Die gute Nachricht 7: Homepage schaut besser aus

 

Im September 2015 hat die Homepage unserer Gemeinde recht unappetitlich ausgesehen, eigentlich zum Schämen neben der Optik war auch die Aktualität katastrophal:

 

 

Nun schaut es besser aus, zwar nicht optimal, aber immerhin. Die Anregungen und Forderungen von dynamoetz sind also auch in diesem Bereich umgesetzt worden ...

 

 

Also: Geht doch! Traurig bei dem Ganzen ist freilich nur, dass sich die Ötzer Bevölkerung selbst bei derartigen Selbstverständlichkeiten auf die Hinterfüße stellen muss. Das sollte es eigentlich nicht brauchen. Oder um es mit den Worten einer Teilnehmerin am jüngsten Verkehrsstammtisch auszudrücken: "Wir müssen uns hier den Kopf darüber zerbrechen, wofür sich andere wählen haben lassen und damit natürlich auch verantwortlich sind."

 

(best, 29.06.2019) 


Die gute Nachricht 6: Kapelle wird saniert, Erinnerung lebt

 

Schigebiet Feldring/Schafjoch, Investorenprojekte, überbordender Verkehr: Man könnte in unserer Gemeinde aktuell die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Und nicht mehr herunternehmen. Allerdings gibt es Gott sei Dank auch die andere Seite, die positive. Nämlich jene, die von Privatpersonen ausgeht, und das Andere, Unangenehme in den Hintergrund drängt. Ein Beispiel dafür sind die derzeitigen Bestrebungen um die Kapelle am Rastbichl.

 

 

Die Kapelle am Rastbichl ist vor beinahe 40 Jahren entstanden. Damals haben sich die Röfenklötz (Rofenkloetz?) und Staunzn, zwei Vereinigungen von jungen Burschen, neben einigem jugendlichen Übermut, der ihnen auch im Nachhinein wohl vergönnt sei, auch zum Ziel gesetzt, etwas Sinnvolles zu tun. Deshalb entstand die Idee, unweit von jener Stelle, an der eine verfallene Kapelle gestanden war, auf 1.150 m eine neue zu errichten.

 

 

Gustl Gstrein, Jahrgang 1957, war damals aktiv dabei. Auf dem Foto hält er jene Holztafel in seinen Händen, die er selbst angefertigt hat. Auf ihr sind die in der Zwischenzeit verstorbenen Kameraden Peter Santer, Thomas Erhart, Georg Plattner sowie Pfarrer Alois Haueis verzeichnet. Gustl sagt, er müsse sie jetzt erweitern und Peter Sonnweber sowie Pfarrer Ewald Gredler dazuschreiben. Das sei seine Pflicht.

 

Schaut man sich die Rückseite der Holztafel an, so findet man dort einiges, das ebenfalls der fast-Pensionist und künstliches-Hüftgelenk-Träger Gustl notiert hat. Es sind detailliertere Aufzeichnungen über die einstigen Kameraden. So ist zu lesen, dass Peter Santer vor seinem Sturz von einem Gerüst beim Bau der Kapelle als Maurer ein Einsatz gewesen war, Thomas Erhart, obwohl bereits von einem Autounfall schwer gehandicapt, das Material einhändig von Schlatt herbei getragen habe und so weiter und so fort:

 

 

Jetzt soll die Kapelle wieder auf Vordermann gebracht werden. Das Dach hat Schaden gelitten und auch der Zaun außern herum ist recht morsch. Da trifft es sich gut, dass auch andere, wie Josef "Blasign" Göbhart und die Agrargemeinschaft Ötzerau, anpacken wollen. Wäre ja auch schade, wenn das sakrale Bauwerk an dieser wunderbaren Stelle mit hervorragendem Ausblick auf den Acherkogel dem Verfall preis gegeben würde:

 

 

Weil frühzeitig dran und mehrere Helfer, wird sich sicher spätestens zum exakten 40 Jahr-Jubiläum eine Gedenkmesse ausgehen. An Sachspenden wird es davor wohl hoffentlich auch nicht mangeln, denn auch damals wurde das Material jeweils bereits spendiert.

 

Randnotizen

 

Gustl sagt, heute ginge so etwas nicht mehr, aber damals habe Pfarrer Haueis einfach gesagt, die Reste der alten Kapelle sollen niedergerissen und mit Zweigen zugedeckt werden. Da würde der Denkmalschutz heute wohl ein strengeres Auge auf die Sache werfen. Auch die Spende des Grabsteines, der damals in der Ablasskapelle gestanden sei, wäre vielleicht heute nicht mehr so leicht möglich.

 

Selbst das Wort "Burschenschaften", wie es auf der Metalltafel rechts am Kapelleneingang steht, in der Zwischenzeit eine andere Bedeutung erlangt. Früher noch unbefangen als Zusammenschluss von "Buben" verwendet, sind nach einem gesellschaftlichen Wandel mitunter recht (rechts?) andere Assozistionen damit verknüpft. Das soll aber die positive Grundstimmung alles andere als trüben, zumal die Rastbichl-Kapelle gerne von vielen Leuten aufgesucht wird, wie auch die dort angebrachten Sterbebildchen beweisen.

