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Endet am 28. August endlich die Zockerei um Feldring?

Die Zockerei um Feldring wurde vor 20 Jahren eröffnet. Nun sollen die Nachfolger der damaligen Protagonisten der Natur (und jenen, die sie lieben) das Noggele anhängen. Ob ihnen dies gelingt, wird sich unter anderem im Beirat am 28. August entscheiden.
Die Zockerei um Feldring wurde vor 20 Jahren eröffnet. Nun sollen die Nachfolger der damaligen Protagonisten der Natur (und jenen, die sie lieben) das Noggele anhängen. Ob ihnen dies gelingt, wird sich unter anderem im Beirat am 28. August entscheiden.

 

Es ist schon bezeichnend, wenn eine derartig ernste Sache, wie sie die radikale Umgestaltung einer herrlichen Naturlandschaft darstellt, als "Spiel" abgetan wird. Aber so sind sie offensichtlich, unsere ehemaligen und unsere aktuellen Ötzer Politiker.

 

Hier einer Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse. 1. Abschnitt: Wie alles begann. Wie das "Spiel" um die "schitechnische Verbindung Hochötz-Kühtai über die Feldringer Böden" gestartet wurde. Aus der lokalen Presse von damals:

 

2001 wollte Jochl Grießer mit LH Weingartner um Feldring watten. Ob der Altbürgermeister jemals Karten in der Hand hatte, ist nicht überliefert. Wohl aber, dass er im zarten Alter von 70 fragen musste, wie denn eigentlich eine Mausefalle funktioniere.
2001 wollte Jochl Grießer mit LH Weingartner um Feldring watten. Ob der Altbürgermeister jemals Karten in der Hand hatte, ist nicht überliefert. Wohl aber, dass er im zarten Alter von 70 fragen musste, wie denn eigentlich eine Mausefalle funktioniere.

 

2. Abschnitt, die detailliert aufgeschlüsselten aktuellen Ereignisse: Nach dem Scheitern des Projektes im Jahr 2001 nahmen die Nachfolger von "Meisterwatter" Jochl Grießer (Ötzer Bürgerliste) vergangenes Jahr das Blatt wieder in die Hand. Ihr Glück versuchten sie freilich auf dieselbe Art und Weise. Hier die Chronologie des Zinkens, Bluffens, Schwindelns, des Tricksen & Täuschens:

  • Geplant wird Feldring/Schafjoch heimlich in der eigenen Kammer und ungeniert auf fremden Gemeindegebieten. Motto: Klotzen, nicht kleckern. Kostet ja auch nichts. Es ist ja auch nicht unsere Natur, die wir verschandeln. Sondern die der Nachbarn.
  • Der geheime Lift-Verbindungsplan ist wirklich so etwas von geheim, dass selbst der Geschäftsführer der Bergbahn, Andreas Perberschlager, nichts davon weiß: Er sagt daher, sicher im guten Glauben, in einem Zeitungsinterview: "Es gibt kein Projekt!"
  • Präsentation in Mötz: Auf die Frage, ob es bei "Feldring/Schafjoch" auch einen Speicherteich, ein Bergrestaurant, Garagen und ähnliches brauchen werde, beteuert Bürgermeister Falkner, das könne man "jetzt noch nicht sagen". Dazu seien die Pläne "zu frisch". Das Thema "Verkehr" müsse man sich "später anschauen". Wohl am besten, wenn das Projekt gebaut ist.
  • ÖVP-Tourismussprecher Mario Gerber, zufällig auch Hotelier in Kühtai ("Das hier ist ein verschlafenes Schifahrerdorf"), berichtet bei dieser Veranstaltung, er habe Nachwuchs bekommen. Und dieser sollte später auch einmal wirtschaften können und müssen.
Auf seinen Homepages, wie hier jener vom Mooshaus, bezeichnet Gerber Kühtai als "Winterwonderland" mit "höchstgelegenen Infinity-Pool der Alpen. Zum Genießen des atemberaubenden Ausblickes auf die Skipisten und umliegende tiefverschneite Bergkulisse."
Auf seinen Homepages, wie hier jener vom Mooshaus, bezeichnet Gerber Kühtai als "Winterwonderland" mit "höchstgelegenen Infinity-Pool der Alpen. Zum Genießen des atemberaubenden Ausblickes auf die Skipisten und umliegende tiefverschneite Bergkulisse."

 

  • "Sommerbetrieb ist bei ,Feldring/Schafjoch´ keiner geplant", versichert HJ Falkner in Mötz. Man wolle lediglich den Ganzjahrestourismus fördern.
  • Weil sich neben der Veranstaltung in Mötz auch eine in Silz zu einer wahren Jubelorgie pro Feldring/Schafjoch entwickelt, wird in Innsbruck zusätzlich eine "Charmeoffensive" gestartet. Dort "glänzen" HJ Falkner ("Investoren könnten die Standortgemeinden sein") und sein kongenialer Kühtaier Pendant Mario Gerber ("Einzige sinnvolle Verbindung im Lande"/"In Kühtai gab es seit 60 Jahren keine Erweiterung") mit Fachwissen und plausiblen Erklärungen.
  • Im Ötzer Gemeinderat wird ein durch und durch selbstloser Beschluss herbeigeführt. Im Sinne der Umliegergemeinden. Zur Abwechslung fällt die Abstimmung sogar einmal einstimmig aus.
Ganz unerwartet fällt die Abstimmung im Ötzer Gemeinderat einstimmig aus. Die Tagesordnung ist ordentlich erstellt, Befangenheitsmomente werden sorgfältig beachtet und das Thema wird eingehendst diskutiert. Drüberhudeln ist dem ausgewogenen Gremium fremd.
Ganz unerwartet fällt die Abstimmung im Ötzer Gemeinderat einstimmig aus. Die Tagesordnung ist ordentlich erstellt, Befangenheitsmomente werden sorgfältig beachtet und das Thema wird eingehendst diskutiert. Drüberhudeln ist dem ausgewogenen Gremium fremd.

 

  • Befangen ist bei dem GR-Beschluss niemand. Sollte die BH später schreiben, zumindest der Betriebsleiter der Bergbahnen sei befangen gewesen, tut man so, als sei niemand in der Lage, den Schrieb sinnerfassend lesen zu können.
  • Als daraufhin die Presse nachfragt, ob man in der Ötzer Gemeindestube wirklich nicht lesen könne, sagt der Vize.-Bgm. und Betriebsleiter der Bergbahnen, er habe bei seinem Freund, Tennis- und Kartenpartner sowie dem Amtsleiter in Personalunion nachgefragt und all diese hätten gemeint, er sei nicht befangen.

