Gute Nachricht 13 1/2: "2030" angeleiert. Leider arschlig.

Es hätte eine eigenständige Nummer sein können. Es hätte die "Gute Nachricht Nr. 14" sein können. So aber ist es leider nur "13 1/2". Und zwar, weil man es wieder einmal nur arschlig angeht. Leider.

 

Vor vier Jahren hat dynamoetz an dieser Stelle angeregt, man müsse sich in Ötz unbedingt einmal konkret Gedanken über die Zukunft des Ortes machen. Nicht immer nur in den Tag hineinleben und das ausführen, was einem gewisse Herren gerade ins Ohr flüstern. Vorgestellt wurde dazu die Zukunftsstrategie "Ötz 2030", eine Anregung zum Erstellen eines Leitbildes. Einge Ausschnitte:

 

 

 

 

Nach dieser Veröffentlichung kam es, wie es in Ötz halt leider immer der Fall ist: BM Falke steckte seinen Kopf in den Sand. Kein Muh und kein Mäh. Kein "Das-ist-eine-gute-Idee", kein "Das-ist-eine-schlechte-Idee". Kein "Komm,-lass-uns-darüber-reden,-da-steckt-vielleicht-was-drinnen." Dies allerdings nur, um "Ötz 2030" vier Jahre später ohne Genierer als eigene Erfindung aus dem Hut zu zaubern. Aus dem Gemeinderats-protokoll:

 

 

 

 

Initiative leider nicht konsequent zu Ende gedacht

 

So sehr es lobenswert ist, wenn man sich in Ötz endlich einmal auch konkret Gedanken über die Zukunft macht, so sehr ist leider die Art und Weise, wie dies gemacht werden soll, kritisch zu hinterfragen.

 

Was sofort ins Auge sticht: Statt vorbehaltlos zu diskutieren und auf breiter Basis, ist der Fokus schon wieder nur auf eine bestimmte Zielgruppe ausgerichtet! Wieder einmal werden "Wirtschaft und Tourismus" das Sagen haben.

 

So wurde, dazupassend, der Auftrag zur Prozessleitung gleich einmal ausgerechnet an eine Firma übergeben, welche noch keinen einzigen Ortsentwicklungsprozess vorweisen kann, sondern auf die Übergabe von touristischen Betrieben (!) spezialisiert ist. Womit wir aber leider auch bereits das Endergebnis von "Ötz 2030" kennen: All das, was zuletzt vermurkst worden ist, Stichwörter Feldring/Schafjoch, Investorenmodelle, Verkehr etc., wird gutgeheißen werden. Man werde im Dienste des Fortschritts auch unbedingt so weiter machen müssen, wird es heißen. Muss es heißen, denn sonst würde man ja zugeben, welchen Mist man gebaut hat.

 

Fazit: Gut angefangen, denn "Ötz 2030" hätte es schon lange gebraucht. Aber leider arschlig zu Ende gedacht und damit leider wieder einmal nur eine halbe Sache!

 

Dabei wäre es so einfach

 

Wann wird man in Ötz kapieren, dass man keine großartigen Moderatoren für derartige Prozesse braucht, die einem das Blaue vom Himmel herunter vorschwafeln oder nur das durchzudrücken versuchen, was die Auftraggeber wollen, siehe Bauchfleck Beirat Zukunft, siehe Bauchfleck Mobilitätsstrategie?

 

Wann wird man sich in Ötz einfach einmal ohne Hintergedanken mit der Bevölkerung (!) zusammensetzen und vernünftig miteinander reden? Wann wird man endlich den Ötzerinnen und Ötzern zuhören? Wann begibt man sich damit auch einmal aus seiner eigenen Blase heraus und vernimmt vorbehaltlos die Meinung anderer? Das kann doch bitte wirklich nicht so schwer sein!   Und das wäre dann auch eine ganze "Gute Idee" und nicht nur eine halbe.

 

(best, 19.01.2020)


Mitarbeiterwohnungen – gibt es größere Probleme?

Zum Thema Mitarbeiterwohnungen am ehemaligen Tiwag-Areal sind bereits mehrere Zuschriften und Informationen eingelangt, die sich grundsätzlich decken. Danke dafür! Allerdings werfen diese eher weitere Fragen auf, als die vorhande- nen zu beantworten.