 

(best, 10.06.2019)


Die gute Nachricht 5: Der Gustl ist noch immer gut beinand´

90 Jahre alt wird er heuer, der Gustav Harrer. Und ausschauen tut er wie immer. Fast könnte man meinen, bei ihm wäre die Zeit stehen geblieben. "Dabei", so sagt der Gustl, funktioniere das Hören nicht mehr so wie früher und auch der linke Fuß wolle nicht mehr so ganz. Aber das seien halt so Kleinigkeiten, die das Alter mit sich bringe.

 

Gustl Harrer ist ein Pionier des Ötzer Fußballs. Er ist es, der vielen jungen Menschen in unserer Heimatgemeinde den Fußballsport näher brachte.

 

Wie öfters in derartigen Funktionen unbedankt, ist es gerade Männern wie ihm zu verdanken, dass aktuell in Ötz bereits seit mehr als 30 Jahren der Sport mit dem runden Leder im Haidach meisterschaftsmäßig betrieben wird. Das war ja nicht immer so.

 

Gustl war es genau genommen auch, welcher in seiner bescheidenen Art jenen, die um das Jahr 1987 herum den Fußballverein in seiner heutigen Form gegründet haben, den Sport auf dem grünen Rasen näher gebracht hat. Dabei war der Gustl nie einer, der sich in den Vordergrund gestellt hat. Gerade seine bescheidene, ruhige Art war es aber wohl, welche so manchem erst den Sinn des Sportes erschlossen hat. Er war es auch, der sich stets für das FußballSPIELEN und weniger für das Wegschnalzen von Bällen eingesetzt hat. Gustl nannte es "Scheiben" - und Recht hatte er damit. Auch heute hat seine Forderung noch genauso Gültigkeit wie in den 1970er Jahren. Danke Gustl für deine Art und deinen Einsatz für das Ötzer Gemeinwohl!

 

Im Herbst wird Gustl zu seiner Frau Hermi, welche sich schon seit einiger Zeit im Seniorenheim in Haiming befindet, übersiedeln. Wir wünschen alles Gute!

 

(best, 27.05.2019)


Die gute Nachricht 4: Bär-oder-Beer-Frage geklärt!

 

Vor einiger Zeit hat dynamoetz angeregt, die Schreibweise von "Beerweg"/"Perweg"/"Bärweg", machmal auch "Perwög", anzugleichen bzw. sich auf eine einzige Variante zu einigen. Zumal der durch die Sautner Felder führende Verbindungsweg sogar auf direkt übereinander befindlichen Tafeln unterschiedlich geschrieben war. Und in der Ötzer Flurnamenkarte ("Perweg") sowie den bisherigen Protokollen der Gemeinde Ötz ("Bärweg") zur Verwirrung der Einheimischen und Gäste etwas ganz anderes stand, als etwa auf einer Tafel bei der Haidacher Brücke ("Beerweg"). Das Ganze glich damit irgendwie fast einem babylonischen Sprachgewirr. Ein paar Auszüge ...

 

 

Jetzt wurde diese Anregung in die Tat umgesetz und in Abstimmung mit der Nachbargemeinde Sautens eine einheitliche Schreibweise festgesetzt. Ab sofort ist es für alle der "Beerweg". Herzlichen Dank dafür!

 

Aus einem Gemeinderatsprotokoll:

 

 

(best, 12.04.2013)


Die gute Nachricht 3: Helden des Alltags am Kalvarienberg

Ein Dankeschön an drei gute Geister

 

"Früher hat auch das Kleine einen Wert gehabt." Das sagt Hansi Parth. Er tut dies, während der die Stationen des Kreuzweges am Kalvarienberg bepflanzt. "Einfach so, weil es mir gefällt." Und weil es eine kleine Gegenbewegung sei, gegen das, was sonst passiere, so Hansi. Er wundert sich über die aktuellen Zeiten, wo "alles über den Haufen gerissen wird."

 

Hansi Parth hat sich mit seiner selbstlosen Einstellung ein Hervorholen vor den Vorhang verdient. Danke Hansi für dein Tun!

 

Gerade im Bereich des Kalvarienberges sind aber auch andere Männer unentgeltlich und im Dienste der Allgemeinheit unterwegs. Etwa Rupert Covi, der seit einiger Zeit den Bereich um die Kapelle vorbildlich sauber hält. Nach getaner Arbeit setzt er sich dann in Begleitung seines Hundes auf eine Bank und schmaucht zufrieden sein Zigaretterl. Auch Karl Covi legt in diesem Gebiet Hand an ohne dass er es müsste. Er säubert die Wege, sodass auch niemand über einen heruntergefallenen Ast oder Stein stolpert. Danke an alle drei guten Geister dafür!

 

(best, 04.04.2019)


Die gute Nachricht 2: Unser Acherkogel ist Europameister!