 

  • Einen eigenen GR-Tagesordnungspunkt für das 60 Millionen Euro teure Projekt (oder mehr, wen kümmert´s?) zu erstellen, erachtete man im Vorfeld der Gemeinderatssitzung als überflüssig. Wozu denn auch? Sind doch nur Peanuts! Viel lieber nützt man die Gelegenheit, das 65 Hektar große Feldring/Schafjoch bei der Umwidmung von 2.000 Qudratmetern für die Balbachabfahrt mitzubeschließen. Zunächst wird aber eingehend sowie kritisch diskutiert. Wird das Projekt aus allen Lagen beleuchtet. Aus Gründen der Meinungsvielfalt redet die dafür aufgewendete Viertelstunde ausschließlich der Bürgermeister.
  • Bürgerliste-Ersatzgemeinderat und Schischulbesitzer Gebhard Auer, Schwager des Bergbahnen-Betriebsleiters und Vizebürgermeisters Mathias Speckle (Bürgerliste), Schwager des Schigebietsplaners Alexander Speckle (ILF) und Schwiegersohn des Hochötz-Beraters Hans Speckle, beteuert bei dieser Politkomödie treuherzig, er sehe den Plan, ganz, ganz-ganz ehrlich zum ersten Mal. Und er könne beim besten Willen keine Naturbeeinträchtigung erkennen.
  • Das neue Ötzer Vorzeigeprojekt ("Das brauchen wir, damit sich die Investorenmodelle rechnen und die Investorenmodelle brauchen wir, damit sich der Lift rechnet") ruft bei der Bevölkerung, auch im weiteren Umkreis, immer größere Begeisterungsstürme hervor. Dazu trägt auch TVB-Ortsobmann "Hase" Haslwanter bei, der in beruhigender Weise von 3.000 neuen Gästebetten spricht. Insgesamt werden sich an die 18.000 Menschen für Feldring/Schafjoch und die damit verbundenen Vorhaben begeistern.
  • Diesen Schwung mitnehmend, fällt dem Ötzer Gemeinderat (14/15 Bürgerliste) ein, nun könne man doch durchaus auch einmal jene Gemeinden informieren und fragen, auf deren Grund man das neue Schigebiet bauen möchte. Das macht man doch auch, wenn man z. B. im Nachbarhaus eine Wohnung für sich einrichtet. Nicht, dass man es müsste, aber halt der Höflichkeit halber.
  • Das von vorne bis hinten durchdachte Ötzer Projekt ruft auch in den Gemeinderäten der Nachbargemeinden wahre Begeisterungsstürme hervor.
  • "Hase" Haslwanter verkündet im TVB-Ortsausschuss, dass mit den 3.000 Gästebetten keine neuen gemeint seien, sondern die Gesamtanzahl. Weil dies aber niemand erfahren soll, die Stimmung im Ort sollte weiterhin brodeln, bleibt diese Meldung intern.
  • Beflügelt durch all die positiven Resonanzen kommt den Projektwerbern in den Sinn, man könne ja darüber hinaus sogar einmal auch mit den Ötzerinnen und Ötzern reden, und sie fragen, was die denn eigentlich von solchen Plänen halten. Und dabei nicht nur Wirtschaftstreibende und Touristiker um sich scharen. Warum denn auch? Gerade, weil ein derartiger Dialog mit der Bevölkerung seit Jahrzehnten geradzu die Kernkompetenz der Bürgerliste ist.
  • Die Pläne sind jetzt offensichtlich "trocken": HJ Falkner sagt bei der Veranstaltung im Saal E(t)z, natürlich werde es einen Speicherteich, ein Bergrestaurant, Garagen und ähnliches brauchen. Diese Erkenntnisse seien jüngst ganz überraschend zutage getreten. Eine Auswirkung auf die Investitionssumme habe dies aber nicht. Und die Finanzierung sei grundsätzlich überhaupt kein Problem.
  • Bergbahnen-GF Andreas Perberschlager soll bei dieser Veranstaltung auf zwei einfache Fragen antworten. Blöderweise liest er auf die erste die Antwort der zweiten Frage von einem Zettel herunter. Zum Ausgleich gibt es dann die erste Antwort auf die zweite Frage. In Summe passt`s. Hat sich nur ein bisschen komisch angehört.
  • "Meisterwatter" Jochl Grießer gibt den Einpeitscher. Er pusht rhetorisch gekonnt die Massen. Leider vergisst er dabei zu erwähnen, dass er es war, dem wir eigentlich den Lift zu verdanken haben. Für seine selbstlose Art gehört ihm einmal irgendwo ein Denkmal aufgestellt.
Grießer bei der Vorstellung von Neo-Feldring/Schafjoch vor überhaupt nicht ausgesuchten Geladenen im Ötzer Gemeindesaal. Der selbsternannte "Meisterwatter" vergisst bei dieser Gelegenheit, auf seine großen Verdienste in der Vergangenheit hinzuweisen.
Grießer bei der Vorstellung von Neo-Feldring/Schafjoch vor überhaupt nicht ausgesuchten Geladenen im Ötzer Gemeindesaal. Der selbsternannte "Meisterwatter" vergisst bei dieser Gelegenheit, auf seine großen Verdienste in der Vergangenheit hinzuweisen.

 

  • HJ Falkner kann bei dieser Veranstaltung den Einwand eines Gastes ("Will ich von Ötz nach Kühtai und retour, brauche ich drei Stunden und muss 10 mal umsteigen") locker entkräften ("Es sind nur 9 mal. Das haben wir uns sehr genau angeschaut. Hähähhäää").
  • In Zeiten klammer Gemeindekassen werde man bei "Feldring/Schafjoch" niemals auf die Gemeinden zurückkommen können. So etwas sei geradezu undenkbar. Das sagt HJ Falkner.
  • Um seinen Worten auch sonst Nachdruck zu verleihen, verfasst Grießer einen Leserbrief an die lokalen Medien. Als vermeintlichen Urheber schiebt er den Sautner Helli Hackl in dessen Funktion als Obmann des Ötzer Wirtschaftsbundes vor. Der Inhalt verrät dann aber doch den wahren Absender: Zu schreiben, "nachdenken wird wohl erlaubt sein", und das, wenn ein Projekt bereits eingereicht ist, das kann nur einem einfallen.
  • Den genialen Schachzuges unseres langjährigen Ötzer Ghostwriters durchschaut auch ein Kühtaier Hotelier und Befürworter des Liftzusammenschlusses. Er spricht in einem Fernseh-Interview davon, dass das Projekt Feldring/Schajoch "sehr schlecht kommuniziert wurde". Das war nicht nett. Grießer gehört zumindest einmal ein Stein aufgestellt.
  • Im selben Fernsehbeitrag erklärt HJ Falkner ganz treuherzig und bis zuletzt mit festem Blick in die Kamera: " ... , nein, ein Lift zerstört keine Natur!"

