Die gute Nachricht Nr. 8: Richtig geschrieben!

 

In unserer Gemeinde gibt es immer wieder Lichtblicke, wie auch in diesem Fall. Ein großes Lob gebührt jenem Unbekannten, der auf dieser Tafel die Buchstaben zu einem "Ötz" zusammengesetzt hat. Diese Schreibweise entspricht der Tradition, die bis 2014 amtlich war. Bravo!

 

 

Auch wenn die Schreibweise "Ötz" logisch ist, man schreibt ja auch weder "Parkplaetze" noch "Parkmoeglichkeit" (das würde doch fürchterlich ausschauen, oder?), ist sie wegen der widersinnigen Umbenennung doch in Gefahr. Wir von Lebenswertes Ötz wollen daher an die Tradition erinnern und werden immer wieder positive Beispiele veröffentlichen. Dazu bitten wir um Zusendung von Bildern. Also Augen offen halten! Wo findet sich das gute alte Ötz?

 

Bei dieser Gelegenheit auch gleich ein Dank für die anderen, zahlreichen Zusendungen danke! Wer sich für die Entwicklung und die Hintergründe des Ortsnamens interessiert, der ist hier richtig.

 

(best, 08.07.2019)


Wo sind wir denn hier eigentlich? In Oetz oder Ötz?

Zwei zeitgleiche Wetteranzeigen, zwei Ergebnisse: Natürlich ist es in "Ötz" schöner als in "Oetz". Ist ja auch die richtige Schreibweise!
Zwei zeitgleiche Wetteranzeigen, zwei Ergebnisse: Natürlich ist es in "Ötz" schöner als in "Oetz". Ist ja auch die richtige Schreibweise!

 

Unser gestriger Artikel, der an die richtige Schreibweise "Ötz" erinnert, hat eine bemerkenswerte Reaktion hervorgerufen. Und zwar hat sich ein Touristiker gemeldet, der davon berichtete, dass seit der widersinnigen Umbenennung im Jahr 2014 nicht nur einer seiner Gäste, sondern gleich mehrere, ihr Urlaubsziel falsch angesteuert hätten und danach entsprechend verärgert waren.

 

Der Grund war, dass die Touristen in ihr Navi "Ötz" eingegeben haben. Erstens, weil diese Schreibweise für sie logisch war, zweitens, weil sie bis vor kurzem auch so üblich war, und drittens, weil ihnen natürlich das "Ötztal" bekannt ist, das so geschrieben auf allen Werbematerialien prangt. Deshalb braucht es eigentlich schon viel Fantasie, um  "Oetz" einzutippen.

 

Die Crux ist jetzt, dass es in Niederösterreich (oder der Steiermark) einen Ort gibt, der "Ötz" heißen. Bestätigt man diesen, hat man, je nach Herkunft, einen anständigen Umweg zu machen, wenn man zu uns gelangen will.

 

Bis 2014 hat es dieses Problem nicht gegeben. Man musste nämlich aussuchen, ob "Ötz/Ötztal/Tirol" oder "Ötz/Mühldorf/Niederösterreich". Somit war die Sache todlsicher. ("Navi geht ja bekanntlich vor Verstand".) Diese Wahlmöglichkeit wird nun nicht mehr angezeigt: Es gibt nur mehr ein "Ötz". Blöderweise das, welches 500 km entfernt liegt.

 

Dasselbe Problem hat sich übrigens auch bei Wetter-Apps aufgetan. Wenn man dort ebenfalls nicht genau hinschaut, wundert man sich, dass die Wetteranzeige so gut wie nie zu den hiesigen Verhältnissen passt (siehe Foto oben).

 

Alleine aus diesen beiden Gründen wäre es besser gewesen, bei der altbewährten Version zu bleiben. Zusätzlich heißt unsere Katastralgemeinde zur weiteren Verwirrung nach wie vor "Ötz" und kann Gott sei Dank nicht umbenannt werden, oder wenn, dann nur mit einem Riesenaufwand. Dies alles wurde 2014 freilich nicht bedacht. (Das Nachdenken hat damals allerdings auch nur eineinhalb Minuten lang gedauert. Maximal!)

 

 

Interessantes zum Abschluss: Wir hier im Ötz(!)tal lassen uns zwar dafür abfeiern, dass wir auf der UNESCO-LIste für das immaterielle Weltkulturerbe stehen, und zwar für den vermeintlich "ältesten" Dialekt (der aus Bayern stammt), den Ortsnamen aber weiterhin so zu schreiben, wie dies in Bayern seit jeher und auch heute noch der Fall ist (7 x laut obiger Liste), das ist uns offensichtlich fremd. "Schilta" lässt einmal mehr grüßen.

 

(best, 09.07.2019)