 

Den uns nun vorliegenden Nachrichten zufolge soll es hinter den Kulissen größere Probleme geben. Die Ursache dafür sollen die Größen der Einheiten sein, die mit rund 36 Quadratmetern festgelegt sein sollen. Es sei aber laut Gesetz lediglich für arbeits-platznahe Dienstwohnungen bis zu 30 m² möglich, kein Sachbezug anzusetzen. Bei einer Wohnungsgröße zwischen 30 m² und 40 m² gelte ein bereits um 35 % reduzierter, weshalb die Unternehmer tiefer in die eigene Kasse greifen müssten als ursprünglich gedacht. Aufgrund dieser steuerlichen Nachteile sollen nun einige der potentiellen Käufer aus dem Gastro- und Hotellerie-Bereich einen Rückzieher gemacht haben. Dafür sollen die Mitarbeiterwohnungen plötzlich nun allen Ötzer Gewerbetreibenden zur Verfügung stehen. Einem Gerücht zufolge sollen sie bereits einem Einzelunternehmern angeboten werden sein, und zwar mit dem Hinweis, „er könne diese ja für sich selbst nützen“. Sollte dies stimmen, so könnten die Probleme tatsächlich gravierender sein als bisher angenommen.

 

Ziemlich erbost zeigte sich ein anderer Leser über die Aussage, dass das gesamte Projekt am ehemaligen Tiwag-Areal ohne Mitarbeiterwohnungen gar nicht finanzierbar gewesen sei. Das stünde zwar auch so auf der Gemeindehomepage, …

 

 

… sei allerdings „erstunken und erlogen“. Das eine habe mit dem anderen nämlich gar nichts zu tun, das wisse der Informant genau, sagte er, und dazu brauche man nur ähnliche Beispiele in anderen Gemeinden anschauen, für die es keine Mitarbeiter-wohnungen brauche. Auch habe man in Ötz bereits ein WE-Gebäude stehen und in diesem sei ebenfalls keine einzige Mitarbeiterwohnung zu finden. „Demnach ist dieses Argument reine Augenauswischerei, mit dessen Hilfe man die Mitarbeiterwohnungen schönreden wollte“, so der aufgebrachte Leser.

 

Uns ist es nicht möglich, alle Informationen und Gerüchte auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Gefragt wäre jetzt dafür, und das regen wir von hiermit an, eine offene und ehrliche Informationspolitik seitens der Gemeinde.

 

(LÖ, 14.01.2020)


Wie ist das eigentlich mit den Mitarbeiterwohnungen?

Aus einer Zuschrift an dynamoetz:

 

"Ich habe einige Fragen zu diesem Thema, vielleicht kann diese jemand beantworten:

1.) Wie heißen die Betriebe, die hier Mitarbeiterwohnungen erhalten?

2.) Sind diese Betriebe zufällig auch im Gemeinderat vertreten?

3.) Nachdem es sich um Gemeindegrund handelt, der hier verwendet wird, also um Gemeindevermögen, das vom öffentlichen in den privaten Bereich verschoben wird, wer war an dieser Entscheidungsfindung beteiligt?

4.) Ist sichergestellt, dass diese Mitarbeiterwohnungen auch wirklich an jenen Betrieb dauernhaft gebunden sind, auf den sie jetzt ausgestellt werden? Sonst könnte der Fall eintreten, dass sich ein Unternehmer in einigen Jahren in die Rente begibt und sich statt Mitarbeiterwohnungen für den Betrieb plötzlich ein Mietshaus zu seiner freien Verfügung in seinem Privatbesitz befindet."

 

(LÖ, 12.01.2020)


Die Anregung zu einem Plebiszit zu Ötztal-Pitztal

Weil es ein Unding ist, dass verkehrsgeplagte Ötzerinnen und Ötzer im Genehmigungs-verfahren nicht mitreden dürfen, aber Investorenmodellbesitzer in Mandarfen, die allerdings wiederum nichts sagen werden, weil sie dann Probleme mit ihrem Invest bekommen könnten, hatte dynamoetz eine Volksbefragung über die Gletscherehe Ötztal-Pitztal angeregt. 

 

Die NEOS haben diese Idee jetzt auch aufgegriffen:

 

 

(best, 11.01.2020)