 

"Ich bin zu 100 % überzeugt, dass dies der einzig richtige Schritt für die Zukunft ist.

Wir zerstören keine Natur.

Nein, ein Lift zerstört keine Natur!"

 

(ORF, Thema, 11.03.2019)

 

  • Der Beirat Zukunft wird ins Leben gerufen. In diesem Dialog sprechen sich die Projektwerber dafür aus, nicht nur einen Liftneubau im Auge zu haben, niemals und ganz ehrlich (großes Indianer-Ehrenwort!), sondern auch gleich für eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung der gesamten Region sorgen zu wollen. Geht ja in einem Aufwasch! Dazu müssen die Projektwerber auch nur dauernd das wiederholen, was sie in der Vergangenheit doch alles so Tolles geleistet hätten. Ganz selten weisen sie, und falls wirklich, dann nur ganz dezent darauf hin, dass es sonst Im Ort keinen Handwerker, keinen Arzt mehr gäbe. Und wohl auch bald die Schulen geschlossen werden müssten. Nach 33 Jahren endlich einmal eine neue Argumentation.
  • Aufgrund dieses uneigennützigen Verhaltens der Projektwerber gestaltet sich der Beirat Zukunft, der "ergebnisoffen" sein und "bei ,Null´ beginnen" hätte sollen, zu einem vollen Erfolg.
  • HJ Falkner in der ersten Beiratssitzung auf die Anregung, man solle als vertrauensbildenden Start als allererstes das Projekt Feldring/Schafjoch zu Grabe tragen und damit wirklich bei null beginnen: "Das kommt nicht in Frage!"
Aus einem Gemeinderatsprotokoll.
Aus einem Gemeinderatsprotokoll.

 

  • In jeder weiteren Sitzung wird seitens der Projektwerber mindestens einmal davon geredet, dass es unbedingt "den lifttechnischen Zusammenschluss" braucht.
  • Nicht zuletzt ob dieser Aussagen hat die Bevölkerung endgültig Vertrauen zu den Projektwerbern gefasst und so quillt das Forum der Homepage des Beirates, in das jede(r) schreiben kann, über.
  • Als es darum geht, selbst Vorschläge zu bringen, rezitieren die Projektwerber alte Vorhaben und packen für die Zukunft ein paar von jenen aus, die man vorher bei anderen kritisiert hat.
  • Mario Gerber, mittlerweile zum Wirtschaftsbundobmann von Innsbruck-Stadt aufgestiegen, lässt die Presse Anfang August wissen, er habe in dem "verschlafenen Schifahrerdorf" gerade das 5. Hotel gekauft. Bei drei Kindern bedeutet dies einen Schnitt von 1,67 Hotels/Sprössling. Rein rechnerisch würde also ein 6. Hotel durchaus Sinn machen. Seine Mitarbeiter ganzjährig zu beschäftigen würde ihn allerdings in den Ruin treiben. Sagt Gerber. Endlich versteht man, warum Feldring/Schafjoch für keinen Sommerbetrieb ausgelegt war.
  • Beirat vom 28. August:

    ?

 

Wie endet jetzt nun das "Spiel"? Das ist die spannende Frage.

 

Die Ötzer Fasnachtler, bei denen bezeichnenderweise auch ein Gemeinderat federführend mitgearbeitet hat, einer, der das Seine zum einstimmigen Beschluss beigetragen hat, haben sich bereits vor Monaten Gedanken über einen möglichen Ausgang gemacht. Ihre Lösung schaut so aus:

 

Die Ötzer Gemeindepolitik und das Zocken um Feldring/Schafjoch war bereits Zielscheibe der heurigen Fasnacht. Machen die Projektwerber weiter wie bisher, könnte dies für weitere humoreske Einlagen sorgen..
Die Ötzer Gemeindepolitik und das Zocken um Feldring/Schafjoch war bereits Zielscheibe der heurigen Fasnacht. Machen die Projektwerber weiter wie bisher, könnte dies für weitere humoreske Einlagen sorgen..

 

Irgendwie wäre es verwunderlich, wenn die Projektwerber im Beirat vom 28. August nicht ihr mittlerweile gewohntes Spiel weiterführen würden. Eigentlich könnte man im Grund genommen sogar davon ausgehen. Wieso sollte sich auch nach zwei Jahrzehnten derselben Masche auch plötzlich etwas ändern?

 

Und trotzdem werden sich die Projektwerber überlegen müssen, ob ihnen ihre bisherig-unsaubere Spielstrategie weiterhin hilfreich sein wird. Denn machen sie so weiter wie gewohnt, wird der Beirat platzen. Und damit hätten sie endgültig dokumentiert, dass auch dieses, von oberer Instanz ins Leben gerufene Gremium eigentlich nur reine Augenauswischerei war. Das wäre dann ein weiterer Meilenstein in der bereits jetzt schon langen "Erfolgsgeschichte" von Feldring/Schafjoch.

 

 

Lassen wir uns also überraschen, wie weit unsere "Meisterzocker" am 28. August gehen werden. Ganz so "aufgelegt" ist ihr "Spiel" jedenfalls doch nicht. Beharren sie auf Feldring/Schafjoch, sind die "starken Eigeninteressen" als "eigentliche Triebfeder des Engagements" offengelegt. "In so einem Fall zählt kein Argument und ist kein Kompromiss zu erringen." Dann ist der Beirat Geschichte. Und damit kann man eigentlich nicht "anschreiben", denn das ist beileibe kein Ruhmesblatt. Vor allem auch deshalb, weil die Beobachter der Szenerie rund um Landeshauptmann Günther Platter sehen würden, dass bei unseren heimischen "Zockern" nicht ein Funke von Läuterung vorhanden ist.