 

Einige werden sich vielleicht an jene Diskussion erinnern, als es darum gegangen war, ob unser Acherkogel das Alleinstellungsmerkmal des nördlichsten Dreitausenders der Alpen innehaben würde oder ein Berg in Salzburg. Anlass dazu war die Begehrlichkeit von Salzburger Touristikern gewesen, welche ihren Kempsenkopf kurzerhand für werbewirksame Maßnahmen vor ihren Karren gespannt und ihn rotzfrech als "nördlichsten Dreitausender der Alpen" bezeichnet hatten.

 

Nun, einige Publikationen, so manchem Ärger und langatmiger Diskussion später, kann, nach einem ersten Etappensieg im Mai 2018, endlich das amtliche Ergebnis mit Freude verkündet werden: UNSEREM ACHERKOGEL WURDE NACH EINGEHENDER PRÜFUNG DAS ALLEINSTELLUNGSMERKMAL DES "NÖRDLICHSTEN DREITAUSENDERS VON EUROPA" BESTÄTIGT!

 

Aus Wikipedia:

 

 

Beteiligt an der aus unserer Sicht erfreulichen Entscheidung waren neben den gestrengen Kuratoren des weltweit größten Onlinelexikos, Wikipedia: Ansprechpartner von offiziellen Vermessungs- und Kartographiestellen, dem Österreichischen und Deutschen Alpenverein sowie der UIAA, der Union Internationale des Associations d’Alpinisme, deren Standards schließlich in einer langatmigen wissenschaftlichen Diskussion zugunsten von uns Ötzern den Ausschlag gegeben haben. Die internationale Vereinigung verschiedener Alpinistenverbände definiert Kriterien (wie Schartenhöhe und Dominanz) anhand derer festgelegt wird, ob es sich bei einer Erhebung um einen eigenständigen Berg oder lediglich um eine Graterhebung handelt.

 

Neben dem Dank an alle anderen Mitkämpfer ergeht ein besonderer an Heinz Kugler aus Ötztal-Bahnhof, der eigens nach Salzburg gereist war, um die Sache vor Ort zu begutachten sowie per GPS zu vermessen! So konnte letztlich dokumentiert werden, dass es sich beim Kempsenkopf, der zwar ein klein wenig nördlicher als der Acherkogel liegt, lediglich um eine Schartenerhöhung handelt.

 

Ebenfalls aus Wikipedia (zum Vergrößern klicken):

 

 

Wir freuen uns, den Titel "Nördlichster Dreitausender der Alpen" zurückerobert zu haben. Mehr noch: Wir sind begeistert darüber, ihn nach eingehenden Recherchen sogar zum "Nördlichsten Dreitausender Europas" ausgebaut zu haben. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, um das uns sicherlich viele beneiden werden und das auch einiges an Werbemöglichkeit beinhaltet.

 

Wie gehen wir mit dem Titel "Nördlichster Dreitausender Europas" um?

 

Wir von Lebenswertes Ötz regen an, das Alleinstellungsmerkmal des Acherkogels selbstbewusst nach außen zu tragen. Wenn man sich alleine vergegenwärtigt, dass es nirgends auf dem gesamten Kontinent eine derart markante Stelle gibt, wie eben ausgerechnet bei uns in Ötz, weiß man, warum.

 

Dazu würde sich unserer Meinung nach anbieten, einen Ideenwettbewerb für die Gestaltung des Kreisverkehrs auszuschreiben. Dort könnte man unserem Acherkogel wunderbar und öffentlichkeitswirksam ein "Denkmal" setzen und dabei gleichzeitig auch alle Durchreisenden auf die Besonderheit aufmerksam machen. Dies als abschließende Anregung zu diesem grundsätzlich überaus erfreulichen Thema. Schließlich wird "man" nicht alle Tage "Europameister"! Hipp hipp hurra!

 

(best, 18.03.2019) 

 

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Die gute Nachricht 1: Dorfstraßen werden sicherer

 

Die Vorgeschichte: Vor mittlerweile dreieinhalb Jahren hat dynamoetz über die "haarige" Verkehrssituation im Oberfeld berichtet. Speziell, was die Kinder auf dem Weg zur und von der Schule sowie dem Kindergarten, betrifft. Hier nachzulesen.

 

Seitdem wurden Kinder weiterhin gefährdet, jugendliche Radfahrer verletzt und konnten Autos gerade noch in letzter Sekunde vor Kinderwagen schiebenden Müttern abgebremst werden. Vor rund einem halben Jahr hat sich dann ein Verkehrsexperte des Landes die Sache angesehen.

 

Seine Expertise:

 

a) Klarer Planungsfehler, hier hätte man einen Gehsteig machen sollen

b) Die Straße für den Verkehr sperren, das geht nur schwer, weil andernorts Parkplätze fehlen

c) Man könnte zumindest eine farbige Bodenmarkierung machen

 

Jetzt wird bald einmal Folgendes im Gemeinderatsprotokoll zu lesen sein:

 

 

Dreieinhalb Jahre, nachdem auf dynamoetz eine junge, besorgte Mutter und anschließend auch andere, offensichtlich mit Hausverstand Ausgestattete (hier nachzulesen), den Vorschlag von farbigen Bodenmarkierungen aufgeworfen haben, geschieht also doch noch etwas. Zwar ein wenig spät, aber immerhin. Also: Bravo!

 

(best, 08.03.2019)