Die Zitate - super treffend.

 

Adi Meierkord, 31.03.2019

 

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