 

Also: Wie schaut es aus, liebe Tipplbrüder von der Bürgerliste- & Projektwerberfront? Wie ist es, werte Nachfolger von Meisterwatter Jochl Grießer? Wäre es nicht an der Zeit, das alte, abgekartete Spiel einzustellen? Sollte man die gezinkten Karten nicht endgültig beiseite legen? Und stattdessen neue, ehrlichere Wege des Miteinanders mit den Ötzerinnen und Ötzern sowie der Bevölkerung im weiteren Umkreis beschreiten?

 

Falls ja, falls ihr, werte Projektwerber, Feldring/Schafjoch am 28. August offiziell für beendet erklärt und wirklich eigene Ideen für nachhaltige & umweltschonende Maßnahmen präsentiert, sind auch wir von Lebenswertes Ötz weiterhin gerne mit dabei. Andernfalls müsst ihr euch eingestehen, letztlich auch den Beirat "verzockt" zu haben.

 

In zehn Tagen wissen wir mehr.

 

(adme, 18.08.2019)

 

Update:

  • Bei der letzten Sitzung des Beirates Zukunft wird in einer geschickt eingefädelten, konzertierten, Aktion versucht, einen Keil zwischen zwei Gegner von Feldring/Schafjoch zu treiben. Eine Redakteurin eines Bezirksblattes ist sich ihres Standes nicht zu schade, nimmt die gelegte Fährte dankend auf und entnimmt einer zwei Tage später folgenden Presseaussendung des Ötzer Bürgermeisters einen Satz. An diesen hängt sie dann einen, den sie Gerd Estermann in den Mund legt. Die Überleitung zwischen den beiden Blöcken besteht darin, dass sie schreibt: " ... woraufhin Gerd Estermann ... "

(best, 06.09.2019)

 


Große Fragezeichen hinter dem Gesagten im Beirat

 

In seinem Bericht über den Liftzusammenschluss Wildschönau-Alpbach hat Altbürgermeister Silbergerger von angeblichen Steigerungsraten gesprochen. Nicht geredet hat er allerdings darüber, wie diese zustande gekommen sind und wie nachhaltig diese sind. So ist gerade die Wildschönau ein Paradebeispiel dafür, wie die auch dort aktuell heftig umstrittenen Investorenmodelle nicht nur für jede Menge Unfrieden in der Gemeinde sorgen, sondern auch für dicke Schlagzeilen.

 

Erinnert sei bei dieser Gelegenheit an jene holländischen Unternehmer, welche nicht nur keine einheimischen Baufirmen beschäftigt haben, sondern sogar sämtliche Lebensmittel aus der Heimat herankarren haben lassen. Weitere Knackpunkte: Verfahren um Zweitwohnsitze, Millionenpleiten nach Kriminalfall etc.

 

Wenn so etwas plötzlich unser Vorbild ist, dann gute Nacht Ötz! Untenstehend einige Links zum Nachlesen und selber-Meinung-bilden.

Und auch noch zwei andere Sachen zum Nachdenken:

1.) Ist es ein Zufall, dass Silberberger lediglich für kurze Zeit als Bürgermeister der Wildschönau tätig war oder steckt da mehr dahinter?

2.) Wieso weist die offizielle Statistik des Landes Tirol im Winter nach dem Zusammenschluss der Schigebiete (Eröffnung am 21.01.2013) ein sattes Minus aus?

 

(mane, 26.07.2019)

 

Links:

 

 


Beirat "Zukunft": Die Sache spitzt sich dramatisch zu

 

Obwohl das Programm eigentlich einen gemütlichen Abend versprochen hatte, gestaltete sich die vierte Sitzung des Beirates Zukunft turbulent. Das Feuer eröffnete vollkommen überraschend und unverständlicherweise Bürgermeister Hansjörg Falkner, der die Seite dynamoetz kritisierte. Gleichzeitig zitierte er, als es darum ging, eine Replik auf den Antrag an den Beirat zu geben (siehe unten), u.a. genau daraus: So sollen Themen wie Photovoltaik, Parkhaus, Ladestationen, E-Autos, Belohnung von mit Öffis anreisenden Gästen nun plötzlich doch en vogue (und rentabel) sein ...

 

Altbürgermeister Rainer Silberberger hielt einen Vortrag über den Zusammenschluss der Skigebiete Wildschönau-Alpbach und untermauerte diesen mit einigen Aussagen. Obwohl ein Beamer vorhanden gewesen wäre, tat er dies leider ohne begleitendes Bildmaterial. Somit war nicht erkennbar, dass bei diesem Zusammenschluss tatsächlich (nur) zwei eigenständige Skigebiete lifttechnisch miteinander verbunden wurden. (Im Gegensatz zu Hochötz-Feldring/Schafjoch-Kühtai mit drei Skigebieten). Lt. Silberberger war der Hauptauslöser für den Zusammenschluss die schlechte finanzielle Stand von Alpbach gewesen. Nach dem Zusammenschluss habe es für Wildschönau-Alpbach eine Steigerung von ca. 12,5 % gegeben, während die sonstige Region bei 9 % gelegen war. Parkplatzprobleme gebe es bei ihnen keine, so Silberberger.

 

Alexander Wolf von Lebenswertes Ötz erkundigte sich, ob es im Beirat Zukunft Ziel- und Meilensteinvereinbarungen gebe, eine Timeline erstellt worden wäre usw. Kritische und recht deutliche Wortmeldungen kamen auch von Gerd Estermann (Initiative gegen Feldring/Schafjoch) und Markus Welzl (Alpenverein), die sich für keinen skitechnischen Zusammenschluss hergeben wollen. Grundsätzlich mahnte das Plenum von den Projektwerbern für die nächste Sitzung noch einmal handfeste (Zukunfts-)Maßnahmen in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit lt. dem eingebrachten Antrag ein, ansonsten würde der Beirat endgültig "platzen". Tenor: Sich lediglich Vorträge anhören zu müssen und bei Vergangenheitsbewältigung anwesend zu sein, statt konstruktiv an einem gemeinsam erarbeiteten Ziel arbeiten zu können, das sei entschieden zu wenig. Adi Meierkord von Lebenswertes Ötz erinnerte Bgm. Falkner beispielsweise an das Verkehrsproblem in unserer Gemeinde, das es angesichts von Schigebiets-Zusammenschlüssen (wie auch Ötztal-Pitztal) zu lösen gelte. Das sei wirklich ein Zukunftsthema. Der Angesprochene reagierte jedoch auch darauf sauer.

 

(adme, alwo/24.07.2019)

 

 ***

 

Kommentar

 

Wenn etwas gerade dabei ist zu scheitern, ist es interessant, zu beobachten, woran es denn krankt. Meist sind es ja die einfachen Dinge, an denen etwas zerbricht. Im Falle des Beirates ortet der Urheber dieser Zeilen zwei Knackpunkte.

 

1. Beirat sollte sich mit der Zukunft befassen und nicht mit der Vergangenheit

Wie bereits im Namen Beirat Zukunft verankert, sollte sich das Gremium mit Kommenden beschäftigen. So hat man es jedenfalls festgelegt. ZUKUNFT, das ist aber bekanntlich etwas, das erst kommt! Insofern dürfen die Projektwerber im Plenum auch auf kein großes Verständnis hoffen, wenn sie dauernd nur von dem erzählen, was sie in der Vergangenheit so alles Tolles gemacht haben. Entschuldigung, aber Wärmepumpen, die man vor Jahren irgendwo in ein Gemeindehaus eingebaut hat, Abwärmeanlagen in Liftstationen, so sinnvoll diese auch sein mögen, das ist und bleibt VERGANGENHEIT. Die Frage ist aber, liebe Projektwerber, was ihr in Zukunft machen wollt. (Und zwar, ohne dass man dabei die Ideen jener kopiert, die ihr vorher kritisiert habt.)

 

Werte Projektwerber-Kollegen aus dem Beirat, wenn ihr in diesem Punkt nicht endlich umdenkt, wenn ihr vielmehr nach wie vor meint, Berichte aus anderen Regionen über Vergangenes seien das Patentrezept für unsere Zukunft, dann kann das Unterfangen nur scheitern und die Schuld daran, die müsst ihr dann wahrlich bei euch suchen. Euer Vorgehen gleicht im Moment jenem Olympiateilnehmer, der anstatt zu trainieren, der anstatt sich auf das nächste Großereignis gezielt vorzubereiten, lieber davon faselt, wie toll er doch vor vier Jahren gewesen sei ... 

 

2. Geht es wirklich um diese Sache?

Es sind nicht wenige Beobachter der Szenerie, die u.a. aus der schwachen Motivationslage der Projektwerber (manche Beiräte haben in vier Sitzungen noch keine einzige Wortmeldung abgegeben), deren Reaktion auf bestimmte Themen sowie einigen anderen Umständen und Faktoren ganz anderes ableiten: Sie meinen, letztlich ginge es im Beirat Zukunft nur um Hinhaltetaktik. Sonst würde Falkner auch plötzlich nicht so dünnhäutig agieren und einseitig eine Diskussion über Gemeindepolitik in den Beirat tragen, die dort selbstverständlich überhaupt nichts verloren hat. Er habe aber, so vermuten die neutralen Beobachter, von seinen Hintermännern Druck bekommen und würde jetzt wie ein Ertrinkender agieren, der sich der Wellen von beiden Seiten erwehren muss. Derweil sollen im Stillen andere Sachen unter Dach und Fach gebracht werden. Auch in einem derartigen Fall läge es natürlich an den Projektwerbern, glaubwürdig Gegenteiliges zu beweisen.

 

Analyse:

Falkner hat mit dynamoetz respektive Lebenswertes Ötz genau jene kritisiert, die ihm im Gegensatz zu vielen anderen sogar eine lifttechnische Verbindung zugestanden hätten. Ob das strategisch klug ist? Jedenfalls verbessert man damit sicherlich nicht seine "Karten" (auf die wir bald einmal zu sprechen kommen werden). Vor allem vor dem Hintergrund, wenn man zeitgleich die Ideen genau dieser Kritisierten plötzlich als "seine" Ideen für die Zukunft verkaufen will.

 

Prognose:

Gelingt bei der kommenden Sitzung nicht der große Wurf, ist der Beirat Geschichte, also wirklich V-e-r-g-a-n-g-e-n-h-e-i-t. Dann ist aber auch der große Plan freigelegt, von dem manche munkeln, LH Günther Platter sei höchstpersönlich eingeschritten und habe die Projektwerber zu einem Dialog verdonnert, den sie eigentlich und letztlich gar nicht führen woll(t)en. Egal, ob so oder so: dynamoetz bleibt ganz sicher am Ball. Versprochen!

 

Bernhard Stecher, 24.07.2019


Referat von Estermann und Stecher im Beirat

 

Gerd Estermann und Bernhard Stecher haben am 2. Juli 2019 im Beirat Zukunft ein Referat über eine mögliche Neuausrichtung der Region/des Schi- und Wandergebietes Hochötz-Kühtai gehalten. Hier mittels Download teilweise nachzulesen (LÖ, 18.07.2019):

Download
präsentation hochötz-kühtai.pdf
Adobe Acrobat Dokument 14.8 MB

Beirat und andere Themen: Um es zu präzisieren

 

Der Eintrag von gestern (16.06.2019) bedarf einer kleinen Präszisierung. In besagter Blog-Notiz war die Rede davon, der Antrag an den Beirat Zukunft sei "angenommen" worden. Das ist formell natürlich nicht ganz richtig: Ein Antrag kann erst dann "angenommen" sein, wenn über ihn befunden wurde. Insofern hätte es besser heißen müssen, die "Tourismusaffinen" hätten ihre Bereitschaft signalisiert, ihn anzunehmen. Allein das ist aber für uns bereits Hinweis genug und wir ziehen uns nach einem kleinen Nadelstich (siehe Beitrag 03.07./10.07.2019) wieder auf den Standpunkt von konstruktiven Beirats-Mitgliedern zurück.

 

So lange wir das Gefühl haben, die Sache "Lift" wird nicht zu einseitig, werden wir hier auch nicht weiter kritisch berichten, sondern im Stile der zum Beirat eingeladenen Presse, also objektiv. Widerrede gibt es dagegen, wie bereits erwähnt, bei anderen Vorhaben, welche die Gemeinde betreffen: Verkehr, Investorenmodelle etc. Hier findet in Ötz kein demokratischer Prozess statt, weshalb wir die Rolle einer außergemeinderatlichen Opposition einnehmen. Somit gibt es dann auch bei uns eine Rede (= Taten und Vorhaben des leider-Einheitsbrei-Gemeinderates) und die in demokratischen Abläufen so wichtige Gegenrede (= unseren Standpunkt), womit sich jede Leserin und jeder Leser selbst gut ein Bild von der jeweiligen Sache machen kann. Es sind somit beide Seiten beleuchtet, so, wie es in einer funktionierenden Demokratie halt der Fall sein sollte. Die Zeiten einer einseitigen Darstellung sind derzeit jedenfalls vorbei.

 

(best, 17.07.2019)


Beiratsantrag angenommen und etwas in eigener Sache

 

Untenstehender Antrag an den "Beirat Zukunft" vom 12.07. wurde angenommen. Man einigte sich darauf, dass es am 23. Juli zu einer eher kürzeren Replik der "Tourismusaffinen" kommen wird, welche bei der übernächsten Sitzung ihre (etwas längere) Fortsetzung finden soll. Dieser Umstand zeigt, dass die Selbstregulierung der Gruppe funktioniert und die demokratischen Spielregeln weiterhin eingehalten werden. Seinen positiven Beitrag dazu leistete auch Moderator Ulrich Müller.

 

In eigener Sache: Lebenswertes Ötz hat sich, weil dies bei uns komplett fehlt, u.a. auch der Einnahme einer politischen Oppositionsrolle verschrieben. Dies erachten wir deshalb als sehr wesentlich, weil sonst der notwendige politische Diskurs in unserer Heimatgemeinde komplett fehlen würde. Unsererseits trachten wir aber genau danach, zu differenzieren: So veröffentlichen wir, weil im Beirat befindlich (in dem ein reger Gedankenaustausch auf Augenhöhe stattfindet), auf dieser Seite bis zu einem hoffentlich für alle Seiten gedeihlichen Abschluss zum Thema "Schigebiet" selbst überhaupt nichts. Wohl aber melden wir uns zu Wort, wenn allgemeine Abläufe im Beirat aus dem Ruder zu laufen drohen oder andere Themen gestreift werden, die uns wichtig erscheinen.

 

Bei darüber hinaus wichtigen Belangen vertreten wir natürlich weiterhin mit Überzeugung unsere Meinung. Auch wenn dies dem einen oder anderen vielleicht nicht lieb ist. Für (Gemeinde-)Politiker gilt aber: Die Spielregeln einer jeden Demokratie beachten! Nur weil wir irgendwo dabeisitzen, lassen wir uns noch lange nicht unsere sonstige Meinung "abkaufen". Wir tragen bewusst keine "Politik" in den Beirat, gehen aber auch davon aus, dass dies alles natürlich keine "Einbahnstraße" ist.

 

(best, 16.07.2019)


Ein Antrag an Beirat "Zukunft" zur Beteiligung aller

Im "Beirat Zukunft" sollten sich eigentlich alle vorrangig Gedanken um die Zukunft machen. So verspricht es jedenfalls der Name. Foto: ©DieFotografen
Im "Beirat Zukunft" sollten sich eigentlich alle vorrangig Gedanken um die Zukunft machen. So verspricht es jedenfalls der Name. Foto: ©DieFotografen

 

ANTRAG:

 

Getrieben von der Sorge, weitere Mitglieder könnten enttäuscht den Beirat verlassen, halten wir es für wichtig, um nicht zu sagen unumgänglich, dass nun die Projektwerber und Touristiker in der nächsten Sitzung ihre Ideen und Gedanken für die zukünftige Gestaltung der Region unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltig- und Umweltfreundlichkeit präsentieren und offenlegen. Besonders in der letzten Sitzung wurde der Eindruck erweckt, man entferne sich von dem in der ersten Sitzung in Haiming gemeinsam gesetzten Ziel, der „Nachhaltigen naturverträglichen Entwicklung der Region“. Die Gründung des Beirats sollte eigentlich einen Neustart signalisieren, tatsächlich wird aber hauptsächlich Vergangenheitsbewältigung betrieben bzw. werden seitens der Projektwerber jeweils lediglich abgeschlossene Vorhaben ins Treffen geführt. Das ist entschieden zu wenig. Es ist daher allerhöchste Zeit, über konkrete Maßnahmen oder zumindest über Visionen für die Zukunft zu sprechen, um nicht unnötig Zeit und Geld zu verschwenden. Langfristig gesehen möge der Beirat zur Absicherung der eigenen Nachhaltigkeit auch ein Strategiepapier erarbeiten, das den drei Gemeinden als Memorandum überreicht werden kann.

 

Dieser Antrag wird unterstützt von: Liliana Dagostin, Gerd Estermann, Ernst Gabl, Heiner Haid, Alexandra Harrasser, Petra Hofmann, Daniela Holaus, Reinhard Holaus, Süleyman Kilic, Desiree Kopp, Adi Meierkord, Wolfgang Neurauter, Michaela Ofner, Thomas Praxmarer, Bernhard Stecher, Hanspeter Schrott, Markus Welzl, Alexandra Zolitsch

 

(best, 12.07.2019)

 

***

Anm.: In einer ersten Reaktion in Form einer Aussendung sprechen die "tourismusaffinen" Teilnehmer von "Sorge um das Wohlergehen künftiger Generationen" etc. Das hört sich zwar gut, aber gleichzeitig schon wieder äußerst vage an. Um es daher auf den Punkt zu bringen: Uns Antragstellern wird es in den kommenden Sitzungen entschieden zu wenig sein, wenn seitens der "Tourismusaffinen" (weiterhin) nur über einen möglichen lifttechnischen Zusammenschluss geredet wird.

 

(best, 13.07.2019)


Wenn sie überall um uns herum die Zeichen erkennen

 

Zum Thema Beirat Zukunft hat uns eine Stellungnahme eines Ötzer Unternehmers erreicht. Er habe das Geschehen der jüngeren Vergangenheit mit Interesse verfolgt, schreibt er, und ihn hätten unlängst diese Zeilen erreicht:

 

 

„Es geht nicht in erster Linie um Tourismusdestinationen, die die Ansprüche unserer Gäste erfüllen, sondern um qualitätsvolle Lebensräume, in denen sich Gäste und Bevölkerung gleichermaßen wohlfühlen.

Wie schafft es die Branche, diese Lebensräume (wieder) zu schaffen und die Bevölkerung mit ins Boot zu holen?

Wohin entwickelt sich der Tourismus im Alpenraum? Gilt das Motto ,Schneller, weiter, höher´ noch?"

 

 

Der Text stamme aus einer Einladung zu den Seefelder Tourismusgesprächen (https://seefelder-gespraeche.at/), so der Ötzer Unternehmer, und er wolle fragen, ob man sich im Beirat Zukunft nicht auch gerade mit derartigen Themen beschäftige. Jedenfalls sei dies wohl unsere "Wellenlänge", während wir "sonst" wohl auf nicht viel positive Ötzer Resonanz stoßen würden. Wie das zu sehen sei?

 

Unsere Antwort, die Antwort von Lebenswertes Ötz:

 

 

Werter Ötzer Unternehmer!

 

Zunächst einmal vielen herzlichen Dank für die Zuschrift. Sie freut uns, weil sie einen Vertrauensvorschuss mit sich bringt. Wir erhalten derzeit sehr viele Rückmeldungen und Anregungen, jede einzelne zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.


Bzgl. "deiner" Zeilen: Sie könnten genauso gut von uns stammen, das stimmt, wir vertreten im Beirat eine ganz ähnliche Meinung. Aus Ötzer Sicht scheint es manchmal aber in der Tat so, als würden wir alleine auf weiter Flur stehen. Andererseits hat sich bei der jüngsten Beiratssitzung der Bürgermeister und Tourismusobmann von Werfenweng eifrig Notizen gemacht und anschließend auch unsere Inputs sehr gelobt, z.B. die Idee mit den Bergbahnen die weltweit erste Auszeichnung als "Klimapartner" anzustreben. Deshalb würde es uns auch gar nicht wundern, wenn Werfenweng derartige Ideen umsetzen würde. Insofern wären unsere Intentionen dann auch zwar umsonst, aber nicht vergeblich gewesen ...

 

Für uns ist es im Beirat manchmal auch deshalb frustrierend, weil wir hier in der direkten Gegenüberstellung die frappierenden Unterschiede zwischen den einzelnen Gemeinden erkennen müssen. So ist etwa Photovoltaik auf den öffentlichen Gebäuden in Haiming längst eine Selbstverständlichkeit und auch der Silzer Bürgermeister konnte freudestrahlend darüber berichteten, dass bei ihnen bereits seit fünf Jahren "alles bestückt" sei. In Ötz ist derweil noch nicht einmal ein einziges Modul zur umweltfreundlichen Stramerzeugung irgendwo montiert worden. Dabei böten sich gerade hier solch wunderbare Flächen an:

 

Die Dachfläche der Talstation wäre außerordentlich gut zur PV-Stromerzeugung geeignet. Dies nicht zu tun, oder die Fläche nicht einmal zu verpachten, gleicht einer Verschleuderung von Ressourcen.
Die Dachfläche der Talstation wäre außerordentlich gut zur PV-Stromerzeugung geeignet. Dies nicht zu tun, oder die Fläche nicht einmal zu verpachten, gleicht einer Verschleuderung von Ressourcen.
Auch auf den Dächern des Schulkomplexes findet sich nicht einmal ein einziges PV-Modul. Dabei sind hier die Flächen ebenfalls sehr gut Richtung Sonne ausgerichtet.
Auch auf den Dächern des Schulkomplexes findet sich nicht einmal ein einziges PV-Modul. Dabei sind hier die Flächen ebenfalls sehr gut Richtung Sonne ausgerichtet.

 

Während andere also längst gehandelt haben, redet man sich bei uns darauf hinaus, das sei "nicht rentabel". Blödsinn! Schwachsinn! Selten so einen Topfen gehört! Würden andere Gemeinden und Großunternehmen wie Interspar und MPreis mit ihren Photovoltaik-Bestrebungen das Geld zum Fenster hinausschmeißen? Wohl sicher nicht.

 

"Natürlich" gibt es auch in der Nachbargemeinde Umhausen auf dem Schulgebäude eine Anlage, dessen Leistung im Inneren des Schulgebäudes auf einer Anzeige nachverfolgt werden kann, damit das Interesse weckt sowie zu interessanten Rechenexempeln anregt.

 

Wir von Lebenswertes Ötz können immer nur auf derartige Missstände aufmerksam machen und haben dies natürlich bereits vor Jahren getan (hier nachzulesen). Geschehen ist in diesem Punkt aber bislang nichts, sieht man einmal von der Einsetzung eines eigenen "Energiebeauftragten" ab, der allerdings in dieser Funktion während drei Jahren nicht ein einziges Mal irgendwie in Erscheinung getreten ist.

 

Du siehst, die Gefahr ist groß, dass Ötz nicht nur bei der Energieerzeugung, sondern generell beim Thema Nachhaltigkeit den Anschluss verliert. Dabei ist das der Aufhänger für den Tourismus der Zukunft! Statt voranzugehen, sudert man bei uns aber lieber herum und sucht Ausreden, statt anzupacken. Das ist schade, liegt aber, wie gesagt, nicht in unserem Verantwortungsbereich.

 

Trotzdem noch eine Anmerkung zum Thema Photovoltaik: Vor einigen Jahren hat ein Ötzer Unternehmer den Bergbahnen angeboten, die Dachfläche der Talstation zur Stromerzeugung anzumieten. Aber selbst dies war offensichtlich nicht im Sinne unserer "Macher". Über die Gründe kann nur spekuliert werden. "Rentieren" sich jetzt nicht einmal mehr garantierte Mieteinnahmen?

 

Da derartige Vorgänge derzeit aber nur beispielhaft sind, schaut es in der Tat trist aus, da hast du nicht unrecht. Jedenfalls brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn wir von überall her Referenten einladen müssen, die uns dann erzählen, wo jeweils etwas besser funktioniert als bei uns. In Ötz fehlt leider ganz klar die grundlegende Einstellung, einmal selbst bei etwas vorne dabei sein zu wollen. Vermutlich ist dies dem nicht vorhandenem politischen Wettbewerb geschuldet, der ganz offensichtlich träge macht. Lebenswertes Ötz wird trotzdem, oder ganz genau deshalb, seinen Weg unbeirrt weiter gehen. Wer will, schließt sich uns an. Auch du bist herzlich dazu eingeladen!

 

Lebenswertes Ötz, i.V. Bernhard

 

(10.07.2019)


Beirat Zukunft in Schieflage

 

Den bezeichnendsten Satz tat am 2. Juli im Rahmen der 3. Sitzung des Beirates Zukunft ("Ökoregion?") der Werfenwenger Bürgermeister und TVB-Obmann. Der Gastreferent aus einem Vorzeigeort in Sachen Umweltfreundlichkeit analysierte im Anschluss an das Treffen das Gesehene und Gehörte folgendermaßen: "Es ist schon interessant. Bei uns waren es die Touristiker, die für einen progressiven Gesinnungswandel verantwortlich waren. Hier bei euch scheint genau das Gegenteil der Fall zu sein." Und damit ist eigentlich bereits vieles gesagt.

 

Unseren heimischen Projektwerbern ging es diesmal nämlich mehr oder weniger nur um den lifttechnischen Zusammenschluss der beiden Schigebiete Hochötz und Kühtai. Dies wurde entweder offensiv oder unterschwellig kommuniziert. Der Rest schien mehr oder weniger nur der Behübschung zu dienen und interessierte nicht wirklich.

 

Fazit: Der Beirat Zukunft befindet sich in einer ersten, aber durchaus ernsten Schieflage. Es liegt daher nun wohl an den Touristikern, zeitnah zu demonstrieren, dass die Überschrift, die sich der Beirat Zukunft gegeben hat ("Umweltverträglich- und Nachhaltigkeit einer gesamten Region"), nicht nur ein Lippenbekenntnis war, sondern auch wirklich mit Inhalten befüllt werden soll. Andernfalls erscheint jeder weitere Dialog schon deshalb sinnlos, weil die unterschiedlichen Auffassungen schlicht und ergreifend nicht unter einen Hut gebracht werden können. Das gibt es. Das ist nichts Neues. Das hat es auch schon andernorts gegeben. Deshalb ist es dann aber auch nur besser und ehrlicher, diesen Beirat vorzeitig zu beenden und unter dem Begriff "Themenverfehlung" zu subsumieren.

 

(best, 03.07.2019)


Demo in Innsbruck

 

(03.05.2019)


Der Dialog beginnt

 

Der von den Projektwerbern des Schigebietszusammenschlusses Hochötz-Kühtai angekündigte Dialogprozess startet in Kürze. Dazu wird es am Donnerstag, dem 16. Mai, in Haiming eine Auftaktveranstaltung geben. Lebenswertes Ötz wird demnächst seinen Standpunkt darlegen. Anregungen und Ideen können gerne bei uns eingebracht werden.

 

(01.05.2019)


Silz stimmte mit 9:5 dagegen

 

Der Gemeinderat von Silz hat sich gestern mit 9 : 5 Stimmen gegen das Projekt Feldring/Schafjoch ausgesprochen. Der Gemeinderat, dergleichzeitig Betriebsleiter der Kühtaier Bergbahnen ist, hatte sich im Vorfeld befangen erklärt. Das Projekt ist damit nicht nur auf Eis gelegt, sondern de facto so gut wie "gestorben". Oder sagen wie so: Es liegt in den allerletzten Zügen. Der Silzer Gemeinderat hat sich aber dafür ausgesprochen, andere Projekte anschauen zu wollen. Die erste Gelegenheit dazu gibt es morgen an dieser Stelle ab 18 Uhr.

 

(30.03.2019)


Demo ein voller Erfolg

 

Die Demonstration am heutigen Freitag (29.03.2019) in Innsbruck mit rund tausend Teilnehmern war ein voller Erfolg. Sie zeigte eindrucksvoll, welche Gesinnung mittlerweile im Land herrscht und dass ein "immer Mehr und Mehr" ein Auslaufmodell darstellt. Interessanterweise wird das Thema neue Schigebiete bereits als ein vielschichtiges erkannt, wie nicht zuletzt dieses Transparent untermauert:

 


Wie es weitergehen wird

 

Am "Demo-Freitag" tagt abends auch der Silzer Gemeinderat. Ungeachtet eines Rechtsanwaltlichen "Säbelrasselns", welche das Hervorzerren eines alten Vertrages zu einem komplett anderen Projekt beinhaltete, wird das Inntaler Kommunalparlament eine "Beratung und Beschlussfassung" zu Feldring/Schafjoch durchführen. Die Abstimmung dazu wird negativ ausgehen. Weil aber auch der Silzer Gemeinderat sicher nicht eine wirtschaftliche Weiterentwicklung der Region hintanthalten will, dürfte eine generelle Zustimmung zu einem anderen Projekt in Aussicht gestellt werden. Beifügung: Sofern es auch die Mehrheit der Bevölkerung so wünscht. Diese Vorgangsweise entspräche einem weiteren klugen Schachzug des sehr besonnenen agierenden Silzer Politgremiums.

 

(27.03.2019)


UVE für Projekt Feldring/ Schafjoch zurückgezogen

 

Heute wurde von den Projektwerbern die UVE für das geplante neue Schigebiet Feldring/Schafjoch zurückgezogen. Laut den ehemaligen Betreibern soll es nun zu einer "ergebnisoffenen Diskussion" über Alternativen kommen. Wir danken den Projektwerbern für die Einsicht und werden uns erlauben, sie beim Wort zu nehmen.

 

(25.03.2019)


Vorschau: Bürgerbeteiligung

 

Am Dienstag (26.03.2019) wird ein Postwurf alle Haushalte von Ötz und Sautens erreichen. Die Initiatoren laden mit diesem die Bevölkerung ein, ihre Meinung zu Themen wie dem abgeblasenen Schigebiet Feldring/Schafjoch abzugeben.

 

(25.03.2019)

Grundsatzbeschluss


 

Bzgl. des Grundsatzbeschlusses hat die BH Imst festgestellt, dass es sich bei der Erstellung der Tagesordnung zwar um einen "Verfahrensmangel" handelt, dieser aber als "geheilt" anzusehen sei.

 

(20.03.2019)

Download
Antwort der BH zu Grundsatzbeschluss
Beantwortung Aufsichtsbeschwerde zu.pdf
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Wir regen an ...

 

... eine objektive Podiumsdiskussion für alle Ötzerinnen und Ötzer! Und zwar mit einem neutralen Moderator sowie gleich viel Rede- und Präsentationszeit für Befürworter des vorliegenden Projektes und für jene, welche vielleicht die bessere Idee haben! Unsere Bürgerinitiative ist unter derartigen Umständen gerne dabei.

 

(27.02.2019)